Biografie

Lee Marvin

Der amerikanische Schauspieler vollzog nach einigen Bühnenerfolgen in den 1950er Jahren eine steile Karriere zum Hollywood-Star. Bis Mitte der 1960er Jahre war Marvin fast ausschließlich im Fernsehen zu sehen, trat jedoch 1962 auch im Westernklassiker "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" auf. Ob als Killer oder als brutaler Sergeant wurde er dabei auf die Rolle des klassischen Bösewichts festgelegt, der er nur selten entrann. Zu den besten Leistungen Marvins gehörte die Doppelrolle in "Cat Ballou", für die Lee Marvin 1965 den "Oscar" bekam. Musikalisch landete der Mime 1970 mit dem Titel "Wandrin' Star" einen Welterfolg...
Lee Marvin wurde am 19. Februar 1924 in New York City, USA geboren.

Marvin wuchs als Sohn eines Werbeleiters und einer Moderedakteurin auf. Noch vor Abschluss der Schule, die er mehrfach von New York bis Florida gewechselt hatte, meldete sich Marvin 1947 freiwillig zum US-Marine Corps. Während er im Südpazifik diente, wurde er verletzt. Nach einem Jahr Erholung kehrte er in die Staaten zurück, wo er als Installateur arbeitete. Hier wuchs sein Interesse am Schauspiel und er begann am "American Theater Wing" in New York zu lernen. Noch im selben Jahr, 1948, gab er sein Theaterdebüt beim Maverick Theatre in Woodstock. Zum großen Erfolg wurde Marvins Broadway-Debüt "Billy Budd".

Mit der Rolle des brutalen Gangsters "Vince Stone" in "Heißes Eisen" aus dem Jahr 1953 bekam er so viel Zuspruch, dass Marvin nur noch ähnliche Rollen angeboten bekam. Die ersten beiden Spielfilme drehte Marvin 1951 mit den Titeln "Teresa und die Männer" und neben Gary Cooper war er in "You´re in the Navy now" unter der Regie von Henry Hathaway zu sehen. Daneben verewigte er sich in anderen Streifen als Filmpartner von Marilyn Monroe und Hildegard Knef. So war Marvin jahrelang der personifizierte Bösewicht, bis er 1967 in "Point Blank" in die Haut des Einzelgängers "Walker" schlüpfte. In dieser Filmrolle flüchtete er vom Zuchthaus Alcatraz zum Festland, um Rache an seinem Ex-Partner zu nehmen, denn durch ihn hatte er sein Geld, seine Frau und fast sein Leben verloren.

Weitere Erfolgsfilme Marvins waren "Der Wilde" mit Marlon Brando und "Die Caine war ihr Schicksal" mit Humphrey Bogart. Besonderes Lob verdiente er sich durch die Darstellung des skeptischen aber eiskalten Killers in Don Siegels "Tod eines Killers" und mit "Das dreckige Dutzend" aus dem Jahr 1967. Die Rolle des "Bösen Buben" verfolgte ihn wie ein Schatten. Trotz alledem schien im Film durch das raue Äußere, dem Pokergesicht und dem verruchten Blick ein sensibler Charakterdarsteller durch, den er beispielsweise in der Rolle des Colonel in "Ardennen 1944" oder als Klarinettist in "Es geschah in der Nacht" unter Beweis stellte. Die Filme, in denen Marvins komisches Talent miteingebracht werden konnte, hoben sich gegenüber anderen Produktionen dieser Zeit ab.

Sein Auftritt als kauziger Bösewicht und Partner von John Wayne in "Comancheros" war durchaus ein Lichtblick im Western. 1970 versuchte Marvin in Joshua Logans Westernmusical "Westwärts zieht der Wind" hinter der polternden, torkelnden Trinker-Fassade sein eigentlich gutmütiges Wesen zu verstecken. Der Song "Wandrin' Star" aus diesem Film wurde ein internationaler Chart-Erfolg. Mit "Cat Ballou" landete Marvin einen weiteren Volltreffer schauspielerischer Kunst. Darin mimte er den berühmten Revolverhelden "Kid Shelleen" (Marvin), der damit beauftragt wurde, ein kleines Westernnest von einem üblen Schurken zu befreien, den er als seinen bösen Zwillingsbruder in einer Doppelrolle selbst darstellte.

Für die Doppelrolle wurde Marvin 1965 mit dem "Oscar" ausgezeichnet, wodurch er sich gegen die harte Konkurrenz jener Zeit wie etwa Laurence Kerr Olivier und Richard Burton durchsetzte. Seinen letzten gelungenen Auftritt legte Marvin in dem Polit-Thriller "Gorky Park" von 1983 vor. Die letzte Filmproduktion, in der er mitspielte, war der 1986 entstandene Streifen "Delta Force".

Lee Marvin starb am 29. August 1987 in Tucson, Arizona.
Filmographie(Auszug):

1951 - Teresa und die Männer
1951 - You´re in the Navy now
1952 - Wir sind gar nicht verheiratet
1953 - Der Wilde
1953 - Heises Eisen
1954 - Die Caine war ihr Schicksal
1955 - Es geschah in einer Nacht
1956 - Ardennen 1944
1957 - Das Land des Regenbaums
1957-1960 - TV Serie M Squad
1961 - Die Comancheros
1964 - Der Tod eines Killers
1965 - Cat Ballou
1967 - Das dreckige Duzend
1967 - Point Blank
1968 - Die Hölle sind wir
1970 - Monte Walsh
1972 - Zwei glücklose Cowboys
1973 - Ein Zug für zwei Halunken
1974 - Verflucht sind sie alle
1976 - Brüll den Teufel an
1976 - Gesetz des Westens
1978 - Superstunt (TV)
1979 - Avalanche Express
1980 - The Big Red One
1981 - Death Hunt
1982 - Bob Hope Laughs With the Movie Awards (TV)
1983 - Gorky Park
1984 - Canicule
1985 - The Dirty Dozen: The Next Mission (TV)
1986 - The Delta Force

NameLee Marvin

Geboren am19.02.1924

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortNew York, NY. (USA).

Verstorben am29.08.1987

TodesortTucson, Arizona (USA).