Biografie

Hildegard Knef

NameHildegard Knef

Geboren am28.12.1925

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortUlm (D).

Verstorben am01.02.2002

TodesortBerlin (D).

Hildegard Knef

Die deutsche Schauspielerin zählte zu den bedeutendsten Vertreterinnen des deutschen Kinos der 1940er und 1950er Jahre. Mit dem Image einer "Trümmerfrau" die verzweifelt nach Liebe sucht, avancierte Hildegard Knef zum wehmütigen Star. Ihren internationalen Durchbruch als Charakterdarstellerin feierte sie mit "Die Mörder sind unter uns" (1946). Als Prostituierte in der Titelrolle "Die Sünderin" (1950) löste sie einen Skandal aus, da sie wenige Sekunden Nackt zu sehen war. Größte Anerkennung verdiente sie sich darüber hinaus als Chansonsängerin und Autorin. Ihre Autobiografie "Der geschenkte Gaul" (1970) und "Das Urteil" (1975) wurden Bestseller. Zu Ihren erfolgreichsten Filmen zählen "Schnee am Kilimandscharo" (1952), "Verdammt zur Sünde" (1964) und "Jeder stirbt für sich allein" (1975)...
Hildegard Frieda Albertine Knef wurde am 28. Dezember 1925 in Ulm als Tochter eines Prokuristen geboren.

Nach dem Abschluss der Volksschule zog sie nach München. Hier absolvierte sie von 1942 an eine Ausbildung als Trickfilmzeichnerin in den UFA-Universal-Film AG Studios und studierte parallel an der Filmhochschule in Babelsberg Schauspielerei. Bei der UFA, die noch unter der Führung des Propagandaministers Josef Goebbels stand, startete sie auch ihre steile Karriere. In Hildegard Knef fand man die zweite Marlene Dietrich, da sie im Stande war als starke, sichere und schöne Frau Gefühle zu zeigen, die die Menschen anrührten. So geschehen in ihrer ersten kleinen Filmrolle "Unter den Brücken" aus dem Jahr 1945. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ließ sie sich in Berlin nieder, wo sie am Theater "Tribüne" am Kurfürstendamm ihr erstes Engagement erhielt.

Im Jahr 1946 stand sie für "Die Mörder sind unter uns" wieder vor einer Kinokamera. Der Streifen zählte zu den ersten deutschen Nachkriegsarbeiten und bescherte Hildegard Knef den internationalen Durchbruch. Hier verkörperte sie in der Hauptrolle eine ehemalige KZ-Inhaftierte, die ihren Freund und Kriegsheimkehrer daran hindert ihren Peiniger zu ermorden. Gefilmt wurde die dramatische Geschichte in der Trümmerwüste des zerstörten Berlins. Insbesondere durch die Bilder, die an den Originalschauplätzen entstanden, erreichte der Stoff eine beklemmende Realitätsnähe, welche dem Film im Ausland größte Beachtung zukommen ließ. Für ihre Mitarbeit in der Kinoproduktion "Film ohne Titel" 1947 wurde Hildegard Knef 1948 bei den Filmfestspielen in Locarno mit der Auszeichnung "Beste weibliche Hauptrolle" bedacht. 1951 entstand mit ihr der Streifen "Die Sünderin", eine ihrer international populärsten und umstrittensten Arbeiten.

In der sozialkritischen Arbeit "Die Sünderin" verkörperte sie in der Hauptrolle die Prostituierte "Marina", die ihrem Freund Sterbehilfe leistet. Darüber hinaus enthielt das Werk eine Nacktaufnahme von Knef, was die endgültige Meinungsteilung von Kirche, Moralisten und Bevölkerung zur Folge hatte. Nach niederschmetternden Kritiken der Presse und gewaltsamen Protesten vor und in den Kinos, wurde "Die Sünderin" vorzeitig abgesetzt. Aufgrund der Ereignisse wurde man in den USA auf den umstrittenen Stoff und auf Hildegard Knef aufmerksam. Nachdem "Die Sünderin" auch in amerikanischen Kinos gezeigt wurde, avancierte sie in den Staaten zu einer akzeptierten Filmgröße. So startete 1951 der Film "Entscheidung vor Morgengrauen" fast zeitgleich auch in Amerika und Hildegard Knef erwies sich als Kassenmagnet.

