Biografie

Anton Bruckner

Der österreichische Komponist ist einer der bedeutendsten Sinfoniker und gilt als Meistermusiker auf dem Gebiet der Kirchenmusik. Bezeichnend für Anton Bruckners Komponistenwerk sind die Verwendung der Generalpause als Gliederungsmittel, chorähnliche Themen in den Ecksätzen, die Großflächigkeit im Satzaufbau oder die langen Orgelpunkte. In den Scherzi favorisierte er ländliche Themen. Zu seinen Hauptwerken gehören zehn Sinfonien, drei große Messen sowie zahlreiche Chorwerke und Orgelkompositionen...
Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 im oberösterreichischen Ansfelden als Sohn eines Lehrers und Organisten geboren.

Bruckner besuchte nach dem Tod seines Vaters dreizehnjährig als Schüler und Sängerknabe das Augustinerchorherrenstift St. Florian. Ab dem Jahr 1840 ließ er sich in einem Präparandenkurs in Linz zum Lehrer ausbilden. In den Jahren von 1841 bis 1843 wurde er Hilfslehrer in Windhaag im Norden von Österreich. In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit der Fugenkunst von Johann Sebastian Bach und mit Volkstänzen. In der Zeit von 1843 bis 1845 war er als Lehrer in Kronsdorf tätig.

Im Anschluss unterrichtete er als Schulgehilfe in St. Florian. Im Jahr 1849 war er dort vorläufiger Stiftsorganist und Hilfslehrer. Zwei Jahre später nahm er diese Funktionen endgültig wahr. 1855 legte er die Prüfung zum Lehrer für Hauptschulen ab. Im gleichen Jahr verließ er das Stift und wurde ein Jahr später in Linz Domorganist. Zusätzlich absolvierte er eine musikalische Ausbildung als Schüler des Wiener Kontrapunktlehrers Simon Sechter. Dieses Studium ermöglichte ihm Bischof Franz Josef Rudigier.

Am 19. November 1861 bestand Bruckner die Prüfung an der Orgel der Piaristenkirche zu Wien. Im Jahr 1861 wurde Otto Kitzler erster Kapellmeister am Landesstädtischen Theater in Linz. In den Jahren von 1861 bis 1863 ließ sich Anton Bruckner von ihm in Instrumentation und Formenlehre unterrichten. Dabei machte er intensivere Bekanntschaft mit den Werken von Richard Wagner und Franz Liszt. Ab 1864 fand Bruckner zu seinem eigenen Kompositionsstil.

Im gleichen Jahr lernte er unter anderem die Werke des französischen Komponisten Hector Berlioz kennen. Bruckner ließ sich davon inspirieren und löste sich von der Stilstrenge, die ihm im Unterricht von Sechter aufgeprägt wurde. Im Sommer 1865 erlebte er die Uraufführung des Stückes „Tristan“ in München. Drei Jahre später trat er am Konservatorium in Wien die Nachfolge seines ehemaligen Lehrers Sechter an und wurde Professor für Generalbaß, Kontrapunkt und Orgel.

Im Jahr 1879 wurde er in die kaiserliche Hofkapelle aufgenommen. Ab 1876 hatte er an der Universität Wien eine Stelle als Lektor für Harmonielehre und Kontrapunkt. 1891 wurde Anton Bruckner mit der Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät in Wien geehrt. Die Stadt Linz zeichnete den Komponisten im Jahr 1894 mit der Ehrenbürgerschaft aus. Ab 1895 wurde ihm die Auszeichnung zuteil in Wien im Schloss Belvedere, das von Prinz Eugen erbaut wurde wohnen zu dürfen.

Anton Bruckner hat sich vor allen Dingen durch seine originellen Tondichtungen einen Namen gemacht sowie durch seine Virtuosität als Sinfoniker und Kirchenmusiker. Dennoch konnte er sich nur schwerlich durchsetzen, da er oftmals Ablehnungen erfuhr durch den einflussreichen Kritiker E. Hanslink. Als Sinfoniker nahm er sich Ludwig van Beethoven zum Vorbild. Aus seinen Werken, besonders aus seiner 9. Sinfonie, holte er sich Anregungen für die eigene Kompositionsweise. Daraufhin gestaltete Bruckner seine Einzelsätze größer als zuvor.

In der Kirchenmusik entwickelte Anton Bruckner einen modernen sinfonischen Messestil. Der Komponist schuf eine liturgisch-kirchenmusikalische Ausdruckssprache, der er den zeitgenössischen sinfonischen Charakter unterlegte. Seine Leistungen darin sind unter anderem die breiten melodischen Linien, Motivbildung und Sequentierung sowie die Doppelthematik. Bruckners Schaffen umfasste Chorwerke, Orchestermusik, Sinfonien und Kammermusik.

Zu seinen Hauptwerken zählen zehn Sinfonien, drei große Messen in D-Moll (1864), in E-Moll (1866) und in F-Moll (1867/68), ein Streichquintett F-Dur (1879), ein Te Deum in C-Dur (1881) sowie zahlreiche Chorwerke und Orgelkompositionen.

Anton Bruckner starb am 11. Oktober 1896 in Wien. Er wurde in der Krypta unter der Orgel des Stiftes St. Florian beigesetzt.

NameAnton Bruckner

Geboren am04.09.1824

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortAnsfelden (A)

Verstorben am11.10.1896

TodesortWien (A)

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