Biografie

Reinhard Heydrich

NameReinhard Heydrich

Geboren am07.03.1904

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortHalle an der Saale

Verstorben am04.06.1942

TodesortTschechoslowakei

Reinhard Heydrich

Der gescheiterte Marineoffizier und spätere NS-Politiker war Obergruppenführer und General der Polizei, Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) und Stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Als Leiter eines beispiellosen Überwachungs- und Unterdrückungsapparats, war Reinhard Heydrich maßgeblich an der Durchführung der nationalsozialistischen Massenmorde verantwortlich. 1941 mit der so genannten "Endlösung der Judenfrage" beauftragt, stieg er zum eigentlichen Organisator des Holocaust auf. Somit leitete Heydrich am 20. Januar 1942 in Berlin die Wannsee-Konferenz. 1942 wurde er bei einem Attentat tödlich verletzt...
Reinhard Heydrich wurde am 7. März 1904 in Halle an der Saale Als Sohn des Opernsängers und Komponisten Bruno Heydrich und dessen Frau Elisabeth (geb. Krantz) geboren.

Nach dem Schulbesuch legte er 1921 das Abitur ab. Im selben Jahr wurde er auch Mitglied der "Deutschen völkischen Jungenschaft". 1922 trat er in die Reichsmarine ein, wo er vom Seekadetten zunächst zum Leutnant (1926), dann zum Oberleutnant (1928) aufstieg. Seine Militärlaufbahn erlitt im April 1931 einen abrupten Bruch, als er wegen eines nicht eingehaltenen Heiratsversprechens aus der Armee ausgeschlossen wurde. Im Zuge des aufkommenden Nationalsozialismus wurde Heydrich jedoch schon im Juli 1931 durch Heinrich Himmler mit dem Aufbau eines Nachrichtendienstes der NSDAP beauftragt.

Nach seinem Eintritt in die SS sah sich Heydrich bereits im Dezember desselben Jahres zum SS-Sturmbannführer erhoben. Im Juli 1932 wurde Heydrich zum SS-Standartenführer befördert und überdies zum Leiter des Sicherheitsdienstes (SD) ernannt. Er modellierte den SD nach dem Vorbild des Secret Service. Infolge der Machtübernahme durch die NSDAP im Januar 1933 war Heydrich vorübergehend als Führer zur besonderen Verwendung unter Himmler eingesetzt. Im März 1933 stieg er zum Leiter der Politischen Partei in München, einen Monat später der analogen Abteilung für ganz Bayern auf. Heydrich tat sich in der Folge durch eine gnadenlose Einschüchterungspolitik gegenüber oppositionellen Richtungen hervor, deren Mitglieder er in das Konzentrationslager Dachau einliefern ließ.

Schließlich übernahm er sukzessive und spätestens ab April 1934 auch die politischen Polizeien in den anderen deutschen Ländern. Nach dem gegen den SA-Führer Ernst Julius Röhm konstruierten sogenannten "Röhm-Putsch" sah sich Heydrich 1934 zum SS-Gruppenführer befördert. 1936 unterstützte er den Reichsführer SS Heinrich Himmler erfolgreich in seinem Kompetenzstreit gegen den Reichsinnenminister um die Leitung der Deutschen Polizei. Dafür wurde Heydrich die Führung des SS-Hauptamtes Sicherheitspolizei übertragen, womit er nun auch die Kriminalpolizei kontrollierte. Ende 1939 markierte die Errichtung des Reichssicherheitshauptamtes den Höhepunkt von Heydrichs Karriere als oberster Polizeifunktionär: In dem neuen Organ waren alle oberen Kommandostellen der Gestapo, Kriminalpolizei und des SD konzentriert, über die er nun als geballte Polizeimacht verfügte.

Mit ihr entwickelte Heydrich nicht nur nach innen gerichtete Maßnahmen gegen politische Gegner und andere unliebsame Bevölkerungsgruppen. Er leitete auch die SS-Kommandos, die nach Kriegsbeginn in den besetzten Gebieten zum Teil mit Unterstützung der Wehrmacht die massenhafte Ermordung der einheimischen Bevölkerung betrieben. Nachdem Heydrich im Juli 1941 mit der Durchführung der sogenannten "Endlösung der Judenfrage" beauftragt worden war, begannen die ihm unterstellten Einheiten mit den Massenmorden an der jüdischen Bevölkerung in der Sowjetunion. Im September 1941 wurde Heydrich durch persönliche Intervention von Adolf Hitler zum Stellvertretenden Reichsprotektor für Böhmen und Mähren erhoben. In der besetzten Tschechoslowakei wurde jedoch am 27. Mai 1942 ein Attentat auf ihn verübt.

Reinhard Heydrich starb eine Woche später, am 4. Juni 1942, an den Folgen des Anschlags. Sein Tod kostete im Zuge der anschließenden Vergeltungsmaßnahmen den männlichen Einwohnern des Dorfes Lidice sowie mehreren Tausend Tschechen und Juden aus Prag, Brünn, Theresienstadt und Berlin das Leben.

(Eine nähere Darstellung der 1933-1945 in Europa begangenen Kriegsverbrechen und Vergehen gegen die Menschlichkeit, insbesondere des Genozids an den Juden und der Verfolgung anderer unerwünschter Bevölkerungsgruppen, muss hier unterbleiben. Der aus Gründen der schnellen und überschaubaren Informationsdarbietung begrenzte Rahmen unseres Lexikons würde jeden Versuch, den Holocaust und Massenmord in angemessener Weise zu thematisieren, ungenügend erscheinen lassen.)

NameReinhard Heydrich

Geboren am07.03.1904

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortHalle an der Saale

Verstorben am04.06.1942

TodesortTschechoslowakei

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html