Derart gestärkt folgten ab 1952 zahlreiche Hollywood-Produktionen wie "Schnee am Kilimandscharo" mit Gregory Peck, die Hildegard Knef zu den wenigen deutschen Schauspielern zählen lässt, die internationale Anerkennung fanden. 1954 feierte sie in dem Theaterstück "Seidenstrümpfe" in der Hauptrolle der "Ninotschka" ihr Broadway-Debüt. Mit über 650 Aufführungen die sie bis 1954 begleitete, spielte sie sich in die Herzen der New Yorker und wurde endgültig zum Star erhoben. In den 1960er Jahren feiere man sie in Filmen wie der "Die Dreigroschenoper" und "Wartezimmer". Zu ihrem letzten großen Kinofilm wurde 1964 "Verdammt zur Sünde". Ebenso veröffentlichte sie 1964 den Roman "Die Festung". Des Weiteren machte sie Schlagzeilen als Chansonsängerin, deren Texte sie selbst verfasste. Ihre Stücke, die sie mit einer unverwechselbar rauchigen Whiskey-Stimme vortrug, erreichten Kultstatus. Nach zahlreichen erfolgreichen Aufnahmen wurde sie 1968 als "Beste deutschsprachige Sängerin" ausgezeichnet.

Im Jahr 1969 erschien die Fernsehdokumentation "Die Knef. Bericht über ein Konzert", in der Hildegard Knef als Chansonsängerin vorgestellt wurde. 1970 veröffentlichte sie ihre literarisch gewürdigte Autobiografie "Der geschenkte Gaul". Nach einer Krebsdiagnose Anfang der 1970er Jahre musste sie 1973 eine Brustoperation überstehen. Zwei Jahre später spielte sie wieder in der Romanverfilmung "Jeder stirbt für sich allein" von Hans Fallada. Kurz darauf veröffentlichte sie das Buch "Das Urteil", in welchem sie detailgenau auf ihren Umgang mit dem Krebs eingeht. Ein gesamtes Portrait ihrer Karriere erschien 1975 im Fernsehen mit dem Titel "Hildegard Knef und ihre Lieder". Hildegard Knef war dreimal verheiratet. Von 1947 bis 1952 mit Kurt Hirsch, von 1962 bis 1976 mit dem britischen Schauspieler David Cameron, der Vater ihrer Tochter Christina Antonia (1968), und von 1977 bis zu ihrem Tode mit Paul Freiherr von Schell zu Bauschlott.

Im Jahr 1982 entstand mit ihr der Fernsehfilm "Der Gärtner von Toulouse". Im Anschluss zog sie nach Los Angeles, wo sie bis 1989 lebte. In Deutschland entstand währenddessen ein weiteres Fernseh-Portrait mit dem Titel "Nein, ich gebe niemals auf". Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland lebte Hildegard Knef zurückgezogen und war kaum noch bei öffentlichen Anlässen oder Arbeiten zu sehen. Zu ihren letzten großen Auftritten zählte 1995 eine Film-Collage anlässlich ihres 70. Geburtstages unter dem Titel "Für mich soll's rote Rosen regnen".

Hildegard Knef verstarb in Folge einer Lungenentzündung am 1. Februar 2002 im Alter von 76 Jahren in Berlin.
1951 - Ein Herz ist zu verschenken

1952 - Illusionen

1952 - Das Lied vom einsamen Mädchen

1958 - La fille de Hambourg

1958 - Bal de Vienne

1958 - Das Mädchen aus Hamburg

1959 - A Nightingale Sang In Berkeley Square

1962 - Er war nie ein Kavalier

1962 - Aber schön war es doch

1963 - Mackie Messer

1963 - Es war beim Bal paré

1963 - Heimweh nach dem Kurfürstendamm

1963 - Eins und eins, das macht zwei

1964 - Sei doch so wie damals

1964 - Das geht beim ersten Mal vorbei

1965 - In dieser Stadt

1967 - Das waren schöne Zeiten

1967 - Einsam

1968 - Für mich soll's rote Rosen regnen

1971 - Christina

1972 - Auntie

1976 - Im Falle eines Falles

1979 - Der Mensch muß unter die Leute

1986 - Weißt du nicht mehr

1987 - Ways Of Love (mit Glenn Yarbrough)

1992 - Für mich soll's rote Rosen regnen

1993 - Sag mir wo die Blumen sind

1995 - Jene irritierte Auster / So oder so ist das Leben

1995 - Eins und eins, das macht zwei

1995 - Von nun an ging's bergab

1995 - Lausche mit dem Herz

2002 - Warum wohl


LP-Alben

1955 - Cole Porter: Silk Stockings

1961 - Hildegard Knef spricht Jean Cocteau: Die geliebte Stimme

1963 - Die Dreigroschenoper

1963 - So oder so ist das Leben

1964 - Die großen Erfolge

1964 - Hildegard Knef

1964 - Seitensprünge nach Noten

1964 - Ihre großen Erfolge

1964 - Illusionen

1964 - Germany’s Hildegard Kneff

1965 - Mrs. Dally

1965 - Hildegard Knef spricht und singt Tucholsky

1965 - Chansons mit Hildegard Knef

1966 - Ich seh die Welt durch deine Augen

1966 - So hat alles seinen Sinn

1966 - Die neue Knef – Tournee LIVE

1966 - Die große Knef

1967 - Halt mich fest

1967 - Hildegard Knef

1968 - Träume heißen du

1968 - Knef concert

1968 - Na und ...

