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Oliver Kahn wurde am 15. Juni 1969, als Sohn des Fußballspielers Rolf Kahn, in Karlsruhe geboren.
Schon während der Kindheit war Kahn ein leidenschaftlicher Fußballspieler. Der Vater erkannte und förderte sein Talent schon im Schulalter, dennoch bestanden die Eltern neben dem Sport auf eine Berufsausbildung. Seinen Einstig in den Mannschaftssport hatte Oliver Kahn Mitte der 1970er Jahre beim "Karlsruher SC" als Feldspieler der F-Jugend.
Nach dem Abschluss des Gymnasiums studierte Kahn Wirtschaftswissenschaften. 1987 gelang Oliver Kahn der Sprung in den Profikader des "Karlsruher SC". Hier konnte Kahn im November 1990 erstmals in der Bundesliga sein Talent als Torhüter unter Beweis stellen. Schon nach kurzer Zeit wurde er, nach spektakulären Aktionen im Tor, zum Star-Spieler des KSC.
Durch Kahns Leistungen beim KSC wurde auch der "FC Bayern" auf ihn aufmerksam. 1994 wechselte Kahn für 4,6 Millionen DM vom "Karlsruher SC" zum deutschen Rekordmeister, dem "FC Bayern-München". In München entwickelte sich Oliver Kahn, unter Torwarttrainer Sepp Maier, zum Leistungsträger des FC Bayern. Sein Debüt im Tor der Deutschen Nationalmannschaft gab Oliver Kahn am 23. Juni 1995 beim 2:1 Sieg in Bern gegen die Schweiz.
Nach dem Karriereende von Oliver Bierhoff übernahm Kahn das Amt des Kapitäns der Deutschen Nationalmannschaft. Mit Kahn im Tor wurden die Bayern sechsmal Deutscher Meister in den Jahren 1997, 1999, 2000, 2003, 2005 und 2006. 1998 wurden die Bayern mit Oliver Kahn "DFB Pokal-Sieger".
Im Jahr 2001 gelang nach 25 Jahren erneut der Triumph in der Champions-League mit dem Sieg beim "UEFA-Cup". Gekrönt wurde seine bisherige Karriere mit der Vize-Weltmeisterschaft 2002. Im Finale unterlang seine Mannschaft 0:2 gegen Brasilien. Mit Oliver Kahn wurde bei der WM 2002 erstmals ein Torhüter zum besten Spieler des Turniers gewählt.
In den Jahren 1994, 1997, 1998 wurde Oliver Kahn zum "Torhüter des Jahres" ernannt. 1999, 2001 und 2002 wurde er zum "Welttorhüter" gekürt. 2001 erhielt er ebenso den Medienpreis "Bambi". Im Mai 2004 feierte Kahn sein Debüt als Autor. Er präsentierte seine Autobiografie mit dem Titel "Nummer eins". Aus seiner Ehe zu Simone Kahn wurde er Vater der zwei Kinder Katharina Maria (1998) und David (2003).
Im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gab Bundestrainer Jürgen Klinsmann im April bekannt, nicht Oliver Kahn sondern Jens Lehmann als ersten Torhüter einsetzen zu wollen. Kahn stand jedoch als Ersatztorhüter zur Verfügung.
Nachdem die Deutsche Nationalmannschaft innerhalb der WM am 30. Juni 2006 mit einem 5:3 Sieg n.E. gegen Argentinien ins Halbfinale einzog, unterlag die Mannschaft unter Kapitän Michael Ballack am 4. Juli 2006 mit 0:2 Toren in der Verlängerung gegen Italien.
Im Spiel um Platz 3 am 8. Juli in Stuttgart wurde Oliver Kahn als Torwart aufgestellt und die deutsche Elf konnte einen 3:1 Sieg gegen Portugal erringen. Mit diesem Spiel beendete Kahn seine Laufbahn als Nationaltorhüter. Der Triumph des Fußball-Weltmeistertitels 2006 ging im Finale am 9. Juli an Italien, denen Frankreich im Elfmeterschießen unterlag.
Durch Bundespräsident Horst Köhler wurde die deutsche Nationalmannschaft im August 2006 mit dem "Silbernen Lorbeerblatt" ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die Deutschland an Sportler zu vergeben hat. Bei der Verleihung des Medienpreises "Bambi" im Dezember 2006 wurde Oliver Kahn in der Kategorie "Sport" ausgezeichnet.
Die DFB Nationalmannschaft 2006 |
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