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Armin Mueller-Stahl
Der deutsche Schauspieler feierte erste Kinoerfolge mit den DDR-Produktionen "Fünf Patronenhülsen" (1960) und "Nackt unter Wölfen" (1962). Nach der Unterzeichnung der Solidaritätserklärung mit dem Liedermacher Wolf Biermann (1976) fand seine Karriere hier ein plötzliches Ende. Nach der Übersiedlung in die BRD (1980) vollzog Armin Meuller-Stahl eine internationale Filmkarriere. In seinen Rollen verkörperte er eindrucksvoll die charakterstarke und autoritäre Vaterfigur mit weichen Zügen und Durchsetzungskraft. Auch als Schriftsteller und Künstler machte sich Armin Meuller-Stahl einen Namen. Zu seinen populärsten Filmen zählen weiter "Oberst Redl" (1984), "Momo" (1986), "Music-Box" (1990), "Das Geisterhaus" (1993), "Shine – Der Weg ins Licht" (1996) und "The Game" (1997)...
Biografie
Armin Mueller-Stahl wurde am 17. Dezember 1930 im ostpreußischen Tilsit geboren.

Mueller-Stahl verbrachte seine Kindheit in der Nähe von Königsberg. Nach dem Abitur studierte er Musikwissenschaft und Geige am Städtischen Konservatorium in Ostberlin und schloss mit einem Examen zum Konzertgeiger sowie einem Examen zum Musiklehrer ab. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Teilung Deutschlands wurde er in der DDR eingeschlossen.

Im Jahr 1952 erhielt er sein erstes Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm, dessen Ensemble 1954 zur Berliner Volksbühne übersiedelte. 25 Jahre blieb Armin Mueller-Stahl dort Mitglied. Seine erste Kinorolle erhielt er hier, nach zahlreichen Theatererfolgen, 1956 in Gustav von Wangenheims Verfilmung "Heimliche Ehen".

Seinen Durchbruch hatte er jedoch erst 1960 mit dem vierteiligen Fernsehfilm "Flucht aus der Hölle". In den folgenden Jahren, in denen Mueller-Stahl für DEFA und DDR-Fernsehen drehte, spielte er Haupt- und Nebenrollen in 41 Filmen in jeglichen Genres. 1960 folgte "Fünf Patronenhülsen" und 1962 "Nackt unter Wölfen". Damit behauptete er sich endgültig als Kinoschauspieler.

Fünf Jahre hintereinander wurde er mit weiteren Arbeiten wie "Ein Lord am Alexanderplatz" oder "Nelken in Aspik", vom Publikum zum "beliebtesten Schauspieler der DDR" und 1975 zum "DDR-Fernsehkünstler des Jahres" gewählt. Schlagzeilen machte Armin Mueller-Stahl 1976, als er für den Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann eine Solidaritätserklärung unterzeichnete.

In dessen Folge wurde er nicht nur auf der sogenannten "Schwarzen Liste" geführt, sondern wurde auch von staatlicher Seite boykotiert. Er erhielt weder Filmrollen noch Bühnenengagements. Seine freie Zeit nutzte er nun als Schriftsteller. Wenig später veröffentlichte er das Buch "Der verordnete Sonntag". Darin schildert Armin Mueller-Stahl die Erlebnisse jener Tage.

Im Jahr 1980 emigrierte Mueller-Stahl nach Westdeutschland. Hier hatte er bereits ein erstklassiges Image als Schauspieler, und so musste er nicht lange auf Angebote warten. Bereits 1981 stand er für "Der Westen leuchtet" vor der Kamera und noch im selben Jahr entstand mit der Rainer Werner Fassbinder-Verfilmung von "Lola" eine der populärsten Arbeiten von Mueller-Stahl. Ausgezeichnet wurde das Werk 1982 mit dem Deutschen Filmpreis.

Im Jahr 1982 folgte mit viel Erfolg die zweite Fassbinder Arbeit "Die Sehnsucht der Veronika Voss" und 1985 "Eine Liebe in Deutschland" sowie "Oberst Redl", der ihm den Darstellerpreis beim Filmfestival von Montreux einbrachte. Internationales Aufsehen erregte er auch mit der Michael Ende-Romanverfilmung "Momo" von 1986 und 1987 mit "Der Joker". 1989 feierte er mit "Music Box" sein Hollywood-Debüt. Darin verkörperte er einen ungarischen Emigranten, der 30 Jahre nach dem Hitler-Regime wegen Naziverbrechen in den USA angeklagt wird.

Ein Jahr später, 1990, wurde er als "Sam Krichinsky" in seinem zweiten Hollywood-Film "Avalon" für den "Oscar" nominiert. In den 1990er Jahren avancierte er so zur Weltklasse des Filmgeschäfts. 1993 folgte "Das Geisterhaus". Mit Armin Mueller-Stahl entstanden anschließend die Filme "Im Glanz der Sonne", "Taxandria" und "Shine - Der Weg zum Licht". Diese eindrucksvolle Darstellung brachte ihm eine weitere "Oscar"-Nominierung.

Mit John Malkovich drehte er 1996 "Der Unhold". Hier verkörperte Armin Mueller-Stahl in einer schaurig reellen Weise den "Graf von Kaltenborn" zum Ende des Dritten Reiches. 1997 folgte mit "Gespräch mit dem Biest" sein erster eigener Film, in dem sich der US-Historiker "Dr. Webster" zehn Tage lang mit dem alten Mann auseinandersetzt, der vorgibt der 97jährige Adolf Hitler (Mueller-Stahl) zu sein.

Zu weiteren populären Arbeiten wurde "The Game" mit Michael Douglas sowie "Projekt: Peacemaker" mit George Clooney, 1999 "The 13th Floor" und "Jakob der Lügner". Über seine filmerische Arbeit hinaus veröffentlichte Armin Mueller-Stahl, der nicht nur ein ausgezeichneter Violinist, Klavierspieler und Maler ist, als Schriftsteller 1998 das Buch "In Gedanken an Marie Louise".

Im Jahr 2001 wurde Armin Mueller-Stahl für seine darstellerische Leistung in "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, der ihm im Frühjahr 2002 überreicht wurde. Der Film zeichnete die Geschichte der Familie Mann von den 1920er Jahren bis zum Tod von Thomas Mann 1955.

Privat ist Armin Mueller-Stahl seit 1973 mit Gabriele Scholz verheiratet. Gemeinsam sind sie Eltern eines Sohnes. Die Familie lebt vorwiegend in Los Angeles.
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Biografie
Filmografie
Auszeichnungen
Nachname: Mueller-Stahl
Vorname: Armin
Geburtsdatum: 1930-12-17
Geburtsort: Tilsit (D).
Sternzeichen: Schütze 23.11 - 21.12
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