Biografie

Max Horkheimer

NameMax Horkheimer

Geboren am14.02.1895

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortStuttgart (D).

Verstorben am07.07.1973

TodesortNürnberg (D).

Max Horkheimer

Der Soziologe und Philosoph legte die Philosophie als Kulturkritik aus. Max Horkheimer orientierte sich dabei an der philosophischen Tradition und wandte sich gegen die zeitgenössische Gegenwart, die er als unphilosophisch kritisierte. In seinem bekannten Werk "Dialektik der Aufklärung" (1947) geht er unter anderem der Frage nach dem Glück und dem Frieden nach. Angesichts der menschlichen und gesellschaftlichen Realität sind Horkheimers philosophische Vorstellungen pessimistisch: Der aufgeklärte Geist des Menschen hat seine eigene Zerstörung zu verantworten...
Max Horkheimer wurde als Sohn eines jüdischen Unternehmers am 14. Februar 1895 in Stuttgart geboren.

Horkheimer besuchte das Gymnasium. 1911 brach er seine Schulausbildung vorzeitig ab, um eine Lehre als Kaufmann zu beginnen. Ab 1916 war Horkheimer für drei Jahre im väterlichen Unternehmen beschäftigt. Von 1917 bis 1918 diente er im Ersten Weltkrieg. Danach absolvierte er 1919 nachträglich das Abitur. 1919 begann Horkheimer ein Studium der Psychologie und Philosophie, das er an den Universitäten München und Freiburg durchführte und an der Universität Frankfurt am Main mit der Promotion 1922 abschloss. Seine Dissertationsarbeit trug den Titel "Antinomie der teleologischen Urteilskraft". Horkheimer lernte Theodor W. Adorno kennen, woraus sich eine freundschaftliche Verbindung ergab.

Im Jahr 1925 trug Horkheimer an der Universität Frankfurt am Main seine Habilitationsschrift "Kants Kritik der Urteilskraft als Bindeglied zwischen theoretischer und praktischer Philosophie" vor. Im Jahr darauf, 1926, lehrte er als Privatdozent an der Frankfurter Universität. Im selben Jahr fand die Hochzeit mit Rosa Riekher statt. 1930 wurde Horkheimer zum ordentlichen Professor für Sozialphilosophie an die Universität Frankfurt am Main berufen. In dieser Zeit begründete er zusammen mit Herbert Marcuse und Erich Fromm das Frankfurter Institut für Sozialforschung, zu dessen Leiter er 1931 berufen wurde. Von 1932 bis 1939 gab er die "Zeitschrift für Sozialforschung" heraus.

Im Jahr der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde das Frankfurter Institut 1933 geschlossen. Im selben Jahr zog sich Horkheimer in die Schweiz zurück. Von dort aus siedelte er 1934 in die USA über. Dort baute er an der New Yorker Columbia University das Institut wieder auf. 1940 wurde Horkheimer US-amerikanischer Staatsbürger. Er verließ New York und zog nach Kalifornien. Dort erarbeitete er zusammen mit Theodor W. Adorno die Schrift "Dialektik der Aufklärung". In der Zeit von 1940 bis 1942 setzte Horkheimer auch die Herausgabe der "Zeitschrift für Sozialforschung" unter dem amerikanischen Titel "Studies in Philosophy and Social Science" fort. In den Jahren 1943 bis 1949 war er als Leiter der wissenschaftlichen Abteilung des American Jewish Committee mit Forschungen zum Antisemitismus befasst.

Im Jahr 1947 folgte zusammen mit Theodor W. Adorno die Veröffentlichung der Schrift "Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente" auf dem US-amerikanischen Markt. In Deutschland erschien der Titel erst 1969. Die Arbeit rief konträre Diskussionen hervor. 1949 kehrte Horkheimer nach Deutschland zurück. Er wurde abermals zum Professor für Sozialphilosophie an die Universität Frankfurt am Main berufen. Ein Jahr später, 1950, erfolgte die Wiedereröffnung des Instituts für Sozialforschung, das vor allem durch Horkheimers Philosophie als Kulturkritik maßgeblich beeinflusst wurde. Auf der Suche des Menschen nach Glückseligkeit und Erfüllung zerstört er sich selbst – so die pessimistische Grundhaltung von Horkheimers Sozialphilosophie. In den Jahren 1951 bis 1953 war Horkheimer Rektor der Universität Frankfurt am Main.

Im Jahr 1951 wurde er indes mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main geehrt. In der Zeit von 1954 bis 1956 dozierte er an der Universität Chicago. 1959 erfolgte seine Emeritierung. Danach siedelte Horkheimer nach Montagnola bei Lugano über. Im Jahr darauf wurde Horkheimer zum Ehrenbürger der Stadt Frankfurt am Main ernannt. 1971 bekam er den Lessing-Preis der Stadt Hamburg überreicht.

Max Horkheimer starb am 7. Juli 1973 in Nürnberg.


Die Studenten- und Protestbewegung von 1966-1975: Vordenker, Aktivisten, Idole
1925
Über Kants Kritik der Urteilskraft als Bindeglied zwischen theoretischer und praktischer Philosophie. Habilitation

1930
Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie

1934
Dämmerung. Notizen in Deutschland. Unter d. Pseud.: Heinrich Regius

1936
Autorität und Familie

1944
Max Horkheimer und Theodor W. Adorno: Philosophische Fragmente. Hektographiertes Typoskript

1947
Max Horkheimer und Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente

1949
The Lesson of Fascism

1949 – 1950
Studies in Prejudice

1951
Ideologie und Wertgebung

1952
Invarianz und Dynamik

1952
Zum Begriff der Vernunft. Festrede bei der Rektoratsübergabe... am 20. November 1951

1952
Survey of the Social Sciences in Western Germany

1955
Schopenhauer und die Gesellschaft

1956
Soziologische Exkurse

1961
Über die deutschen Juden. Vortrag Max Horkheimer

1961
Zum Begriff des Menschen heute

1962
Soziologica II – Reden und Vorträge

1962
Um die Freiheit / Max Horkheimer

1963
Theismus – Atheismus

1963
Über das Vorurteil

1965
Über die Freiheit

1967
Zur Kritik der instrumentellen Vernunft: aus d. Vorträgen u. Aufzeichn. seit Kriegsende

1967
Autoritärer Staat. Die Juden und Europa. Aufsätze 1939 –1941

1968
Kritische Theorie

1970
Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen

1970
Traditionelle und kritische Theorie

1970
Vernunft und Selbsterhaltung

1970
Traditionelle und kritische Theorie : 4 Aufsätze

1972
Sozialphilosophische Studien: Aufsätze, Reden und Vorträge 1930 – 1972

1972
Gesellschaft im Übergang: Aufsätze, Reden und Vorträge 1942 – 1970

1972
Dämmerung: Notizen in Deutschland

1974
Aus der Pubertät: Novellen und Tagebuchblätter

1974
Aus der Pubertät

1974
Staudinger, Hugo: Humanität und Religion: Briefwechsel und Gespräch

1974
Die gesellschaftliche Funktion der Philosophie: ausgewählte Essays

1981
Wirtschaft, Recht und Staat im Nationalsozialismus: Analysen des Instituts für Sozialforschung 1939 – 1942

NameMax Horkheimer

Geboren am14.02.1895

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortStuttgart (D).

Verstorben am07.07.1973

TodesortNürnberg (D).

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