Biografie

Fritz Eckhardt

Der österreichische Schauspieler, Autor, Regisseur und Kabarettist wirkte während seiner Karriere in über 100 Filmen mit und verfasste mehr als doppelt so viele Drehbücher. Seinen Durchbruch feierte er mit der Serie "Hallo - Hotel Sacher... Portier!". Während des Zweiten Weltkrieges schrieb Fritz Eckhardt anonym Stücke für das "Wiener Werkel", dem einzigen Kabarett Wiens in der Zeit des NS-Regimes. Zu einem seiner erfolgreichste Filme wurde "Wenn der Vater mit dem Sohne..." mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1955. Zum Publikumsliebling wurde er durch seine Verkörperung des "Tatort"- Inspektors Marek...
Fritz Eckhardt wurde am 30. November 1907, als Sohn eines Theaterdirektors, in Linz, Österreich geboren.

Nach seiner Schulzeit besuchte er die Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien, die er erfolgreich abschloss. 1924 hatte Fritz Eckhardt sein erstes Engagement am Wilhelma-Theater in Stuttgart, wo sein Vater Intendant war. Bereits zwei Jahre später gab er in dem Stummfilm "Rosenkavalier" sein Leinwanddebüt. Es folgten einige Rollen an kleineren Theatern, bis er 1936 zum "Lieben Augustin" kam. Eckhardt begann, neben seiner Tätigkeit als Schauspieler, Stücke zu schreiben und sie auch zu inszenieren.

Während der Kriegsjahre des Zweiten Weltkrieges ab dem Jahr 1939 schrieb Fritz Eckhardt anonym Stücke für das "Wiener Werkel", dem einzigen Kabarett Wiens in der Zeit des NS-Regimes unter Adolf Hitler. Wegen seiner halbjüdischen Abstammung mit Berufsverbot belegt, floh er einige Zeit nach Amerika, wo er hauptsächlich Hörspiele schrieb. Nach Kriegsende im Juni 1945 erwirkte Eckhardt, gemeinsam mit Carl Merz und Kurt Nachtmann, die Wiedereröffnung des "Lieben Augustin". Carl Merz übernahm in den folgenden Jahren die Leitung. In der Zeit von 1946 bis 1948 leitete Fritz Eckhardt das Wiener "Künstlertheater".

Des Weiteren wirkte er im Jahr 1947 beim "Kleinen Brettl" mit und schrieb einige Stücke für Kabaretts im deutschsprachigen Raum. Fritz Eckhardt avancierte zum gefragten Darsteller und Autor des Nachkriegskinos. Zum beliebten Seriendarsteller und somit einem breiteren Publikum bekannt, wurde er durch seine Rolle in "Hallo... Hotel Sacher, Portier!". Eckhardt schrieb auch Drehbücher, so auch für "Familie Leitner", für einige seiner "Tatort-Folgen" und für "Schwäbische Geschichten". Zu einem seiner erfolgreichste Filme wurde "Wenn der Vater mit dem Sohne..." mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1955.

Später folgte die Rolle des Inspektors Marek im "Tatort", als der er bei seinem Publikum sehr beliebt war. Er verfasste Zeit seines Lebens über 30 Theaterstücke und mehr als 200 Film- und Fernsehdrehbücher. 1989 veröffentlichte Eckhardt seine Autobiografie unter dem Titel "Ich erinnere mich gern". 1992 folgte das Buch "Ein Schauspieler muss alles können". 1993 verstarb seine Frau, deren Tod er nicht überwinden konnte. Es folgten gesundheitliche Beschwerden, wegen denen er sich mehreren Operationen unterziehen musste.

Fritz Eckhardt starb am 31. Dezember 1995 in Klosterneuenburg bei Wien.
1948: Hin und her
1949: Nichts als Zufälle
1950: Der Schuß durchs Fenster
1951: Der Fünfminutenvater
1952: Abenteuer im Schloß
1952: Abenteuer in Wien
1953: Ich und meine Frau
1953: Heute nacht passiert's
1953: Ein tolles Früchtchen
1954: Bruder Martin
1954: Die letzte Brücke
1954: Das Geheimnis der Venus
1955: Um Thron und Liebe
1955: Ja, so ist das mit der Liebe
1956: Pulverschnee nach Übersee
1958: Eine Frau, die weiß, was sie will
1958: Jim und Jill
1958: So ein Millionär hat's schwer
1958: Solang' die Sterne glüh'n
1959: Bezaubernde Arabella
1959: Ein Mann geht durch die Wand
1959: Die schöne Lügnerin
1959: Labyrinth
1960: Das Kamel geht durch das Nadelöhr
1960: Der brave Soldat Schwejk
1960: Der Vogelhändler
1960: Mal drunter – mal drüber
1961: Paganini
1961: G'schichten aus dem Wienerwald
1961: Der Jüngste Tag
1962: Die Rebellion
1962: Ein Gruß aus Wien (Almost Angels)
1963: Schwäbische Geschichten (Serie)
1963: Die Flucht der weißen Hengste
1963: Vorladung (Inspektor Marek)
1963: Charleys Tante
1964: Karriere
1964: Einvernahme (Inspektor Marek)
1964: Ihr erster Ball
1965: Freispruch (Inspektor Marek)
1965: Radetzkymarsch
1965: DM-Killer
1966: Tödlicher Unfall (Inspektor Marek)
1966: Minister gesucht
1967: Mädchenmord (Inspektor Marek)
1967: Umsonst
1967: Hulla di Bulla
1968: An einem einzigen Tag (Inspektor Marek)
1969: Einfacher Doppelmord (Inspektor Marek)
1969: Kurzer Prozeß
1970: Perfekter Mord (Inspektor Marek)
1971: Wenn der Vater mit dem Sohne (Serie)
1971: Hochwürden drückt ein Auge zu
1971–1987: Tatort (Serie)
1972: Trubel um Trixie
1973: Hallo – Hotel Sacher … Portier! (Serie)
1971: Meine Mieter sind die besten (Serie)
1983: Der gute Engel (Mehrteiler)
1985: Via Mala (Mehrteiler)
1990: Roda Roda (Serie)
1991: Ein Schloß am Wörthersee Folge 4 (Serie)
1992: Mord im Wald
1994: Tafelspitz

NameFritz Eckhardt

Geboren am30.11.1907

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortLinz (A).

Verstorben am31.12.1995

TodesortKlosterneuenburg (A).