Biografie

Leonard Bernstein

Der US-amerikanische Arrangeur, Komponist und Pianist gilt als großer Dirigent des 20. Jahrhunderts. Er dirigierte weltweit alle wichtigen Orchester und trat in den bedeutendsten Opernhäusern auf. Seine Kompositionen sind von großer Leidenschaft und einer außerordentlichen Formvielfalt geprägt. Leonard Bernsteins bekanntestes Musical-Werk trägt den Titel "West Side Story". Darüber hinaus zählte er zu den bedeutendsten Musikpädagogen der USA. Zu seinem Gesamtwerk gehören unter anderem Operetten, Symphonien, Opern und auch Filmmusiken. Seinen stilistischen Ausdruck prägten unterschiedliche Musikrichtungen, wie zum Beispiel Volksmusik, Songs, Choralweisen, Jazz und Balladen. Leonard Bernstein war ein sehr produktiver Komponist. Zu seinem Gesamtwerk gehören unter anderem auch drei Sinfonien, die Musicals "On the Town" (1944), "Wonderful Town" (1953) und "Candide" (1956)...
Leonard Bernstein wurde als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer am 25. August 1918 in Lawrence im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts geboren.

Bernstein besuchte die Harvard University und das "Curtis Institute" in Philadelphia. Er war Schüler von Walter Piston, der ihn in dem Fach Komposition unterrichtete. Das Fach Dirigieren lernte er bei Fritz Reiner und Sergej Kussewitzkij. Im Jahr 1943 hatte Bernstein seinen ersten Auftritt als Dirigent der New York Philharmoniker. Er vertrat den Dirigenten Bruno Walter. In den Jahren von 1945 bis 1948 war Leonard Bernstein musikalischer Direktor des New York City Center Orchestra. Im Anschluss daran nahm er bis zum Jahr 1955 eine Lehrtätigkeit am Berkshire Music Center in Tanglewood wahr und in den Jahren von 1951 bis 1956 an der Brandeis University. Weiterhin war er in der Zeit von 1958 bis 1969 Leiter des New Yorker Philharmonic Orchestra, mit dem er nicht nur als Dirigent, sondern auch als Pianist zahlreiche Aufnahmen absolvierte. 1969 zeichnete ihn das Orchester zum Ehrendirigenten aus.

Neben einer besonderst engen Verbindung zu den Wiener Philharmonikern und dem Israel Philharmonic Orchestra, hatte Bernstein Auftritte in allen großen Opernhäusern der Welt. Über seine bekannte Tätigkeit als Dirigent, Komponist und Pianist hinaus, machte er sich auch einen Namen als Vermittler von Musik. So machte er die Kompositionen von Gustav Mahler für ein breites Publikum bekannt, indem er die erste Gesamtaufnahme von Mahlers Sinfonien publizierte. Er brachte im Jahr 1952 Charles Ives zweite Sinfonie zur Uraufführung und begründete damit seine Popularität. Leonard Bernstein war einer der bedeutendsten Musikpädagogen der USA. Seinen musikpädagogischen Unterricht machte er durch die Fernsehsendung "Young People`s Cencerts" öffentlichkeitswirksam bekannt. Die Kompositionen des Musikers stecken voller Leidenschaft und zeichnen sich durch eine ungeheure Vielfalt aus. Seinen stilistischen Ausdruck prägten unterschiedliche Musikrichtungen, wie zum Beispiel Volksmusik, Songs, Choralweisen, Jazz und Balladen. Leonard Bernstein war ein sehr produktiver Komponist.

Zu seinem Gesamtwerk gehören unter anderem drei Sinfonien, die Musicals "On the Town" (1944), "Wonderful Town" (1953), "Candide" (1956) und "West Side Story" (1957), sein bekanntestes Musicalwerk. Darüber hinaus zählt die Oper "Trouble in Tahiti" (1952) dazu, die dann erweitert wurde zu dem Titel "A Quiet Place" (1984). Zu seinen Werken gehören weiterhin die Psalme "Chichester Psalms" (1965) für Chor und Orchester, die Balladen "Fancy Free" (1944) und "The Dybbuk Variations" (1974), "Mass" (1971) für Sänger, Tänzer und Musiker, das Multimediawerk "Messe" (1971) sowie der Liederzyklus "Arias and Barcarolles" (1989). 1985 wurde ihm der "Grammy Lifetime Achievement Award" überreicht. Seine praktischen Musik- und Kompositionstätigkeiten wurden bereits früh durch theoretische Werke begleitet. Zu Leonard Bernsteins wichtigsten Veröffentlichungen zählen unter anderem die Buch-Titel "The Joy of Music" (1959), "Young People's Concerts for Reading and Listening" als Buch seiner gleichnamigen Fernsehsendung, "The Infinite Variety of Music" (1966) und "The Unanswered Question" (1976) als Sammlung seiner Vorlesungen an der Harvard University.

Im Jahr 1982 erhielt er den Ehrenring der Stadt Wien und 1987 wurde ihm der Ernst von Siemens Musikpreis verliehen. 1988 wurde er mit dem Brahms-Preis der in Heide ansässigen Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein geehrt. Zu Herbert von Karajan pflegte er Zeitlebens eine freundschaftliche Rivalität; im Herbst 1989 leitete Bernstein die Gedenkstunde für Herbert von Karajan im Wiener Musikverein.

Leonard Bernstein starb am 14. Oktober 1990 in New York.

NameLeonard Bernstein

Geboren am25.08.1918

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortLawrence, Massachusetts (USA).

Verstorben am14.10.1990

TodesortNew York, NY. City (USA).