Biografie

Johannes Brahms

Der deutsche Komponist, Pianist und Dirigent, dessen Werk man der Romantik zugeschrieben wird, avancierte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten europäischen Sinfonikern. Seine Klaviertrios und Klavierquartette sowie die Cello- und Violinensonaten gehören zu den wichtigsten Kompositionen in der Kammermusik. Die Werke des Komponisten Johannes Brahms zeichnen sich durch einen lyrischen Grundton aus, die durch einen kontrapunktischen Charakter eine strenge Form erhalten. Sein Gesamtwerk umfasst beinahe alle Gattungen der Musik, ausgenommen die Oper. Neben harmonischen Romantikweisen prägen aber auch volkstümliche Elemente seinen Stil...
Johannes Brahms wurde als zweites von insgesamt drei Kindern eines Berufsmusikers am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren.

Brahms verbrachte seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen. Ab dem Jahr 1840 erhielt er Klavierunterricht. Drei Jahre später trat er erstmals öffentlich als Pianist auf. Sein Debüt wurde ein Erfolg. Bereits mit 13 Jahren musste er zum Lebensunterhalt beitragen und nachts in der Öffentlichkeit spielen. Im Jahr 1853 verließ er Hamburg und unternahm eine Reise, auf der er einen ungarischen Violinisten auf dem Klavier begleitete. Während dieser Zeit begegnete er in Hannover dem ungarnstämmigen Geigenvirtuosen und Komponisten Joseph Joachim. Durch ihn lernte Brahms den Komponisten Robert Schumann und seine Frau Clara in Düsseldorf kennen.

Schumann konnte sich für seine Werke begeistern. Aus der Begegnung entwickelte sich eine Freundschaft zu dem Ehepaar. Schumann unterstützte Brahms, indem er ihn in einer Schrift in den "Neuen Bahne" als außergewöhnlichen Komponisten ankündigte. Danach folgte die Bekanntschaft mit dem Komponisten Franz Liszt in Weimar. Im Jahr 1857 kam Brahms an den Fürstenhof zu Detmold. Dort wurde er ein Jahr später Hofmusikdirektor. Im gleichen Jahr, 1858, lernte er in Göttingen Agathe von Siebold kennen. Er verlobte sich mit ihr, doch hielt er das Eheversprechen nicht ein. Im Anschluss leitete er einen Frauenchor in Hamburg.

Im Jahr 1868 hielt er sich erstmals in Wien auf und gab zahlreiche Konzerte. In den Jahren 1863 und 1864 wurde er Chef der Singakademie in Wien, wo er sich auch endgültig niederließ. 1875 beendete er sein "Deutsches Requiem op. 50". Von 1872 bis 1875 übernahm er den Posten des Dirigenten der Gesellschaftskonzerte der Musikfreunde. Brahms war freier Berufsmusiker, der sonst an kein Amt gebunden war. Im Jahr 1876 stellte er die erste Sinfonie fertig. Im gleichen Jahr am 4. November wurde sie in Karlsruhe uraufgeführt. 1877 arbeitete er an seiner zweiten Sinfonie D-Dur, Opus 77, die am 30. Dezember des gleichen Jahres in Wien uraufgeführt wurde.

Im Jahr 1878 komponierte er das Violinkonzert D-Dur, op. 77. In diesem Jahr trat er seine erste von insgesamt neun Italienreisen an. 1884 begannen die Arbeiten zur vierten Sinfonie. Im Jahr darauf war sie fertig gestellt und am 25. Oktober wurde sie in Meiningen uraufgeführt. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem die Mitgliedschaft in der Berliner Akademie der Künste und 1886 die Ehrenpräsidentschaft des Wiener Tonkünstlervereins. Er wurde Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Hamburg. Die Universitäten Cambridge und Breslau (1879) verliehen ihm die Ehrendoktorwürde. Johannes Brahms avancierte zu den bedeutendsten deutschen Sinfonikern.

Sein Gesamtwerk umfasst beinahe alle Gattungen der Musik, ausgenommen die Oper. Im Violinkonzert galt ihm Ludwig van Beethoven als Vorbild, an das er mit seinen vier Sinfonien c-Moll (1854 – 1876), D-Dur (1877), F-Dur (1883) und e-Moll (1884/1885) im Sinne der klassischen Wiener Tradition anschließen konnte. Er schrieb einige große Vokalwerke wie zum Beispiel "Deutsches Requiem" (1868), "Rhapsodie" für Alt (1869), "Schicksalslied" (1871) und "Triumphlied" (1872). Johannes Brahms schuf über 200 Lieder, Duette, Bearbeitungen von Volksliedern und andere Werke. Das volkstümlichste seiner Werke ist das "Deutsche Requiem" für Soli, Chor und Orchester. Der Text stammt aus der Bibel.

Zu seinen bekanntesten Liedern zählt das Stück "Guten Abend, gute Nacht!". Brahms war ein virtuoser Pianist. Zu diesem Instrument schrieb er zahlreiche Kompositionen wie zum Beispiel drei Klaviersonaten Opus eins, zwei und fünf, die Schumann-, Händel- und Paganini-Variationen und Spätwerke als Phantasien, Intermezzi und Ungarische Tänze.

Johannes Brahms starb am 3. April 1897 in Wien.

NameJohannes Brahms

Geboren am07.05.1833

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortHamburg (D).

Verstorben am03.04.1897

TodesortWien (A).