Biografie

Carl Lewis

Der US-amerikanische Sportler dominierte zwischen 1983 und 1996 mit mehreren Weltrekorden die Sportwelt. Mit neun olympischen Goldmedaillen avancierte Carl Lewis zum erfolgreichsten Leichtathleten. In Los Angeles gewann er 1984 Gold in 100 Meter, 200 Meter, Weitsprung und 4x 100 Meter. In Seoul 1988 gewann er Gold in 100 Meter und Weitsprung sowie Silber im 200 Meter-Lauf. In Barcelona 1992 gewann er Gold im Weitsprung und 4x 100 Meter. In Atlanta 1996 gewann er ebenfalls Gold im Weitsprung. Weltmeister wurde Carl Lewis 1983 in Helsinki in 100 Meter, Weitsprung sowie 4x 100 Meter; in Rom 1987 in 100 Meter, Weitsprung und 4x 100 Meter; in Tokio 1991 in 4x 100 Meter. 1999 wurde er von der IAAF als "Leichtathlet des Jahrhunderts" geehrt...
Carl Lewis wurde am 1. Juli 1961 in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama geboren.

Lewis begann mit dem gezielten Leichtathletiktraining als Vierzehnjähriger im Jahr 1975. Bereits vier Jahre später im Jahr 1979 stellte er mit der Weite von 8,49 Metern einen neuen Hallenweltrekord im Weitsprung auf. Im Jahr darauf schaffte er die Qualifikation zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 1980 in Moskau. Doch die Weltveranstaltung wurde von zahlreichen westlichen Staaten wegen des russischen Einmarsches in Afghanistan boykottiert. 1981 schaffte Lewis den Sprint in der 100-Meter-Distanz erstmals in 10,00 Sekunden. Zwei Jahre später wurde er in dieser Disziplin Weltmeister bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki. Weitere Siege trug er im Weitsprung und im 4 x 100-Meter-Staffel-Lauf davon.

Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles galt Carl Lewis als Favorit in den leichtathletischen Disziplinen. Er erfüllte die Erwartungen in vier Disziplinen und siegte im 100-Meter-Sprint, im 200-Meter-Sprint, im Weitsprung und im 4 x 100-Meter-Staffel-Lauf. Mit diesen Spitzenleistungen und Platzierungen erfüllte sich Carl Lewis selbst einen Wunsch: Er konnte mit dem Erfolg seines Vorbildes Jesse Owens an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin gleichziehen, der ebenfalls vier Medaillen an einer Olympiade gewann. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Jahr 1987 in Rom musste sich Carl Lewis dem Kanadier Ben Johnson im 100-Meter-Sprint geschlagen geben. Johnson schaffte die Kurzdistanz in sagenhaften 9,83 Sekunden, was neuer Weltrekord bedeutete.

Lewis wurde mit einer Zeit von 9,93 Sekunden, immerhin die Einstellung der vorigen Weltrekordzeit Zweiter bei diesem Laufwettbewerb. Er äußerte den Verdacht des Dopings bei Ben Johnson. In der Disziplin des Weitsprungs behielt Carl Lewis mit einer Weite von 8,67 Metern seinen Weltmeistertitel bei dieser Veranstaltung. An den Olympischen Spielen 1988 im südkoreanischen Seoul siegte abermals Ben Johnson in der leichtathletischen Königsdisziplin des 100-Meter-Sprints. Doch diesmal wurde ihm die Einnahme von Dopingmitteln nachgewiesen. Die Folge davon waren die Aberkennung des Weltrekords und des Weltmeistertitels. In diesem Rennen lief Carl Lewis eine Zeit von 9,92 Sekunden. Das bedeutete nach der Disqualifizierung Johnsons nicht nur neue Weltrekordzeit, sondern auch den ersten Platz bei diesen Olympischen Spielen.

Zu diesen Spielen holte sich Lewis ebenfalls die Goldmedaille im Weitsprung, und mit der Mannschaft seines Landes landete er beim Sprintstaffel-Lauf auf dem zweiten Platz. Einen neuen Weltrekord im 100-Meter-Lauf stellte Lewis bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio im Jahr 1991 mit seiner Zeit von 9,86 Sekunden auf. Im 4 x 100-Meter-Staffellauf holte er sich in der neuen Weltrekordzeit von 37,50 Sekunden gleichfalls Gold. Auf dieser Veranstaltung galt Lewis auch als Favorit in der Disziplin Weitsprung. Tatsächlich übersprang er die Markierung bei 8,91 Metern. Doch der zu hohe Anteil an Rückenwind machte diesen Sprung ungültig. Damit hätte Carl Lewis sein langjähriges Vorhaben erfüllt: die Einstellung des legendären Weitsprungrekords seines Landsmanns Bob Beaman bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko.

Beaman erzielte damals in der Höhenluft die lange Jahre unerreichbare Weltrekordweite von 8,90 m. Stattdessen holte sich der US-Amerikaner Mike Powell mit 8,94 Metern diesen leichtathletischen Weltruhm beim Weitsprung. Zu den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona war Carl Lewis für die Sprintdisziplinen durch Krankheit nicht qualifiziert. Er holte an diesem internationalen Wettbewerb jeweils Goldmedaillen im Weitsprung und in der 4 x 100-Meter-Staffel, an der er als Ersatzläufer teilnahm. Vier Jahre später bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta starte Lewis ebenfalls nicht an den Sprintwettbewerben, da ihm die Qualifikation fehlte. Doch im Weitsprung klappte es wieder mit einem Goldplatz – dafür war die Weite von 8,50 Metern ausreichend. In dieser Disziplin war das seine insgesamt neunte Goldmedaille bei Olympischen Spielen.

Das Atlanta-Gold bedeutete außerdem, dass er zum vierten Mal hintereinander den olympischen Sieg im Weitsprung davontrug. In dieser Leistungsbilanz zog er gleich mit dem US-Amerikaner Al Oerter, der in der Zeit von 1956 bis 1968 viermal Gold im Diskuswerfen erreichte.

Im Jahr 1999 wurde Carl Lewis zum "Leichtathlet des Jahrhunderts" geehrt.

NameCarl Lewis

Geboren am01.07.1961

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBirmingham, Alabama (USA).