Biografie

Stefan Effenberg

Der deutsche Fußballer machte häufiger wegen seiner umstrittenen Äußerungen als wegen seiner fußballerischen Qualitäten auf sich aufmerksam. Seine größten Erfolge feierte der Mittelfeldspieler mit Bayern München, obwohl Stefan Effenberg insgesamt sieben Jahre seiner Profikarriere für Borussia Mönchengladbach spielte. Dreimal wurde er Deutscher Meister, zweimal Deutscher Pokalsieger und Sieger der Champions League. 2003 erschien seine medienwirksame Biografie, in der "Effe" Einblicke in die schillernde Fußballwelt gewährt. 2003 gab er bekannt, dass er seine Fußballerkarriere beim Klub Al-Arabhi 2004 beenden wird...
Stefan Effenberg wurde am 2. August 1968 in Hamburg geboren.

Mit vier Jahren begann er mit dem Fußballspielen. Nach der Schule erlernte Effenberg den Beruf der Dienstleistungsfachkraft bei der Deutschen Bundespost. Seine sportliche Karriere begann Effenberg beim Bramfelder Sportverein. Später wechselte er zu Victoria Hamburg. Erstmals spielte er von 1987 bis 1990 in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach, für die er neun Tore erzielte. 1990 wechselte er als Stammspieler zu Bayern München, wo er zum Starspieler avancierte. 1991 wurde er in die Nationalmannschaft aufgenommen. 1992 wurde er mit der National Elf Zweiter der Europameisterschaft.

Zugleich verpflichtete er sich beim italienischen Erstligisten AC Florenz, nachdem er für Bayern 10 Tore erzielt hatte und ebenso viele gelbe Karten bekam. Bereits im der nächsten Saison kehrte er nach Deutschland zurück und verpflichtete sich erneut bis 1998 bei Borussia Mönchengladbach. 1995 wurde Stefan Effenberg hier erstmals Deutscher Pokalsieger. 1994 zeigte Effenberg nach dem Vorrundenspiel gegen Südkorea zur Fußball-Weltmeisterschaft seinem Mittelfinger in die Zuschauerränge. Dieses Bild bestimmte für Wochen die Sportmedien und veranlasste den damaligen Bundestrainer Berti Vogts Effenberg aus der Nationalmannschaft zu entlassen.

Ab 1998 spielte er erneut für Bayern München, mit denen er in den folgenden Jahren seine größten Erfolge als Vereinsspieler feierte. 1999, 2000 und 2001 wurde er Deutscher Meister, 2000 Deutscher Pokalsieger, 2001 Weltpokalsieger, 2001 Sieger der Champions League. Der unangepasste Sportler erzeugte indes einen Medienwirbel durch seine Äußerungen über Arbeitslose in der Mai-Ausgabe 2002 des Magazins "Playboy". Darin forderte er die Senkung des Arbeitslosengeldes, da nach seiner Meinung viele Arbeitslose diese sozialen Leistungen ausnutzen und nicht arbeiten gehen wollten. Immer wieder gerieten seine Ehe und seine Eskapaden mit anderen Frauen in die Schlagzeilen.

In seinen Memoiren "Ich hab’s allen gezeigt" aus dem Jahr 2003 beschreibt er seinen Willensweg zum Bundesligaspieler, der nicht immer gerade verlief. Auch kommt er ganz ungeschönt auf seine Skandale, seine Irrtümer und seine Ehe zu sprechen. Effenberg gibt aber auch Einblicke in die schillernde Welt des Fußballs und rechnet mit Kollegen ab. Die Herausgabe des Buches wurde medienwirksam veranstaltet. Bereits vor dem Erscheinen war der Titel auf der Bestsellerliste des Branchenmagazins Buchreport notiert. Effenberg wechselte in der Saison 2002/03 zum VfL Wolfsburg. Im Anschluss wechselte er 2003/04 zu Al-Arabhi nach Katar. 2003 gab er bekannt, dass er seine Fußballerkarriere beim Klub Al-Arabhi 2004 beenden wird.

Zu seinen sportlichen Bilanzen zählen unter anderem 370 Bundesligaspiele, in denen er 71 Tore schoss. "Effe" brachte es auf insgesamt 35 Länderspiele im Nationaltrikot. Zu seinen schlimmsten sportlichen Niederlagen zählt er das Finale in der Champions-League gegen Manschester United und das Finalspiel der Europameisterschaft 1992 gegen die Dänen, das verloren ging.

Stefan Effenberg ist Familienvater von drei Töchtern, Nastassja, Etienne und Ann-Kathrin. Effenberg ist seit dem 31. Dezember 2004 mit Claudia Strunz geb. Köhler verheiratet, die Trennung wurde 2007 bekannt gegeben.

NameStefan Effenberg

Geboren am02.08.1968

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortHamburg (D).