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Frank Sinatra wurde als Francis Albert Sinestra am 12. Dezember 1915 in Hoboken, New Jersey, als Sohn eines aus Sizilien stammenden Feuerwehrmanns geboren.
Francis Mutter Natalie stammte aus Genua und war Präsidentin der Demokratischen Partei in Hoboken. Aus dem gemeinsamen Einkommen finanzierten sie ein kleines Lokal, in dem auch Sinatra eingespannt wurde. Nach dem er die Highschool beendet hatte, wurde er im Alter von 19 Jahren Mitbegründer der Band "Hoboken Four" und Sportjournalist bei der regionalen Tageszeitung.
Mit dem Vokalquartett "The Hoboken Four" gewann Sinatra im September 1935 mit dem Song "Night and Day" einen Talentwettbewerb der Radioshow "Major Bowes Amateur Hour" und ging mit ihnen in den folgenden Monaten auf Tournee. Ab 1937 arbeitete er dann in einem festen Engagement als Entertainer in einem Musiklokal in New Jersey. Im Februar 1939 heiratete Sinatra Nancy Barbato. Aus dieser Ehe ging 1940 seine Tochter Nancy Sinatra hervor. Ihr folgten 1944 Sohn Frank Sinatra jr. und 1948 Tochter Tina Sinatra.
Sinatra hatte seit Anfang der 1940er Jahre Kontakt zu einigen Mafia-Familien. Als Frank Sinatra trat er ab dieser Zeit in zahlreichen Clubs auf und erhielt auch erste Radioauftritte. Ab 1939 wurde er Leadsänger im Orchester von Harry James und von 1940 bis 1942 in der Big Band von Tommy Dorsey. Im Anschluss startete er seine Solokarriere. Zusammen mit James nahm Sinatra seine ersten Schallplatten auf, darunter den Titel "All Or Nothing At All", der ihm dann bei seiner Wiederveröffentlichung 1943 erste Popularität als Solo-Künstler bescherte.
Im Jahr 1941 feierte er mit "Las Vegas Nights" sein Kinodebüt. Der Streifen wurde für ihn zum Riesenerfolg, und sowohl die Schallplattenindustrie als auch er verdienten ein Vermögen. Schon nach wenigen Monaten lagen ihm die Amerikaner zu Füßen, er erhielt den Spitznahmen "Frankie Boy" und seine Fans schwärmten, seine Stimme sei so amerikanisch wie ihre Hymne, weshalb er den Beinahmen "The Voice" erhielt. 1943 unterzeichnete er seinen Plattenvertrag bei Columbia. Für den von ihm konzipierten und realisierten Kurzfilm "The House I Live In" wurde er 1946 mit dem ersten "Oscar" ausgezeichnet.
Im Jahr 1951 heiratete er in seiner zweiten Ehe die Schauspielerin Ava Gardner, von der er jedoch bereits 1957 wieder geschieden wurde. Zahlreiche Filmproduktionen mit namhaften Kollegen folgten, bis er 1952 durch Blutungen an den Stimmbändern pausieren musste. Ärzte fürchteten, Sinatra würde seine Stimme verlieren, weshalb er von Columbia aus seinem Vertrag entlassen wurde. Nun kämpfte er energisch um seine Besetzung in "Verdammt in alle Ewigkeit". Sein Wunsch war, die Rolle des Soldaten "Angelo Maggio" in James Jones Roman zu spielen. Nach langen Verhandlungen war die Filmgesellschaft bereit, Sinatra die Rolle zu überlassen.
Sinatra erhielt jedoch nur US$ 8.000 Gage. 1953 erschien der Film in den Kinos und machte Frank Sinatra zum internationalen Filmstar. Für seine schauspielerische Leistung wurde er mit dem "Oscar" für die "Beste Nebenrolle" bedacht. Zur Mitte der 1950er Jahre erholte sich seine Stimme zusehends und mit den Einnahmen aus TV, Film und Plattenproduktionen, sowie der eigens gegründeten Produktionsgesellschaft "Sinatra Enterprises", entstand ein Vermögen, welches er in Hotels, Spielkasinos und Rennbahnen investierte. Abermals wurden Sinatra enge Kontakte zur organisierten Kriminalität vorgeworfen.
