Biografie

Vitali Klitschko

Der promovierte Sportwissenschaftler vollzog eine glänzende Box-Karriere. Er war 1998/99 Europameister und 1999 bis 2000 WBO-Weltmeister im Schwergewicht. 2004 wurde er WBC-Weltmeister im Schwergewicht. Im November 2005 gab er überraschend seinen Rücktritt aus dem Boxsport bekannt. In seiner Karriere erzielte er in 37 Kämpfen 35 Siege, 34 davon mit K.o. bei 2 Niederlagen. 2006 kandidierte er ohne Erfolg für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Kiew. Vitali Klitschko widmet sich der Sportpädagogik und ist Repräsentant des UNESCO-Projekts "Bildung für Kinder in Not"...

Bedeutende Vertreter des Boxsports
Vitali Klitschko wurde am 19. Juli 1971 als Sohn von Wladimir und Nadja Klitschko in Kiew (Ukraine, ehemals UdSSR) geboren.

Nach der Schule studierte Klitschko Sportwissenschaften an der Universität Kiew. Er schloss das Studium mit der Promotion ab. Im Anschluss an das Studium begann sich Klitschko dem Boxsport zuzuwenden, dem schon längere Zeit seine Leidenschaft galt. In den 1990er Jahren kämpfte sich der Sportwissenschaftler vom Amateur- zum Profi-Boxer hoch. In der Amateurliga bestand er insgesamt 210 Kämpfe, von denen er 195 gewann. Darunter errang er gegen 80 Gegner einen K.o.-Sieg. 1998 gewann Klitschko den WBO-Titel des Intercontinental Champion im Schwergewicht.

Ebenfalls 1998 wurde der Boxer zum Europäischen Meister seiner Disziplin, als der er bis 1999 anerkannt war. Im Jahr 1999 stieg Vitali Klitschko zum WBO-Weltmeister im Schwergewicht auf; als solcher konnte er sich bis 2000 behaupten. Am 21. Juni 2003 forderte Klitschko in einem aufsehenerregenden Kampf in Los Angeles den Weltmeister im Schwergewicht, Lennox Lewis, heraus. Er unterlag ihm jedoch wegen eines "technischen K.o.", obwohl er eigentlich in Führung lag: Nach der 6. Runde brach der Ringrichter den Kampf aufgrund einer Verletzung an der Augenbraue Klitschkos auf ärztliche Empfehlung ab.

Im April 2004 errang Vitaly Klitschko einen weiteren Weltmeistertitel im Schwergewicht, diesmal den des "World Boxing Councils" (WBC): In Los Angeles gewann Klitschko gegen Corrie Sanders durch technischen K.o. in der achten Runde. Neben seiner Boxer-Karriere zeigte Klitschko in Anknüpfung an seine akademische Ausbildung auch sportpädagogische Initiativen. Er veröffentlichte mehrere Abhandlungen etwa zur Grundsportausbildung. Der Pädagoge der Sportwissenschaften ist außerdem als Sportlehrer bei der "Universum Box-Promotion GmbH" in Hamburg tätig.

Gemeinsam mit seinem Bruder Wladimir Klitschko ist er Repräsentant des UNESCO-Projekts "Bildung für Kinder in Not" und offizieller Berater des ukrainischen Präsidenten Juschtschenko. Ebenfalls mit seinem Bruder gründete er 2004 die Promotion-Firma "K2-Promotion". Auf neuen Parkett bewegte sich Klitschko, als er gemeinsam mit seinem Bruder Wladimir im August 2004 Zeichentrickfiguren für Disneys "Die Kühe sind los" synchronisierte. Im Vorbereitungstraining zum Titelverteidigungskampf der WBC-Weltmeisterschaft am 12. November 2005 verletzte sich Vitali Klitschko so schwer am Knie, dass er überraschend seinen Rücktritt bekannt gab. Im Laufe seiner Profi-Karriere bestand er insgesamt 37 Kämpfe, aus denen er 35 Siege davontrug, 34 davon durch K.o.

Vitali Klitschko wurde am 1. Dezember 2005 mit dem "Bambi" in der Kategorie "Sport" ausgezeichnet. Am 26. März 2006 trat er bei der Wahl zum Bürgermeister der Stadt Kiew an und kandidierte für das ukrainische Parlament. Bei der Bürgermeisterwahl erzielte er 29% der Stimmen und verlor damit gegen Leonid Tschernowitzki (34%). Der Amtsinhaber Olexander Omelchenko erreichte 20%.

Seit 1996 ist Vitali Klitschko mit Natalia verheiratet, mit der er die beiden Kinder Egor-Daniel und Victoria bekam.


Bedeutende Vertreter des Boxsports

NameVitali Klitschko

Geboren am19.07.1971

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortKiew (Ukraine, ehemals UdSSR).