Biografie

Kurt Masur

NameKurt Masur

Geboren am18.07.1927

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBrieg, Schlesien (PL).

Verstorben am19.12.2015

TodesortGreenwich, Con. (USA).

Kurt Masur

Der deutsche Dirigent zählte zu den international anerkannten Meistern seines Faches. Kurt Masur prägte in seiner Funktion des Gewandhauskapellmeisters maßgeblich die Musikkultur Leipzigs. Internationale Anerkennung fand er ab den 1970er Jahren durch die Umsetzung zahlreicher Stücke deutscher Komponisten. 1989 unterstützte Masur die Oppositionellen der DDR, indem er das Gewandhaus in Leipzig für Kundgebungen zur Verfügung stellte. Von 1991 bis 2002 wirkte er als Chefdirigent des New York Philharmonic Orchestra. 2000 wurde er Musikdirektor des London Philharmonic Orchestra. Seit 2002 hatte er auch die musikalische Leitung des Orchestre National de France in Paris inne...
Kurt Masur wurde am 18. Juli 1927, als Sohn eines Ingenieurs, in Brieg in Schlesien geboren.

Schon früh äußerte Kurt Masur, entgegen den elterlichen Bestrebungen, den Wunsch, Musiker zu werden. Mit 17 Jahren nahm er am Zweiten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende besuchte er von 1946 bis 1948 das Leipziger Konservatorium und studierte Klavier, Komposition und Dirigieren. Das Studium brachte Masur nicht zuende. Von 1948 bis 1951 war er Solorepetitor und Kapellmeister am Landestheater in Halle a.d. Saale. Ab 1953 dirigierte Masur an den Städtischen Theatern Leipzig, bis er 1955 als Dirigent der Dresdner Philharmonie tätig wurde. Walter Felsenstein ernannte ihn 1960 zum Ersten Kapellmeister an der Berliner Komischen Oper. Masur avancierte zu einem der wichtigsten Dirigenten der DDR.

Im Jahr 1964 kündigte er diesen Posten und wurde Chefdirigent der Dresdner Philharmoniker. Von 1970 bis 1997 war Kurt Masur Gewandhauskapellmeister in Leipzig - das Gewandhaus ist eine der ältesten bürgerlichen Kapellen Deutschlands. Zu den Stars dieser Kapelle gehörten auch Felix Mendelsohn und Wilhelm Furtwängler. Berühmt machten ihn seine Interpretationen der Sinfonien von Ludwig van Beethoven, Anton Bruckner und Robert Schumann. Ab 1974 spielte er auch in der Carnegie Hall, im Musikvereinssaal in Wien und im Amsterdamer Concertgebouw. Masur wurde 1981 Gastdirigent der New Yorker Philharmoniker. Nach langer Auseinandersetzung mit dem Staat, setzte Masur 1980/81 den Neubau des Gewandhauses durch.

Im Jahr 1982 wurde Masur mit dem Nationalpreis I. Klasse der DDR ausgezeichnet. Durch die erfolgreiche Arbeit Masurs erhielt sein Orchester Weltruhm. Er gab dem Gewandhaus einen eigenen Charakter und schuf damit einen Klang, der in der ganzen Welt als "Gewandhausklang" bekannt wurde. 1984 wurde er zum Ehrendoktor der Universität Leipzig ernannt. Ab 1989 unterstützte Masur Aktionen der SED-Opposition, indem er das Leipziger Gewandhaus für Diskussionen zur Verfügung stellte. Am 9. Oktober 1989 trug Masur mit dem Aufruf "Keine Gewalt!" wesentlich zur Stabilisierung der Lage während der Montagsdemonstration von 100.000 Leipzigern bei. Im selben Jahr wurde er zum Ehrensenator der Leipziger Hochschule für Musik, der "Felix Mendelssohn Bartholdy", ernannt.

Im Januar 1990 gehörte Masur zu den Gründern der Kulturstiftung Leipzig deren Präsidenten er bis 1995 stellte. 1991 wurde Masur bei den New Yorker Philharmoniker erster deutsche Chefdirigent und Nachfolger von Leonard Bernstein. 1996 erklärte er, dass er sein Amt als Gewandhaus-Kapellmeister niederlegen werde. Am 31. Dezember 1996 wurde er anlässlich seines letzten Dirigats als Gewandhaus-Kapellmeister zum Ehrendirigenten des Gewandhaus-Orchesters ernannt. Am 27. Februar 1997 wurde er aus dem Amt verabschiedet. Von 1991 bis 2002 wirkte er zudem als Chefdirigent des New York Philharmonic Orchestra. 2000 wurde er Musikdirektor des London Philharmonic Orchestra. Seit 2002 hat er auch die musikalische Leitung des Orchestre National de France in Paris inne.

Für sein musikalisches Schaffen wurde Kurt Masur mit den bedeutendsten internationalen Auszeichnungen bedacht: 1990 Ritter der Ehrenlegion, 1995 Bundesverdienstkreuz, 1996 Ehrengoldmedaille für Musik des Nationalen Kunstverbandes, 1997 Führer der Ehrenlegion, 1997 New York City Cultural Ambassador, 1999 Deutscher Fernsehpreis, 2002 Großes Verdienstkreuz mit Stern, 2005 Goldmedaille der Stadt Toulouse, 2006 Transatlantic Partnership Award der American Chamber of Commerce in Germany. 2010 wurde er mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. Zuletzt war er in dritter Ehe mit der japanischen Sopranistin Tomoko Sakurai verheiratet. Er wurde Vater von fünf Kindern.

Kurt Masur starb am 19. Dezember 2015 in GreenwichConnecticut, USA.
1990
Bambi, Deutscher Medienpreis

1990
Ritter der Ehrenlegion

1991
Hanns-Martin-Schleyer-Preis

1993
Musiker des Jahres des Musical America

1995
Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

1996
Ehrengoldmedaille für Musik des Nationalen Kunstverbandes

1997
Führer der Ehrenlegion

1997
New York City Cultural Ambassador

1998
Theodor Thomas Award

1999
Commander Cross of Merit der Republik Polen

1999
Deutscher Fernsehpreis

2000
Friedenstein-Preis der Gothaer Kulturstiftung

2002
Großes Verdienstkreuz mit Stern

2004
Westfälischer Friedenspreis

2005
Goldmedaille der Stadt Toulouse

2006
Tansatlantic Partnership Award

2007
Leipziger Mendelssohn-Preis, Lebenswerk

2007
Goldene Henne, Lebenswerk, Deutscher Medienpreis

2007
Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

NameKurt Masur

Geboren am18.07.1927

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBrieg, Schlesien (PL).

Verstorben am19.12.2015

TodesortGreenwich, Con. (USA).

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