Biografie

Umberto Eco

Der italienische Schriftsteller, Kritiker, Essayist, Sprachwissenschaftler und Semiologe avancierte nach seinem Romanerfolg "Der Name der Rose" ab 1980 zu einem der meistgelesenen Romanautoren der seiner Zeit. Den internationalen Durchbruch bescherte ihm 1986 die Kinoverfilmung des Romans mit Sean Connery und Christian Slater in den Hauptrollen. Er galt als ein brillanter Intellektueller und als ein schillernder "Fährtenleger" der Literatur. Umberto Eco hatte in unterschiedlichen Disziplinen Forschung betrieben. Dazu zählten Fächer wie etwa die Geschichte der Ästhetik, der Poetik der Avantgarde, der Massenkommunikation oder die Kultur des Konsums. Im Bereich der Semiotik entwickelte Eco die Theorie der Kultursemiotik...
Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria im norditalienischen Piemont geboren.

Nach Abschluss der Schule erwarb er 1954 den Hochschulabschluss an der Universität Turin. Seine Magisterarbeit handelte von der Lehre der Ästhetik des Thomas von Aquin. Dieser Band erschien 1956 unter dem Titel "Die Frage der Ästhetik beim Heiligen Thomas". Im Anschluss wurde Eco von 1954 bis 1959 als Kulturredakteur beim staatlichen Fernsehsender RAI tätig. Er lehrte in den 1960er Jahren an der Philosophischen Fakultät der Universität Mailand und darauf an der Fakultät für Architektur der Universität Florenz, ehe Eco schließlich am Polittechnikum in Mailand tätig wurde. Eco wurde indes Mitglied der "Gruppe 63", in deren Kreis er sich als Theoretiker verdiente. Als Senior Editor im Verlagshaus Bompiani arbeitete er von 1959 bis 1975. Darauf wurde er 1975 als Professor für Semiotik an die Universität Bologna berufen. Hier gründete er eine eigene Schule.

In der Zeit von 1976 bis 1977 und von 1980 bis 1983 leitete Eco das "Institut für Kommunikation und Schauspiel" an der Universität Bologna. Von verschiedenen Universitäten, an denen er auch Seminare abhielt, wurde Umberto Eco mit über 30 Ehrendoktoraten bedacht. 1989 wurde er Präsident des "International Center for Semiotic and Cognitive Studies" und 1994 Ehrenpräsident der "International Association for Semiotic Studies". Über seine wissenschaftliche Arbeit hinaus war Eco Mitarbeiter der UNESCO, der Triennale von Mailand, der EXPO 1967 in Montreal, der "Fondation Européenne de la Culture" und zahlreicher weiterer Organisationen und Akademien. Umberto Eco hat in unterschiedlichen Disziplinen Forschung betrieben. Dazu zählten Fächer wie etwa die Geschichte der Ästhetik, der Poetik der Avantgarde, der Massenkommunikation oder die Kultur des Konsums.

Seine Essays umfassten Gebiete von der Ästhetik des Mittelalters über die Semiotik, bis hin zu Kodizes künstlerischer Kommunikation. Umberto Eco schrieb für zahlreiche Tageszeitungen und Zeitschriften wie "Il Giorno", "La Stampa", "Il Corriere della Sera", "La Repubblica", "Il Manifesto" "L’Espresso", in denen seine berühmten und beliebten Streichholzbriefe veröffentlicht wurden. Auch als Autor für namhafte Kunst- und Wissenschaftszeitschriften wie "Quindici" oder "Il Verri" wurde Eco tätig. 1980 erschien Umberto Ecos Erfolgs-Roman "Der Name der Rose", der ein großes Publikum fand und 1986 mit Sean Connery in der Hauptrolle als Kinoproduktion verfilmt wurde. Die Erzählung "Die Bibliothek von Babel" inspirierte Eco zu diesem Roman. Der blinde Gegenspieler Williams von Baskerville, Jorge von Burgos, war damit seine Ehrerweisung an Jorge Luis Borges. Die Roman-Verfilmung bescherte ihm zugleich den internationalen Durchbruch, worauf er zu einem der meistgelesenen Romanautoren der Gegenwart avancierte.

Die folgenden Romane wie "Das Foucaultsche Pendel", "Die Insel des vorigen Tages" und "Baudolino" wurden ebenso Bestseller, die an den Bucherfolg von "Der Name der Rose" anknüpfen konnten. 1999 erfolgte Ecos Berufung zum Präsident des "Instituts für höhere humanistische Studien" an der Universität Bologna. Am 14. Oktober 2003 wurde er vom französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac mit dem offiziellen Titel der "Legion d’Honneur" ausgezeichnet. Das Erscheinen seines Romans "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" wurde 2004 zum zentralen Ereignis der italienischen Literatur. Im Herbst 2007 hatte er seine akademische Lehrtätigkeit eingestellt. Im April 2010 erschien die erste Biographie "Leben und Werk" über ihn.

Umberto Eco starb am 19. Februar 2016 in Mailand an den Folgen einer Krebserkrankung.
1980:
Der Name der Rose

1984:
Nachschrift zum Namen der Rose

1988:
Das Foucaultsche Pendel

1990:
Platon im Striptease-Lokal

1990:
Sämtliche Glossen und Parodien

1992:
Wie man mit einem Lachs verreist und andere nützliche Ratschläge

1994:
Die Insel des vorigen Tages

2000:
Baudolino

2000:
Derrick oder die Leidenschaft für das Mittelmaß. Streichholzbriefe 1990-2000

2002:
Gesammelte Streichholzbriefe

2004:
Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana

NameUmberto Eco

Geboren am05.01.1932

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortAlessandria, Piemont (I).

Verstorben am19.02.2016

TodesortMailand (I).