Biografie

Helmut Fischer

NameHelmut Fischer

Geboren am15.11.1926

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortMünchen (D).

Verstorben am14.06.1997

TodesortRiedering/Chiemgau (D).

Helmut Fischer

Der bayerische Volksschauspieler feierte seinen späten Durchbruch in der Rolle des Monaco Franze in der gleichnamigen zehnteiligen TV-Serie "Monaco Franze – Der ewige Stenz". Untrennbar ist seine Karriere mit der des Regisseurs Helmut Dietl verbunden, in dem Helmut Fischer seinen Endecker fand. Er verkörperte in seinen Rollen den charmanten Hallodri und Vorstadt-Casanova. Fischers Markenzeichen war sein staksiger Gang, der mit einem Bandscheibenschaden zusammenhing. Er hat sich als Münchner Original mit vielen liebenswerten Rollen in die Herzen des Publikums gespielt und avancierte zu einem der erfolgreichsten TV-Darstellern der 1980er und 1990er Jahre...
Helmut Fischer wurde am 15. November 1926 in München geboren.

Aufgewachsen ist Fischer in bescheidenen Verhältnissen als Sohn eines Kaufmanns und einer Stummfilmpianistin im Münchner Stadtteil Neuhausen. 1939 verließ er ohne Abschluss die Oberrealschule. Darauf trat er in die Schauspielschule von Otto Falckenberg ein, die er aber nach kurzer Zeit abbrach. In der Folgezeit arbeitete Fischer als Statist und Theaterschauspieler in kleinen Rollen. 1952 erfolgte sein Bühnendebüt in einer Hauptrolle am Würzburger Stadttheater als Albrecht III. in Hebbels Agnes Bernauer. Die Kritiker lehnen das Stück ab. In den folgenden Jahren blieben ihm tragende Rollen verwehrt. 1953 heiratete er die Tänzerin Utta Martin. Die Ehe sollte Zeit seines Lebens Bestand haben.

Unterdessen arbeitete Fischer als Filmkritiker bei der Münchner Abendzeitung. Erst nach rund 20 Jahren, in denen er nur in Nebenrollen am Theater und in kleineren Spielgruppen zu sehen war, erhielt Fischer vom Bayrischen Fernsehen 1961 die Rolle des Frisörs in der Ludwig Thomas TV-Komödie "Die Lokalbahn". 1972 trat er im ersten "Tatort" des Bayerischen Rundfunks als Assistent des damaligen Kriminaloberinspektors Veigl, gespielt von Gustl Bayrhammer, auf. Als Veigl pensioniert wurde, stieg Fischer 1981 zum Kriminalkommissar "Ludwig Lenz" auf und löste als solcher bis 1987 insgesamt sieben Fälle.

Im Jahr 1974 machte Helmut Fischer die Bekanntschaft mit Regisseur Helmut Dietl, woraus eine Freundschaft erwuchs. 1978 besetzte Dietel Helmut Fischer in der Hauptrolle der TV-Serie "Der ganz normale Wahnsinn", in der Fischer einen verhinderten Playboy verkörperte. Seinen späten Durchbruch als Schauspieler feierte er 1983 in der Serie "Monaco Franze – Der ewige Stenz" nach der Regie von Helmut Dietl und der Buchbeteiligung von Patrick Süskind. Binnen kurzer Zeit avancierte die Serie zum Quotenschlager des deutschen Fernsehens. In zehn Teilen verkörpert Fischer, an der Seite von Ruth Maria Kubitschek, Karl Obermayr und Erni Singerl, in unnachahmlicher Weise den leichtlebigen Charmeur und Frauenliebling, der es immer wieder schafft, die Situation mit einem Augenzwinkern und Lämmchen-Blick zu meistern.

Dieser Erfolg ließ Helmut Fischer zu einem der erfolgreichsten deutschen TV-Darsteller der 1980er und 1990er Jahre werden. Dabei wurde er immer wieder auf den Charakter des "ewigen Stenz" festgelegt. 1990 wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. 1987 spielte Fischer an der Seite von Thomas Gottschalk und Michael Winslow in der Kinoproduktion "Zärtliche Chaoten" eine der drei Hauptrollen. Von 1987 bis 1992 war er neben Veronika Fitz und Ilse Neubauer in der Serie "Die Hausmeisterin" zu sehen. Seine letzten Serienerfolge feierte er in der Erfolgsserie "Ein Schloss am Wörthersee", wo er den zerstreuten Nachlassverwalter Leo Laxeneder an der Seite von Uschi Glas mimte.

Im Jahr 1993 wurde er mit der "Romy" als "Beliebtester Schauspieler" ausgezeichnet. Im selben Jahr, 1993, wurde bei Helmut Fischer Krebs diagnostiziert. Er hielt diese Diagnose weitestgehend von der Öffentlichkeit fern. 1996 gab sich der Schauspieler unter anderem auch in die Behandlung des Krebs-Spezialisten Julius Hackethal. In dieser Zeit entstanden einige seiner erfolgreichsten Filme wie "Der Unschuldsengel" (1991) mit Hans Clarin und Iris Berben, "Fröhliche Geschichten" (1997) mit Reinhard Fendrich und die TV-Serie "Peter und Paul" (1992-1993) mit Hans Clarin. Ebenso spielte er in "Derrick", "Meister Eder und sein Pumuckl" und in "Lilli Lottofee".

Helmut Fischer starb am 14. Juni 1997 in Riedering im Chiemgau.

NameHelmut Fischer

Geboren am15.11.1926

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortMünchen (D).

Verstorben am14.06.1997

TodesortRiedering/Chiemgau (D).

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