Biografie

Lennox Lewis

Der britisch-kanadische Sportler zählte in den 1990er Jahren zu den populärsten und erfolgreichsten Boxern. Nach einem ersten Amateurboxkampf als 13-Jähriger absolvierte er eine glänzende Karriere, zunächst als Amateur-, dann als Profi-Boxer. Lennox Lewis stellte 1992 bis 1994 und 1997 bis 1999 den WBC- und 1999 bis 2003 den WBA-Weltmeister im Schwergewicht. Er erzielte in 44 Profikämpfen 41 Siege davon 32 durch K.o. bei 2 Niederlagen und 1 Unentschieden. 2004 gab Lennox Lewis, mit dem Kampfnamen "The Lion", seinen Rücktritt bekannt...

Bedeutende Vertreter des Boxsports
Lennox Claudius Lewis wurde am 2. September 1965 als Sohn von Violet Blake in London geboren.

Mit 12 Jahren kam Lewis nach Kanada, wo er die Schule besuchte. Bereits in jener Zeit entdeckte er den Boxsport für sich. Er war 13 Jahre alt, als er 1978 erstmals im Ring stand. Lewis begann eine Karriere als Amateur-Boxer und wurde 1984 Amateur-Boxchampion im Kanadischen Super-Schwergewicht. Den Titel konnte er bis 1988 verteidigen. Bei den Commonwealth Games von 1986 gewann Lewis die Goldmedaille. 1988 erzielte er bei den Olympischen Spielen gegen Riddick Bowe ebenfalls die Goldmedaille.

Nachdem Lewis im Verlauf seiner Amateur-Box-Laufbahn aus 109 Wettkämpfen unbesiegt hervorgegangen war, wandte er sich ab 1989 der Profi-Liga zu. 1990 wurde Lewis durch seinen aufsehenerregenden Sieg über Jean Chanet Meister im Europäischen Schwergewicht. Ein Jahr später konnte er diesen Sieg verteidigen und zusätzlich den Titel des Britischen Schwergewichtschampion – durch Sieg über Gary Mason - für sich sichern.

Im Jahr 1992 errang Lewis den WBC-Weltmeistertitel, den er bis 1994 gegen Tony Tucker, Frank Bruno, Phil Jackson und andere mehr erfolgreich verteidigen konnte. Insgesamt ging er aus 25 Kämpfen unbesiegt hervor, bevor er den Titel 1994 an Oliver McCall verlor. 1996 siegte Lewis über Ray Mercer und holte sich außerdem 1997 von McCall den WBC-Titel zurück. Der Champion verteidigte sich abermals siegreich gegen Ray Golota (1997), Shannon Briggs (1998) und Zelijko Mavrovic (1998).

Nachdem er sich im März 1999 mit einem Unentschieden von Evander Holyfield getrennt hatte, besiegte Lewis den IBF- und WBA-Champion im November desselben Jahres. Der britische Schwergewichtsboxer galt nun als unbesiegter Weltmeister, der seinen Titel von 1999 bis 2001 noch in bedeutenden Kämpfen gegen Michael Grant, Francois Botha und David Tua verteidigen konnte. Im April 2001 verlor Lewis vorübergehend den Weltmeistertitel an Hasam Rahman. Bereits im November desselben Jahres konnte er ihn gegen Rahman jedoch wieder zurückerobern.

Seither verteidigte er den Titel erfolgreich - etwa im Juni 2002 gegen Mike Tyson. In einer spannenden Begegnung der Boxtitanen konnte Lewis am 21. Juni 2003 in Los Angeles seinen Weltmeistertitel auch gegen den ukrainischen Herausforderer Vitali Klitschko durch einen "technischen Sieg" verteidigen: Der Kampf wurde nach einer Verletzung Klitschkos vorzeitig abgebrochen.

Indes sah sich der Schwergewichts-Weltmeister kurz darauf durch eine Revanche-Forderung Klitschkos herausgefordert. Zu der Begegnung kam es jedoch nicht mehr, da Lewis am 6. Februar 2004 seinen Rückzug aus dem Profi-Boxpsort bekannt gab. Neben seiner Boxkarriere engagierte sich Lewis auch gesellschaftspolitisch und für den Box-Nachwuchs. 1994 rief er in Hackney das "Lennox Lewis College" ins Leben.

Der langjährige Weltmeister wurde 1993 vom British Boxing Board of Control zum "Boxer des Jahres" gekürt. 1999 wählte ihn der BBC zur Sportpersönlichkeit des Jahres. Im selben Jahr verlieh ihm die Universität von London die Ehrendoktorwürde.


Bedeutende Vertreter des Boxsports

NameLennox Lewis

Geboren am02.09.1965

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortLondon (GB).