Biografie

Judy Garland

Die US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin avancierte mit MGM ab den 1930er und 1940er Jahren zu einem der größten Hollywood-Stars der Filmgeschichte. Bereits als gefeierter Kinderstar in der Rolle der "Dorothy" in der Romanverfilmung "The Wizard of Oz" (1939) zeichnete Judy Garland das ambivalente Bild der Traumfabrik. Die "Oscar"- Gewinnerin war fünf Mal verheiratet. Sie absolvierte Drogentherapien und feierte indes neben ihrer Filmkarriere größte Erfolge als Sängerin in Musicals wie "Broadway Melodie 1950". Zu ihren populärsten Filmen zählen weiter "Love finds Andy Hardy" (1938), "Der Pirat" (1948) und "Ein neuer Stern an Himmel" (1954)...
Judy Garland, mit bürgerlichem Namen Frances Ethel Gumm, wurde am 19. Juni 1922 in Grand Rapids im US-Bundesstaat Minnesota als dritte Tochter eines Vaudeville-Künstlers geboren.

Schon mit zweieinhalb Jahren stand sie das erste Mal auf der Bühne. Sie besuchte Tanz- und Schauspielschulen und trat mit ihren Schwestern Mary Jane und Virginia als "Gumm Sisters" und später als "Garland Sisters" auf. Mit sieben Jahren trat sie 1929 zum ersten Mal in einem Film, in "The Big Revue" auf; sie sang darin das Stück "That's the good old sunny south". 1935 wurde sie von MGM unter Vertrag genommen. Ihren ersten Film "Every Sunday" drehte Judy Garland 1936. Ihren Durchbruch feierte sie an der Seite des jungen Mickey Rooney als "Betsy Booth" in "Love finds Andy Hardy". 1939 avancierte sie zum Star, als sie im Film "Der Zauberer von Oz" ("The Wizard of Oz") in der Hauptrolle der "Dorothy" zu sehen war und darin das Stück "Somewhere Over the Rainbow" interpretierte. Für ihre Darstellung erhielt sie den damals noch vergebenen "Juvenile Oscar" für jugendliche Darsteller. Der Titel "Somewhere Over The Rainbow" wurde darauf als erste Platte Garlands veröffentlicht.

Privat litt Judy Garland früh unter enormem Druck. So enthielt ihr Vertag mit dem Filmstudio MGM, von dem sie bald abhängig wurde, eine fristloses Kündigungsrecht wenn sich ihre Stimme oder ihre Figur verändern sollte. Unter dieser Situation nahm Judy Garland früh Tabletten oder trank Unmengen Alkohol. Die Folge waren Depressionen, Migräne und Wutausbrüche. 1950 wurde ihr der MGM-Vertrag gekündigt. Vorausgegangen war, ausgelöst durch ihre psychische Anspannung und ihr bislang unglücklich verlaufendes Privatleben, ein Selbstmordversuch. Garland war fünfmal verheiratet. Ihre Ehepartner waren: David Rose (1941 - 1945), Vincente Minnelli (1945 - 1951), Sidney Luft (1952 - 1965), Mark Herron (1965 - 1966) und Mickey Deans (1969). Aus der Ehe mit Minnelli wurde 1946 die gemeinsame Tochter Liza Minnelli geboren, die selbst ein gefeierter Star der Branche wurde. Mit Sid Luft wurde sie Mutter von zwei Kindern. Auch nach einer Psychotherapie und Entzugskuren besserte sich ihr Zustand nicht.

Dennoch feierte sie große Erfolge als Sängerin. Sie hat mehr als 1.500 Konzerte im Laufe ihres Lebens gegeben und galt über lange Jahre hinweg als bestbezahlte Bühnenkünstlerin der Welt. 1954 kehrte Judy Garland furios auf die Leinwand zurück. George Cukor besetzte sie in der Hauptrolle neben James Mason in "Ein neuer Stern am Himmel". Es gelang ihr ein furioses Comeback, und sie erhielt für die Rolle der "Vicky Lester" den "Golden Globe" als beste Musicaldarstellerin. Für ihr Konzert im Jahr 1961 in der New Yorker Carnegie Hall erhielt die den "Grammy Award", für eine Show mit Frank Sinatra 1962 die "Goldene Rose von Montreux". Eine weitere "Oscar"-Nominierung bekam Judy Garland 1961 als "Beste Nebendarstellerin" in "Urteil von Nürnberg". 1964 gab die Sängerin ein Konzert mit dem Titel "Judy Garland In Concert". In den 1960er Jahren wurde sie dann mit der CBS-Judy-Garland-Show im Fernsehen erfolgreich. Die letzten Lebensjahre verbrachte sie vorwiegend in London. Indes war sie häufig Gast in TV-Shows oder TV-Serienspielfilmen. Für den Film "Bretter, die die Welt bedeuten" stand sie im Jahr 1963 das letzte Mal vor der Kamera.

Judy Garland starb am 22. Juni 1969 im Alter von nur 47 Jahren.
1929 - The Big Revue

1930 - The Wedding Of Jack And Jill

1930 - A Holiday In Storyland

1930 - Bubbles

1935 - La Fiesta De Santa Barbara

1936 - Der springende Punkt

1936 - Every Sunday

1937 - Broadway Of Melody

1937 - Thoroughbreds Don't Cry

1937 - MGM Christmas Trailer

1938 - Love Finds Andy Hardy

1938 - Everybody Sing

1938 - Listen, Darling

1939 - Das zauberhafte Land

1939 - Theaterkinder

1940 - Andy Hardy Meets Debutante

1940 - Heiße Rhythmen in Chicago

1940 - Little Nellie Kelly

1940 - If I Forget You

1941 - Life Begins For Andy Hardy

1941 - Mädchen im Rampenlicht

1941 - Theaterkinder am Broadway

1942 - For Me And My Gal

1942 - We Must Have Music

1943 - Thousands Cheer

1943 - presenting Lily Mars

1943 - Girl Crazy

1944 - Heimweh nach St. Louis

1945 - Urlaub für die Liebe

1946 - Broadway Melodie

1946 - The Harvey Girls

1947 - Bis die Wolken vorüber zieh'n

1948 - Osterspaziergang

1948 - Words And Music

1948 - Der Pirat

1949 - Damals im Sommer

1950 - Moments In Music

1950 - Summer Stock

1954 - Ein neuer Stern am Himmel

1961 - Urteil von Nürnberg

1962 - Gay Purr-ee (Stimme)

1963 - Ein Kind wartet

1963 - TV-Serie: The Judy Garland Show

1963 - Bretter, die die Welt bedeuten

NameFrancis Gumm

AliasJudy Garland

Geboren am19.06.1922

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortGrand Rapids, Minnesota (USA).

Verstorben am22.06.1969

TodesortLondon