Wilhelm Liebknecht

Name:Wilhelm Liebknecht

Geboren am:29.03.1826

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

Geburtsort:Gießen (D).

Verstorben am:07.08.1900

Todesort:Berlin (D).

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Der deutsche Politiker und Publizist war als radikaldemokratischer Revolutionär einer der Gründerväter der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Wilhelm Liebknecht beteiligte sich am Badischen Aufstand 1848/49. Auf seiner Flucht machte er die Bekanntschaft mit Friedrich Engels. Er wurde ein Anhänger der marxistischen Idee und schloss sich dem Sozialismus an. Zusammen mit August Bebel gründete er die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands, eine Vorläuferpartei der SPD. Wilhelm Liebknecht war lange Zeit Mitglied des Reichstags und gab das sozialdemokratische Blatt "Vorwärts" heraus. Er nahm an verschiedenen internationalen Sozialistentreffen in England, Frankreich, der Schweiz und den USA teil. Liebknecht, Vater von Karl Liebknecht, erwarb sich dadurch einen Namen, sich grenzüberschreitend für die Sozialistenbewegung einzusetzen...
Wilhelm Philipp Martin Christian Ludwig Liebknecht wurde als Sohn des hessischen Regierungsbeamten Ludwig Christian Liebknecht und seiner Frau Katharina, geborene Hirsch, am 29. März 1826 in Gießen geboren.

Bereits als Sechsjähriger verlor Wilhelm Liebknecht seine Eltern. Er verbrachte seine Kindheits- und Jugendjahre bei Verwandten. In der Zeit von 1832 bis 1842 besuchte er die Schule. Er absolvierte das Gymnasium in Gießen und schloss es mit dem Abitur ab. Ab dem Jahr 1842 studierte Liebknecht an den Universitäten Gießen, Marburg und Berlin die Fächer Philologie, Theologie und Philosophie. 1847 schloss er das Studium ab. Innerhalb der beiden Jahre 1847 und 1848 war er Lehrer an der Züricher Musterschule von Friedrich Wilhelm Fröbel, dem Vater des Kindergartens. Zudem schrieb er für die "Mannheimer Abendzeitung" als Korrespondent. 1848 beteiligte sich Wilhelm Liebknecht an den revolutionären Kämpfen in Paris. Im gleichen Jahr war er am badischen Aufstand auf Seiten des Republikaners Gustav von Struve beteiligt. Wilhelm Liebknecht wurde in Untersuchungshaft genommen. Im Mai des darauffolgenden Jahres schloss er sich der Badischen Volkswehr an und beteiligte sich an den Reichsverfassungskämpfen. Der Aufstand wurde niedergeworfen und Liebknecht musste fliehen.

Zunächst begab er sich in die Schweiz nach Genf. Dort schloss er sich dem Arbeiterverein an. Im gleichen Jahr, 1849, lernte er Friedrich Engels kennen. 1850 engagierte sich Liebknecht für die Vereinigung deutscher Arbeitervereine in der Schweiz. Daraufhin musste er das Land im gleichen Jahr verlassen. Wilhelm Liebknecht zog sich nach London zurück, wo er sich in der Zeit von 1850 bis 1862 aufhielt. Dort wurde er Mitglied im "Bund der Kommunisten" und machte die Bekanntschaft von Karl Marx. Daraus entwickelten sich regelmäßige Treffen zwischen ihm, Karl Marx und Friedrich Engels. Liebknecht gab Privatunterricht, um sich über Wasser zu halten, hielt Vorträge oder arbeitete als Journalist. Eine Amnestie im Jahr 1862 erlaubte ihm die Rückkehr nach Deutschland. Im Jahr darauf schloss er sich dem "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" (ADAV) von Ferdinand Lassalle an. Innerhalb der beiden Jahre 1864 und 1865 war Wilhelm Liebknecht für die Zeitung "Der Sozial-Demokrat" tätig, die von Jean-Baptist von Schweitzer herausgegeben wurde. Doch die preußenfreundliche Einstellung des Blattes führte bald zur Aufkündigung seiner Mitarbeit.

Liebknecht verließ Berlin und ließ sich in Leipzig nieder. Dort lernte er den Sozialdemokraten August Bebel kennen. Zusammen riefen sie im Jahr 1867 die "Sächsische Volkspartei" ins Leben. Sie wurden als Vertreter ihrer Partei Mitglied im Norddeutschen Reichstag. 1869 gründeten beiden die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands (SDAP) in Eisenach. Wilhelm Liebknecht übernahm darin entscheidende Führungsaufgaben und gab das Blatt "Der Volksstaat", das Sprachrohr der Partei, heraus. 1871 verweigerte Liebknecht im Reichstag seine Zustimmung zur Gewährung neuer Kredite für den Krieg gegen Frankreich. Wegen seiner sozialdemokratischen Aktivitäten wurde er 1872 wegen Hochverrats angeklagt und im sogenannten "Leipziger Hochverratsprozess" zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt. Nach seiner Entlassung wurde er im Jahr 1874 abermals in den Reichstag gewählt. Im Jahr darauf trieb er den Zusammenschluss der "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands" (SDAP) mit dem "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" (ADAV) Lassalles zur "Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands" (SAP) voran.

Im Jahr 1876 übernahm Wilhelm Liebknecht den Posten des Redakteurs für das Parteisprachrohr "Vorwärts". Dort vertrat er mit seinen Artikeln die marxistische Theorie für die SAP. In der Zeit der Sozialistengesetze von 1878 bis 1890 agierte er – da die SAP unter das Parteiverbot fiel – im Rechstag gegen die politischen Verhältnisse im Deutschen Reich. Liebknecht nahm an verschiedenen internationalen Sozialistentreffen in England, Frankreich, der Schweiz und den USA teil. Er erwarb sich dadurch einen Namen, sich grenzüberschreitend für die Sozialistenbewegung einzusetzen. 1891 wurde er Chefredakteur des Parteiblattes "Vorwärts". Im gleichen Jahr begründete er das Erfurter Programm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Ab dieser Zeit hielt Wilhelm Liebknecht deutschlandweit zahllose Vorträge auf Partei- und Volksversammlungen und steigerte somit seine Popularität. In seinen öffentlichen Bekenntnissen im Jahr 1900 in Dresden verurteilte er die Kolonialpolitik des Deutschen Reiches.

Wilhelm Liebknecht starb am 7. August 1900 im Charlottenburg bei Berlin. Auf seinen letzten Gang begleiteten ihn rund 150.000 Menschen.

Name:Wilhelm Liebknecht

Geboren am:29.03.1826

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

Geburtsort:Gießen (D).

Verstorben am:07.08.1900

Todesort:Berlin (D).

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