Biografie

Hermann Göring

NameHermann Göring

Geboren am12.01.1893

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortRosenheim (D).

Verstorben am01.10.1946

TodesortNürnberg (D).

Hermann Göring

Der deutsche NS-Politiker, Jagdflieger und Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches galt im Nationalsozialismus als der zweitmächtigste Mann Deutschlands nach Adolf Hitler. Mit Heinrich Himmler und Joseph Goebbels war Hermann Göring der dritte Vertraute Hitlers, der von Beginn an dessen Weg treu gefolgt war. Ab 1933 betrieb er den Aufbau der Luftwaffe; ab 1936 als Generalbevollmächtigter für den Vierjahresplan. Mit Gründung der Gestapo 1933/34, organisierte Göring mit Himmler die Errichtung der Konzentrationslager. 1945 von Hitler wegen Hochverrats aus allen Ämtern enthoben, nahm er sich 1946 das Leben, nachdem er vom Internationalen Militärtribunal in Nürnberg zum Tode verurteilt wurde...
Hermann Göring wurde am 12. Januar 1893 im bayerischen Rosenheim als Sohn des Juristen Heinrich Göring und dessen Ehefrau Franziska Göring (geb. Tiefenbrunn) geboren.

Seine militärische Ausbildung beendete er im Jahr 1913 mit dem Abitur und Offiziersexamen an der Kadettenanstalt. Göring wurde 1915 an der Fliegerschule Freiburg zum Piloten und Jagdflieger ausgebildet. Daraufhin war er im Ersten Weltkrieg als Leutnant der Infanterie bei Mühlhausen im Elsass stationiert. Für seinen Einsatz erhielt er das Eiserne Kreuz Erster Klasse. Als Leiter der 27. Luftstaffel verdiente er sich außerdem den höchsten Kriegsorden (Pour le Mérite). Göring heiratete 1922 die Schwedin Carin von Kantzow, geb. Fock. Bei einer Protestkundgebung lernte er kurz darauf Adolf Hitler kennen. Er trat der NSDAP bei und wurde beim Aufbau der SA eingesetzt.

Nach dem Scheitern des Hitler-Putsches vom November 1923 gegen die Weimarer Demokratie, floh der schwerverletzte Göring nach Österreich und später nach Italien, von wo er wenig später infolge einer Amnestie nach Deutschland zurückkehren konnte. 1928 zog Göring für die NSDAP in den Reichstag. 1930 avancierte er zum politischen Berater Hitlers. Nachdem Hitler am 30. Januar 1933 die Regierungsgewalt übernommen hatte, wurde Göring zum Reichminister ernannt. Er erhielt die Befehlsgewalt über die preußische Polizei. Hohe Positionen wurden nun von Nationalsozialisten besetzt. Die Geheime Staatspolizei (GESTAPO) wurde gegründet. Am 29. April 1933 gründete Göring den Reichsluftschutzbund, im Mai erfolgte seine Ernennung zum Luftfahrtminister und "Reichsjägermeister mit Schwert".

Nach dem Tod seiner Frau Carin, zu deren Gedächtnis Göring 1934 nördlich von Berlin das Jagdschloss Carinhall errichten ließ, heiratete er 1935 die Schauspielerin Emmy Sonnemann, mit der er eine Tochter bekam. Zu Hitlers Geburtstag am 20. April 1936 wurde er zum Generaloberst befördert. Am 18. Oktober 1936 wurde Göring zum Leiter des Vierjahresplans ernannt. Damit war er faktisch Wirtschaftsdiktator in Deutschland. In den folgenden Jahren baute Göring mit Unterstützung Heinrich Himmlers und Reinhard Heydrichs den nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparat aus, dem zahlreiche politische Gegner, ethnische und soziale Minderheiten sowie vor allem große Teile der jüdischen Bevölkerung Deutschlands und Europas zum Opfer fallen sollten. 1937 gründete Göring die "Reichswerke Hermann-Göring".

Das Stahlunternehmen zur Produktion von Rüstungsstahl wurde bis 1944 der größte Stahlkonzern Europas. Am 1. September 1939 wurde Göring während einer Rede im Reichstag von Hitler zu seinem Nachfolger ernannt. Ein Jahr später, 1940, erfolgte seine Ernennung zum Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches, der die damals höchste militärische und politische Funktion nach Hitler darstellte. Im Zuge der 1942 stattfindenden Wannsee-Konferenz wurde die organisatorische Durchführung des Holocaust, d. h. der Ermordung der in Europa lebenden Juden, geplant. Göring befahl Heydrich, die Endlösung der Judenfrage auf Europa auszudehnen. Der Kriegsverlauf war indes von ersten schwerwiegenden Fehlschlägen im Kampf um England und Stalingrad gekennzeichnet. Trotz der zunehmenden Kritik an Görings Führungsqualitäten weigerte sich Hitler, ihn seines Amtes zu entheben.

Darauf versuchte Göring, nach dem Gesetz von 1934, die Nachfolge Hitlers anzutreten: Der Reichsmarschall hatte Hitlers Ankündigung, er werde bis zum Schluss in der Reichskanzlei bleiben, irrtümlich als Abdankung verstanden. In seinem politischen Testament vom 29. April 1945 stieß Hitler ihn aus allen Staatsämtern wie auch der NSDAP aus und ließ ihn letztendlich verhaften. Nach Hitlers Selbstmord wurde er im April 1945 aus der Haft entlassen. Am 8. Mai 1945 geriet Göring in amerikanische Gefangenschaft. Nach monatelangen Verhören wurde er vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg angeklagt. Dieser befand ihn am 1. Oktober 1946 in allen Punkten der Anklage für schuldig. Der Vollstreckung des Todesurteils kam Göring durch die Einname einer Zyankalikapsel zuvor.

Hermann Göring starb am 15. Oktober 1946 in Nürnberg durch Suizid.

(Eine nähere Darstellung der 1933-1945 in Europa begangenen Kriegsverbrechen und Vergehen gegen die Menschlichkeit, insbesondere des Genozids an den Juden und der Verfolgung anderer unerwünschter Bevölkerungsgruppen, muss hier unterbleiben. Der aus Gründen der schnellen und überschaubaren Informationsdarbietung begrenzte Rahmen unseres Lexikons würde jeden Versuch, den Holocaust und Massenmord in angemessener Weise zu thematisieren, ungenügend erscheinen lassen.)

NameHermann Göring

Geboren am12.01.1893

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortRosenheim (D).

Verstorben am01.10.1946

TodesortNürnberg (D).

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