1968 - Der Mond hatte frei

1969 - Love for Sale

1969 - Die großen Erfolge 2

1970 - Knef

1970 - Portrait in Musik

1970 - Hildegard Knef liest: Der geschenkte Gaul

1970 - Tapetenwechsel

1970 - Grand Gala

1970 - Hildegard Knef

1971 - From Here On In It Gets Rough

1971 - Worum geht’s hier eigentlich?

1971 - The World of Hildegard Knef

1971 - Gestern - Heute

1972 - Und ich dreh’ mich nochmal um

1972 - Texte, geschrieben und gelesen: Hildegard Knef

1973 - Portrait in Gold

1974 - Ich bin den weiten Weg gegangen

1975 - Das Urteil – Hildegard Knef liest aus ihrem Roman

1975 - Applaus

1975 - Star für Millionen: Hildegard Knef

1976 - Bei dir war es immer so schön

1976 - Die großen Erfolge

1976 - Grand Gala der Stars: Hildegard Knef

1977 - Lausige Zeiten

1977 - Goldene Serie: Hildegard Knef

1978 - Heimweh-Blues

1978 - Überall blühen Rosen

1979 - Eins & Eins

1979 - Wereldsuccessen

1979 - Profile: Hildegard Knef

1979 - 20 große Erfolge

1980 - Da ist eine Zeit ...

1980 - Tournee, Tournee ... Das Live-Album ihrer Konzertreise

1980 - Motive: Hildegard Knef

1980 - Star-Magazin: Hildegard Knef

1981 - Portrait: Hildegard Knef

1984 - Aber schön war es doch – 16 große Erfolge

1985 - Ihre Freunde nennen sie Hilde

1985 - Ihre 16 größten Erfolge

2002 - The Reform Sessions
1945 - Unter den Brücken

1945 - Fahrt ins Glück

1946 - Die Mörder sind unter uns

1947 - Film ohne Titel

1947 - Zwischen gestern und morgen

1951 - Die Sünderin

1951 - Nachts auf den Straßen

1951 - Es geschehen noch Wunder

1951 - Entscheidung vor Morgengrauen

1952 - Schnee am Kilimandscharo

1952 - Night Without Sleep

1952 - Illusion in Moll

1952 - Diplomatic Courier

1952 - Alraune

1953 - Gefährlicher Urlaub

1954 - Eine Liebesgeschichte

1954 - Geständnis unter vier Augen

1955 - Svengali

1955 - La Fête à Henriette

1958 - Madeleine und der Legionär

1959 - Der Mann, der sich verkaufte

1959 - La Fille de Hambourg

1960 - Die Furchtlosen von Parma

1962 - Lulu

1962 - Landru

1962 - Hipnosis

1962 - Die Dreigroschenoper

1963 - Katharina von Russland

1963 - Das Große Liebesspiel

1964 - Wartezimmer zum Jenseits

1964 - Verdammt zur Sünde

1964 - Gibraltar

1965 - Blonde Fracht für Sansibar

1968 - Bestien lauern vor Caracas

1975 - Jeder stirbt für sich allein

1978 - Fedora

1980 - Warum die UFOs unseren Salat
klauen

1984 - Flügel und Fesseln

1989 - Witchery
1949
Beste weibliche Darstellerin, "Film ohne Titel", Filmfestival Locarno

1953
Preis der französischen Filmkritik, "La Fête à Henriette"

1959
Verleihung des Bundesfilmpreises: Filmband in Silber für die beste weibliche Nebenrolle, "Der Mann, der sich verkaufte"

1968
Goldene Schallplatte

1969
Edison

1975
Bundesverdienstkreuz Erster Klasse "Verdienste um die Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland in der Welt"

1976
Goldene Filmpreisrolle als beste Schauspielerin "Jeder stirbt für sich allein", Karlovy Vary International Film Festival

1976
Mark-Twain-Preis für "Das Urteil"

1977
Bundesfilmpreis: Filmband in Gold für das Gesamtwerk

1980
Goldene Tulpe (NL)

1993
Helmut-Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf

1995
Großer Verdienstorden des Landes Berlin

1996
Kulturpreis der BZ, Lebenswerk

1996
Erste Trägerin des "Marlene"-Preises für Bühnenunterhaltung

1999
DIVA-Award, Lebenswerk

2000
Goldene Kamera, Lebenswerk

2000
Echo für, Lebenswerk

2001
Bambi für, Lebenswerk

NameHildegard Knef

Geboren am28.12.1925

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortUlm (D).

Verstorben am01.02.2002

TodesortBerlin (D).

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