Dennoch wurden seine Konzerte zu gesellschaftlichen Ereignissen, bei denen Prominenz aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens anwesend war. In den folgenden Jahren nahm er eine Reihe bahnbrechender Alben wie "In The Wee Small Hours", "Songs For Swingin' Lovers", "Come Fly With Me" oder "Sinatra Sings For Only The Lonely" auf. 1956 spielte Sinatra eine Glanzrolle neben Grace Kelly in "Die oberen Zehntausend", der zu seinen bedeutendsten Filmen zählt.
Im Jahr 1960 gründete er seine eigene Plattenfirma "Reprise Records". 1963 verkaufte Sinatra die Firma mit großem Gewinn an die Warner Bros. Seine größten Konzert-Erfolge feierte er in den Spielkasinos von Las Vegas. Seine Duette mit den Kollegen Dean Martin und Sammy Davis jr. im sogenannten "Rat Pack" wurden legendär. 1966 gelang ihm mit "Strangers In The Night" der bis dahin größte Erfolg seiner Karriere, der mit dem "Grammy"-Gewinn für die Alben "September Of My Years" und "A Man and His Music" zusammenfiel und von mehreren "Emmy"-Auszeichnungen für seine "A Man and His Music" Fernsehreihe von 1965 und 1967 begleitet wurde.
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere in den 1960er Jahren, unterstützte er die Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King. Ebenso unternahm er 1962 eine komplett auf eigene Kosten finanzierte Welttournee zugunsten verschiedener Kinderhilfsprojekte. Er engagierte sich stark für die Jugendarbeit in Israel und im Westjordanland, wo er 1964 in Nazareth ein Erziehungsheim für jüdische und arabische Waisenkinder ins Leben rief.
Als Elvis Presley nach seiner Militärzeit in Deutschland 1960 in die USA zurückreiste, bereitete ihm Frank Sinatra einen spektakulären Empfang. In der Fernsehshow "Welcome Home, Elvis" führte er das Publikum durch den Abend. Im Jahr 1966 heiratete er in dritter Ehe Mia Farrow, doch auch diese Verbindung wurde schon 1968 wieder gelöst. Ende Dezember 1968 nahm er mit "My Way", einer von Paul Anka getexteten englischen Adaption des französischen Chansons "Comme D'Habitude", auf, das zu einem seiner bekanntesten Stücke avancierte.
Im Jahr 1971 gab Frank Sinatra seinen Rücktritt aus dem Showgeschäft bekannt, von dem noch zahlreiche folgten. 1976 heiratete er in seiner vierten Ehe Barbara. Ebenso spektakulär wie seine privaten Affären mit seinen Kolleginnen, war auch sein politischer Einfluss durch die Freundschaft zu den US-Präsidenten John F. Kennedy und später Ronald Reagan. 1978 gründete er das Frank Sinatra International Student Center an der Hebräischen Universität Jerusalem.
Für seinen sozialen Einsatz wurde er mehrfach ausgezeichnet. Mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten und der Goldmedaille des Kongresses wurde Sinatra mit den beiden höchsten zivilen Orden der USA bedacht. Anfang der 1980er Jahre zog sich Frank Sinatra mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück, dennoch entstanden noch einige Filme und Konzert des bis ins hohe Alter aktiven Entertainers. Mit zahlreichen Konzertreisen in alle fünf Kontinente wurden die 1980er Jahre zu Sinatras kommerziell erfolgreichsten Bühnenjahren im Ausland.
Ende Mai und Anfang Juni 1993 gastierte Sinatra letztmals in Europa. Vier Wochen später begann Sinatra mit den Aufnahmen für "Duets", dem 1994 "Duets II" sein letztes Studioprojekt folgte. 1994 absolvierte Sinatra nochmals über 80 Auftritte und unternahm Konzertreisen auf die Philippinen und nach Japan. Seinen letzten Gesangsauftritt hatte Sinatra beim Aufzeichnungstermin der offiziellen Gala zu seinem 80. Geburtstag am 19. November 1995, wo er letztmals auf einer Bühne stand.
Frank Sinatra starb am 14. Mai 1998 im Alter von 83 Jahren in Los Angeles. |
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Nachname: Sinatra |
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Vorname: Frank |
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Geburtsdatum: 1915-12-12 |
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Geburtsort: Hoboken, New Jersey (USA). |
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Todesdatum: 1998-05-14 |
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Todesort: Los Angeles, Kalifornien (USA). |
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Sternzeichen: Schütze 23.11 - 21.12 |
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