Biografie

Mike Tyson

Der US-amerikanische Sportler galt vor allem in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre als der beste Profi-Boxer der Welt. Nachdem er 1986 den WBC-Weltmeistertitel im Schwergewicht errungen hatte, hielt er von 1987 bis 1990 den WBA- und IBF-Weltmeistertitel in derselben Gewichtsklasse. 1996 gewann er abermals den WBA- und WBC-Weltmeistertitel. Mike Tyson wurde aber auch bekannt durch seine Skandale, Verurteilungen und Gefängnisaufenthalte. Ende der 1990er Jahre setzte sein sportlicher Niedergang ein: 1996 verlor er gegen Ex-Weltmeister Evander Holyfield. Im Juni 2002 wurde Mike Tyson beim bisher teuersten WM-Titelkampf der Boxgeschichte von dem Briten Lennox Lewis in der 8. Runde ausgeknockt. In 58 Profi-Kämpfen erzielte er 50 Siege, 44 durch K.o., bei 6 Niederlagen und 2 wertungsfreien Begegnungen...

Bedeutende Vertreter des Boxsports
Mike Tyson wurde am 30. Juni 1966 in Brooklyn, einem New Yorker Stadtteil, geboren.

Tyson wurde als Boxtalent von dem Sozialarbeiter Bobby Stewart entdeckt. 1979 machte der spätere Boxer in einem Gefängnis, in dem er eine Jugendstrafe verbrachte, die Bekanntschaft des bekannten Trainers Constantine D'Amato. Nach seiner Entlassung 1980 betreute ihn D'Amato sportlich, und Tyson begann eine vielversprechende Amateurlaufbahn als Boxer. In 27 Kämpfen konnte er insgesamt 24 Siege vorweisen. 1985 wurde Tyson Profi-Boxer. Er brachte insgesamt 27 Kämpfe ohne eine einzige Niederlage hinter sich.

Im Jahr 1986 trat er gegen WBC-Schwergewichtsweltmeister (World Boxing Council) Trevor Berbick an und schlug ihn in der zweiten Runde K.o. Tyson wurde mit 20 Jahren der jüngste Weltmeister im Schwergewicht in der bisherigen Boxgeschichte. Wegen seiner harten Faustschläge wurde er auch "Iron Mike" genannt. Innerhalb eines Jahres holte sich Tyson auch die Weltmeisterschaftstitel der World Boxing Association (WBA) und der International Boxing Federation (IBF) in der Schwergewichtsklasse. Damit machte er sich zum besten Boxsportler und Vergleiche mit der amerikanischen Boxlegende Cassius Clay wurden laut.

Im Jahr 1989 konnte Tyson auf eine glänzende Kampfbilanz zurückschauen: In 37 Profikämpfen als Schwergewichtler hatte er keine einzige Niederlage erlitten. Ingesamt 33 Kämpfe beendete Tyson mit einem K.o.-Sieg. Neben dieser Rekordbilanz steht gleichfalls seine sechsmalige Verteidigung des Weltmeistertitels. Dabei hatte er es mit starken Gegner wie zum Beispiel Michael Spinks oder Larry Holmes zu tun. 1990 musste er eine bittere Niederlage einstecken. Der Kampf gegen James "Buster" Douglas in Tokio endete für ihn in der zehnten Runde mit einem technischen K.o., obwohl Tyson als Favorit in den Ring stieg. Damit verlor er seinen Weltmeistertitel.

Nach einigen Qualifikationskämpfen wollte Tyson gegen den damaligen Weltmeister Evander Holyfield antreten, um sich den Titel zurückzuholen. Doch zu Jahresbeginn 1992 verhinderte seine Verurteilung wegen Vergewaltigung die Begegnung im Ring. Die hohe Strafe von zehn Jahren Zuchthaus schien das Ende seiner sportlichen Karriere zu bedeuten. Doch 1995 wurde er wegen guter Führung vorzeitig aus der Haft entlassen. Bereits im August 1995 stand Tyson wieder im Ring gegen Peter McNeely, den er durch K.o. in der ersten Runde klar besiegte. Das Comeback des "Iron Mike" war perfekt. Im Jahr darauf fand der Weltmeisterschaftskampf gegen den britischen Boxer Frank Bruno statt.

Durch K.o. in der dritten Runde konnte Tyson 1996 erneut Box-Weltmeister der Organisation WBC werden. Es folgte der Kampf gegen den US-Amerikaner Bruce Seldon, der in der ersten Runde niederging. Damit holte sich Mike Tyson auch den WM-Titel der WBA zurück. Eine Herausforderung von Lennox Claudius Lewis nahm Tyson nicht an. Als Folge seiner Verweigerung wurde ihm der WBC-Titel aberkannt. Ende 1996 begegneten sich Tyson und Ex-Weltmeister Evander Holyfield im Ring. Tyson galt an der Börse als hoher Favorit, diesen Kampf als Sieger zu überstehen. Doch technisches K.o. in der elften Runde machte Holyfield zum Gewinner.

Im Jahr darauf fand der Rückkampf statt. Im Ring beschwor Tyson ein Skandal, indem er seinem Gegner Holyfield ein Stück vom Ohr abbiss. Die Begegnung wurde in der dritten Runde abgebrochen und Tyson wurde disqualifiziert. Weitere Folgen seiner groben Unsportlichkeit waren, dass ihm die Boxlizenz aberkannt, er für ein Jahr gesperrt und zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. 1999, nach Ablauf der Sperre, feierte Tyson sein nächstes Comeback. Er besiegte den Südafrikaner François Botha durch K.o. in der fünften Runde. Danach machte Tyson durch Angriffe auf zwei Autofahrer wieder negativ auf sich aufmerksam.

Tyson musste für ein Jahr ins Gefängnis. Davon saß er dreieinhalb Monate ab, die restliche Zeit wurde zur Bewährung ausgesetzt. Im gleichen Jahr noch stieg er gegen Orlin Norris in den Ring. Der Kampf, der in Las Vegas stattfand, wurde wegen eines unabsichtlichen Fouls von Tyson noch vor der zweiten Runde abgebrochen und kam nicht in die Wertung. 2000 gewann Tyson Kämpfe gegen den britischen Boxer Julius Francis, gegen seinen Landsmann Lou Savares und gegen des Polen Andrzej Golota. 2002 ging er im bisher höchstdotierten Kampf der Geschichte des Boxsports gegen seinen Gegner Lennox Lewis in der achten Runde K.o.

Bisher bestritt Mike Tyson im Profiboxen insgesamt 53 Kämpfe, von denen er in 46 siegte; insgesamt 42 Kämpfe beendete er durch einen K.o.-Sieg. In vier Kämpfen war er unterlegen. Von Geldsorgen getrieben, ließ sich Tyson im Juli 2004 auf ein neuerliches Comeback ein. Gegen den bis dahin recht unbekannten Danny Williams ging er in der vierten Runde nach über zwanzig Volltreffern zu Boden. Am 11. Juni 2005 stand er für eine Prämie von fünf Millionen US-Dollar gegen den als eher mittelmäßig eingeschätzten irischen Boxer Kevin McBride letztmals im Ring. Tyson unterlag nach Punkten. Darauf gab er seinen Rücktritt vom Profisport bekannt.

In 58 Profi-Kämpfen erzielte er 50 Siege, 44 durch K.o., bei 6 Niederlagen und 2 wertungsfreien Begegnungen.


Bedeutende Vertreter des Boxsports

NameMike Tyson

Geboren am30.06.1966

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBrooklyn, New York (USA).