Biografie

Ludwig van Beethoven

Der deutsche Komponist zählt zu den Vollendern der Wiener Klassik. Seine Hinterlassenschaft von neun Symphonien, fünf Klavierkonzerten, 16 Streichquartetten, 32 Klaviersonaten, sowie der Oper "Fidelio" und zwei Messen, machte ihn zur zentralen Figur der Klassischen Musik und zum Wegbereiter der Romantik. Seine Kammermusik wurde als vollkommen neuartig bezeichnet. Er wurde darüber hinaus auch als Meister der Improvisation bekannt. Heute ist Ludwig van Beethoven, der seine letzten Jahre in völliger Taubheit verlebte, einer der meistaufgeführten Komponisten der Welt. Seine erhaltenen Konversationshefte geben eine tragische Vorstellung über das Empfinden eines vereinsamten Menschen und Genies...
Ludwig van Beethoven wurde am 17. Dezember 1770 in Bonn als Sohn einer Musikerfamilie väterlicherseits geboren.

Kurz vor seiner Geburt zog die Familie aus Brabant nach Bonn. Hier wuchs er auch auf und besuchte die Schule. Als Tenor sang er in der Bonner Hofkapelle. Von seinen sechs Geschwistern überlebten nur zwei. Mit dem Ziel, aus Ludwig van Beethoven, wie Wolfgang Amadeus Mozart, ein "Wunderkind" zu machen, begann der Vater, ihn im Klavierspiel, Orgel und Violine zu unterrichten. Beethoven wurde indes von seinem Vater regelmäßig geschlagen und misshandelt. Die Schule verließ er im Alter von elf Jahren. 1781 wurde er Schüler des Komponisten und Hoforganisten Christian Gottlob Neefe, und bereits nach wenigen Monaten wurde er sein Meisterschüler. Von Franz Anton Ries wurde er für die Violine ausgebildet.

Ab 1783 spielte er als Bratschist und Cembalist im kurfürstlichen Orchester. Eine feste Anstellung als Hoforganist erhielt er im Alter von 14 Jahren. Von Januar bis März 1787 hielt er sich, auf Einladung des Kurfürsten, zum ersten Mal in Wien auf. Durch familiäre Ereignisse war er jedoch gezwungen, nach einigen Wochen wieder nach Bonn zurück zu kehren. Kurz nach Beethovens Rückkehr nach Bonn starb seine Mutter im Juli 1787. 1789 schrieb sich Beethoven an der Universität Bonn ein. Im November 1794 brach Beethoven ein zweites Mal nach Wien auf. Nun wurde Beethoven Meisterschüler von Joseph Haydn und studierte darüber hinaus bei Antonio Salieri. 1795 trat Ludwig van Beethoven erstmals mit eigenen Klavierkompositionen in Häusern der Adelsschicht auf.

In kurzer Zeit verdiente er sich höchstes Ansehen und durch die Unterstützung seiner Förderer war es ihm nun möglich als freier Komponist zu arbeiten. 1796 unternahm er seine einzige Kunstreise nach Prag, Dresden und Berlin. Zu dieser Zeit machten sich auch erste Anzeichen einer sich ausweitenden Hörschädigung bemerkbar, die ihn immer mehr zu einem Einzelgänger werden ließ. 1802 entstand das "Heiligenstädter Testament", welches ein ergreifendes Dokument seiner Hilflosigkeit gegenüber den Ereignissen darstellt. In den kommenden Jahren war eine Unterhaltung mit Beethoven nur noch schriftlich möglich. Im November 1808 erhielt er einen Ruf als Kapellmeister nach Kassel. Darauf taten sich mehrere seiner Gönner zusammen, um ihn ab 1809 durch eine lebenslängliche Rente an Wien zu binden.

Am 8. Dezember 1813 wurde die 7. Sinfonie mit überwältigendem Erfolg uraufgeführt. Als 1815 sein Bruder Kaspar Karl starb, übernahm er die Vormundschaft für dessen Sohn Karl. Bis zum Jahr 1818 hatte Ludwig van Beethoven sein Gehör völlig verloren. Seine erhaltenen Konversationshefte geben eine tragische Vorstellung über das Empfinden eines vereinsamten Menschen und Genies. Zu seinen treuesten Freundinnen gehörte die Gräfin Anne-Marie Erdõdy (1779–1837). Zahlreiche seiner Werke sind ihr gewidmet. In den Jahren 1814 bis 1818 erlahmte Beethovens Produktion vorübergehend. In diesem Zeitraum traten nur ganz vereinzelt größere Kompositionen hervor. Krankheit und bitteres häusliches Leid hemmten seine Inspiration.

Nach Überwindung dieser Jahre der Entmutigung war er in mancher Beziehung verändert. Sein Empfinden war bei völliger Abgeschlossenheit gegen die Außenwelt verinnerlicht. Der bis in hohe Alter aktive Komponist wurde im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zu einem der berühmtesten Musiker Europas. Seine vom revolutionären Geiste erfüllten Sinfonien zählten bald zum dauerhaften Repertoire des Konzertlebens.

Ludwig van Beethoven starb am 26. März 1827 in Wien.

NameLudwig van Beethoven

Geboren am17.12.1770

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortBonn (D).

Verstorben am26.03.1827

TodesortWien (A).