Biografie

Joaquin Phoenix

Der US-amerikanische Schauspieler avancierte in den 1990er Jahren zum Star. Seinen Durchbruch zum Charakterdarsteller markierte 2000 die Darstellung des römischen Kaisers Commodus in "Gladiator" neben Russel Crowe. Sein intensives Spiel, die Melancholie und Verletzlichkeit wurde nicht zuletzt von der eigenen Biografie getragen. Authentisch ließ er jene Stimmungen in die Verkörperung der Filmbiografie des Musikers Johnny Cash in "Walk the Line" einfließen, der vom Drogenkonsum gezeichnet zur Legende der Country-Musik aufstieg. Für den Film lernte er Gesang und Gitarrenspiel, wodurch Joaquin Phoenix alle Songs zum Film selbst einspielen konnte. Zu seinen populärsten Filmen zählen weiter "U-Turn – Kein Weg zurück" (1997), "It's All About Love " (2003), "The Village" (2004) und "We Own the Night" (2007)...
Joaquin Phoenix wurde als Joaquin Raphael Bottom als Sohn des Zimmermanns John Lee und der Sekretärin Arlyn Sharon Bottom am 28. Oktober 1974 in San Juan, Puerto Rico geboren.

Gemeinsam mit seinen vier Geschwistern wuchs er in bescheidenen und wirren aber behüteten Verhältnissen auf. Die Eltern waren seit Anfang der 1970er Jahre als Missionare der Sekte "Children of God" tätig und reisten mit ihren Kindern häufig durch Mittel- und Südamerika. Basierend auf ihrem Glauben wurden die Kinder als Veganer erzogen, auch ihre Namen lassen die strenge Erdverbundenheit der Eltern erkennen: Summer Joy (1978), Liberty Butterfly (1976), Rain Joan of Arc (1973) und River (1970-1993).

Gemeinsam mit seinen Geschwistern, musizierten sie in der Band "Aleka's Attic". 1977 verließ die Familie die Sekte, zog nach Los Angeles. Hier änderten sie ihren Familiennamen in Phoenix. Die Eltern bemühten sich nun, die Kinder mit kleinen Engagements in Werbespots unterzubringen. Schon früh zeigte sich das außergewöhnliche schauspielerische Talent aller Kinder. Besonders die Brüder Joaquin und River bekamen gemeinsame Rollen in der TV- Serie "Seven Brides for Seven Brothers". 1986 hatte Joaquin Phoenix sein Kinodebüt mit der Science Fiction- Komödie "Space Camp".

Zu dieser Zeit trennten sich seine Eltern und Joaquin ging für einige Zeit mit seinem Vater nach Mexiko. Anfang der 1990er Jahre war sein Bruder River Phoenix bereits ein gefeierter Star und galt als äußerst talentierter Nachwuchsschauspieler. Er starb am 31. Oktober 1993. Joaquin war anwesend, als sein Bruder infolge einer Überdosis Heroin vor einem Nachtclub in Los Angeles zusammenbrach. Auf den damals 19jährigen prasselte das öffentliche Interesse ein, zweifelhafte Rollenangebote versuchten aus dem Namen Phoenix Profit zu schlagen.

Um die Tragödie zu verarbeiten und der öffentlichen Hatz zu entgehen, zog sich Joaquin Phoenix für die nächsten zwei Jahre zurück. Seinen nächsten Kinofilm veröffentlichte er 1995 mit "To Die For", in dem er neben Nicole Kidman spielte. Auf das Talent des introvertiert und melancholisch wirkenden Jungen wurde auch Regisseur Oliver Stone aufmerksam, der ihm eine Rolle neben Sean Penn in "U-Turn" gab. Es folgten weitere erfolgreiche Produktionen neben namhaften Kollegen, den internationalen Durchbruch erreichte Joaquin Phoenix aber im Jahr 2000 mit dem mehrfach ausgezeichneten Historienfilm "Gladiator".

Besonderst erfolgreich und mit viel Lob bedacht wurde seine Hauptrolle in "The Village" aus dem Jahr 2004. Seine bisher bedeutendeste Rolle verkörperte Joaquin Phoenix in "Walk the Line". Mit besonderer Sensibilität stellt er das Leben der Country-Legende Johnny Cash dar, Reese Witherspoon verkörperte die Liebe seines Lebens, June Carter. In Vorbereitung zu den Dreharbeiten wurde er über mehrere Monate hinweg in Gesang und Gitarrenspiel unterrichtet, da Phoenix auch die Gesangsparts selbst übernahm. Für seine herausragende Leistung wurde er mit dem "Golden Globe" 2006 ausgezeichnet und für den "Oscar" nominiert.
1986 - Space Camp

1987 - Russkies

1995 - To Die For

1997 - Inventing the Abbotts

1997 - U-Turn

1997 - Für das Leben eines Freundes

1998 - Clay Pigeons

1998 - 8MM

2000 - The Yards

2000 - Gladiator

2000 - Quills - Macht der Besessenheit

2001 - Army Go Home!

2002 - It's All About Love

2002 - Signs - Zeichen

2004 - Im Feuer

2004 - The Village

2004 - Hotel Ruanda

2006 - Walk the Line
Joaquin Phoenix
c/o United Talent Agency
9560 Wilshire Boulevard
Suite 500
Beverly Hills, CA 90212
USA

NameJoaquin Phoenix

Geboren am28.10.1974

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortSan Juan (Puerto Rico)