Biografie

Clara Zetkin

NameClara Zetkin

Geboren am05.07.1857

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortWiederau bei Leipzig (D).

Verstorben am20.06.1933

TodesortArkhangelskoye bei Moskau (UdSSR).

Clara Zetkin

Die Tochter eines sächsischen Dorflehrers entwickelte in den Anfängen der sozialdemokratischen Bewegung eine marxistische Analyse der Frauenunterdrückung in der kapitalistischen Gesellschaft. Als erste und aktive Politikerin der SPD trat Clara Zetkin seit 1878 für eine Verbindung von Arbeiter- und Frauenfrage ein, für deren gemeinsame Lösung sie maßgeblich zum Aufbau einer internationalen sozialistischen Frauenbewegung beitrug. Im Zuge der parteiinternen Differenzen während des Ersten Weltkriegs wandte sich die sozialistische Frauenrechtlerin zunächst der USPD und dem Spartakusbund zu, um dann 1918 zu den Gründungsmitgliedern der Kommunistischen Partei Deutschlands zu zählen...
Clara Zetkin wurde am 5. Juli 1857 im sächsischen Wiederau bei Leipzig als Clara Eissner geboren.

Ihr Vater, Gottfried Eissner, war als Dorflehrer und Organist tätig. Ihre Mutter, Josephine Vitale Eissner, leitete in dem Dorf einen Frauenverein. Nachdem die Familie 1872 nach Leipzig gewechselt war, besuchte Clara dort 1875 bis 1878 das Van Steyber Institut für Mädchen, wo sie in Kontakt zur sozialdemokratischen und feministischen Bewegung geriet. 1878 trat Eissner der Sozialdemokratischen Partei von Wilhelm Liebknecht bei. Durch die Bekanntschaft mit einer russischen Emigrantengruppe wurde sie mit dem wissenschaftlichen Sozialismus und der Lehre von Karl Marx und Friedrich Engels vertraut gemacht. Sie begann eine Beziehung mit dem russischen Exilanten Ossip Zetkin.

Im Jahr 1879 unternahm Eissner eine Russlandreise. Nach ihrer Rückkehr brach sie mit ihrer Familie, um sich einem proletarischen Lebensstil und sozialistischen Gruppen anzuschließen. Als Zetkin wenig später kraft des Bismarckschen Sozialistengesetzes aus Deutschland ausgewiesen wurde, verließ auch Eissner das Land. Nach einem Aufenthalt im österreichischen Linz, wo sie Fabrikarbeiterinnen geschult hatte, ging sie 1882 nach Zürich, von wo sie mit anderen exilierten Sozialdemokraten Parteiliteratur verfasste, die nach Deutschland geschmuggelt wurde. Im November 1882 ging Eissner nach Paris, um fortan mit Zetkin zusammenzuleben, dessen Namen sie annahm. Das unverheiratete Paar hatte zwei Söhne.

Im Jahr 1886 kehrte Clara Zetkin nach Leipzig zurück, um sich von einer Tuberkulose-Erkrankung zu erholen. Hier wurde sie erstmals öffentlich im Sinne ihrer sozialistischen Zielsetzungen aktiv, die nicht nur eine Befreiung der Arbeiterklasse, sondern im Zuge der sozialen Revolution auch die Emanzipation der Frau vorsahen. Nach Paris zurückgekehrt pflegte Zetkin dort ihren tuberkulösen Lebensgefährten, der 1889 an der Krankheit verstarb. Noch im selben Jahr nahm sie als eine von acht Frauenvertreterinnen am Zweiten Internationalen Arbeiterkongress in der französischen Hauptstadt teil. Ihre dortige Rede wurde dann unter dem Titel "Die Arbeiterinnen und die Frauenfrage der Gegenwart" (1889) veröffentlicht.

Auf dem Kongress war Zetkin zu einer der Leiterinnen des Berliner Agitationskomitees berufen worden, das zur Schulung und Rekrutierung von Frauen für die Sozialdemokratie beitragen sollte und sich zum Führungsgremium einer sozialistischen Frauenbewegung entwickelte. Die sozialdemokratischen Emigranten konnten 1890, als Bismarcks Sozialistengesetz vom Reichstag nicht mehr verlängert wurde, nach Deutschland zurückkehren. In Stuttgart wurde Zetkin nun zur Herausgeberin der SPD-Frauenzeitschrift "Die Gleichheit" berufen, deren erste Ausgabe zu Jahresbeginn 1892 erschien. In den folgenden Jahren trug Zetkin als Journalistin, in der Gewerkschaftsbewegung und in der SPD-Parteiarbeit zur Verbreitung der sozialistischen Lehre unter Frauen, zu deren Schulung, Ausbildung und Emanzipation bei.

Im Jahr 1895 wurde Zetkin als erste Frau in die SPD-Führung gewählt. 1907 tagte die erste Internationale Frauenkonferenz in Stuttgart parallel zum internationalen Sozialistenkongress. Zetkin wurde zur Sekretärin eines gesonderten Internationalen Frauenbüros berufen, zu dessen Organ die Zeitschrift "Die Gleichheit" bestimmt wurde. Im Vorfeld des Ersten Weltkriegs focht Zetkin zusammen mit Rosa Luxemburg einen ausweglosen Kampf gegen revisionistische und konservative Tendenzen in der eigenen Partei. Im August 1914 distanzierten sie sich von der SPD-Entscheidung zugunsten der Kriegskredite. Im März 1915 berief Zetkin eine Frauenkonferenz ein, die gegen den Krieg protestierte. Im Mai 1917 wurde sie von der SPD-Führung als Herausgeberin der "Gleichheit" abberufen.

Zetkin hatte sich jedoch bereits der USPD zugewandt, um sich dann der Spartakusgruppe um Luxemburg und anderen anzuschließen, die sich im November 1918 zur Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) konstituierten. 1920 wurde Zetkin zur Internationalen Sekretärin der kommunistischen Frauenbewegung berufen. In den folgenden Jahren arbeitete sie mit Lenin in der Moskauer Kommintern-Zentrale zusammen. Für die KPD saß sie außerdem im Berliner Reichstag, wo sie im Vorfeld der nationalsozialistischen Machtübernahme gegen den Faschismus auftrat.

Clara Zetkin starb am 20. Juni 1933 in Arkhangelskoye bei Moskau.

NameClara Zetkin

Geboren am05.07.1857

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortWiederau bei Leipzig (D).

Verstorben am20.06.1933

TodesortArkhangelskoye bei Moskau (UdSSR).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html