Biografie

Régis Wargnier

Der französische Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler lernte seit den frühen 1970er Jahren sein Handwerk als Regieassistent, bevor er 1986 sein eigenes Regiedebüt vorlegte. Seinen internationalen Durchbruch erlebte Régis Wargnier 1991 mit "Indochine". Der Film, mit Catherine Deneuve, Vincent Perez und Dominique Blanc, wurde von der internationalen Kritik als französisches Pendant zu Victor Flemings "Vom Winde verweht" (1939) verstanden und gewann 1993 den "Oscar" als beste fremdsprachige Filmproduktion des Jahres sowie fünf Césars. 2005 eröffnete er die Berliner Filmfestspiele mit seinem Wettbewerbsbeitrag "Man to Man"...
Régis Wargnier wurde am 18. April 1948 in Paris geboren.

Nach Schule und Studium wandte sich Wargnier dem Film zu. Zunächst führte er 1972 Regieassistenz in dem Film "La Femme en bleu" von Michel Deville. Neben der Mitwirkung an weiteren Filmen als Regieassistent, assistierte er dem Regisseur Francis Girod bei den beiden Filmen "Le Grand Frère" (1982) und "Le Bon Plaisir" (1984). Als Produzent realisierte er außerdem "La Palombière" (1983). 1986 legte Wargnier sein eigenes Regiedebüt mit seinem ersten Spielfilm "La Femme de ma vie" vor, in dem er das gelungene Porträt eines vom Alkoholismus zerstörten Violinisten zeichnete. Er gewann dafür einen "César". Daraufhin führte Wargnier in dem Film "Je suis le seigneur du chateau" (1988) Regie.

Seinen internationalen Durchbruch erlebte der Regisseur 1991 mit dem Film "Indochine", der 1993 den "Oscar" als "Bester nicht englischsprachiger Film" gewann. Als "Beste Schauspielerin" erhielt außerdem Catherine Deneuve für ihre darstellerische Leistung in dem Film, zu dem Wargnier auch das Drehbuch verfasst hatte, einen César. Es folgten die Filme "L’échange" (1992), für den Wargnier das Drehbuch schrieb, "Une femme française" (1995), für den er Regie und Drehbuch besorgte, und "Lumière et compagnie" (1995), für den er nur die Regie führte. In "Une femme française" mimte Emmanuelle Béart eine Ehefrau, deren Mann während des Zweiten Weltkriegs in Gefangenschaft gerät.

Danach arbeitete Wargnier in "Est-Ouest" (1999), für den er das Drehbuch schrieb und Regie führte, abermals mit Deneuve zusammen. Seine erste Rolle als Schauspieler übernahm er 2002 in "Femme fatale". Als Regisseur legte Wargnier 2005 mit der britisch-französischen Koproduktion "Man to Man" einen weiteren Erfolgsfilm vor, für den er das Drehbuch zusammen mit dem in Ghana geborenen Schriftsteller William Boyd verfasste. In dem Film, mit dessen Weltpremiere im Februar 2005 die 55. Berliner Filmfestspiele eröffnet wurden, traten die Stars Joseph Fiennes und Kristin Scott Thomas als Hauptdarsteller auf.

Mit dem Abenteuerdrama um ein Anthropologenteam, das Ende des 19. Jahrhunderts in Südafrika nach dem "Missing Link" in der vermeintlichen Evolution vom Affen zum Menschen sucht, trug Wargnier zum internationalen Wettbewerb der Berlinale bei. 2007 meldet sich der Regisseur, der unter anderem auch Sportdokumentationen (Coeurs d'Athlètes mit Haile Gebrselassie, 2002) inszenierte, mit "Pars vite et reviens tard" zurück auf die Kinoleinwand. Der Thriller ist die gleichnamige Verfilmung von Fred Vargas' preisgekröntem Kriminalroman "Fliehe weit und schnell".
1972 - La femme en bleu / Die unbekannte Schöne (A)

1978 - Mon premier amour / Meine erste Liebe (A)

1979 - L’école est finie (A)

1980 - La Banquière (A)

1981 - Le grand pardon (A)

1981 - Viens chez moi, j’habite chez une copine (A)

1982 - Le grand frère (A)

1983 - La Palombière (P)

1984 - Souvenirs, souvenir (A, D)

1984 - Le Bon plaisir (A)

1986 - La femme de ma vie (R, B)

1988 - Je suis le seigneur du château (R, B)

1991 - Indochine (R, B)

1992 - L’échange (B)

1995 - Lumière et compagnie (R)

1995 - Une femme française (R, B)

1999 - Est-Ouest (R, B)

2002 - Femme fatale (D)

2005 - Man to Man (R, B mit William Boyd)

2007 - Pars vite et reviens tard (R)

NameRégis Wargnier

Geboren am18.04.1948

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortParis (F).