Biografie

Andreas Gursky

Der deutsche Fotokünstler zählt international zu den wichtigsten Fotografen. Sein künstlerisches Schaffen widmet er dem Verhältnis zwischen Mensch und Raum. Das Thema zieht sich wie ein roter faden durch sein Oeuvre und begründet sein Renommee. Andreas Gurskys photografische Aufnahmen zeigen größtenteils Kulturlandschaften, die menschliche Eingriffe in Natur und Umwelt betonen. Daher sind die meisten seiner Werke nie ohne Menschen. Zunächst suchte er seine Motive in der rheinischen Region und ab Ende der 1980er Jahre fotografierte er Objekte international in Europa, Amerika und Asien. Gursky erzielt mit seinen Fotos, für die sich auch Finanzinvestoren interessieren, mittlerweile siebenstellige Verkaufssummen. Er gehört damit zu den teuersten Fotografen...
Andreas Gursky wurde am 15. Januar 1955 in Leipzig als Sohn des Werbefotografen Willy Gursky geboren.

Die Familie flüchtete in den Westen, wo sie zunächst in Essen ein Fotoatelier betrieb. Dort studierte Andreas Gursky in der Zeit von 1978 bis 1981 an der Universität-Gesamthochschule Visuelle Kommunikation. Danach absolvierte er an der Kunstakademie Düsseldorf eine akademische Ausbildung, die er 1987 beendete. Während dieser Zeit war er zwei Jahre lang der Meisterschüler des Fotokünstlers Bernd Becher. Zunächst widmete sich Gursky der Kleinformat-Fotografie zu. Ab Ende der 1980er Jahre machte er seine Aufnahmen im Großformat und Anfang der 1990er Jahre setzte er zur Bearbeitung seiner Werke die Elektronik-Technologie ein. Gurskys Bilder stehen in der Tradition der Dokumentation. Sie präsentieren dem Betrachter unterschiedliche Objekte aus Architektur und Natur sowie Innenräume.

In seinen großformatigen Farbfotos steht aber nicht die Farbe im Vordergrund. Gursky legt dagegen viel wert auf fotografische Abbildungspräzision. Mithilfe der elektronischen Bildbearbeitung werden seine Bilder zu Montagen, die vielfach seine künstlerischen Effekte ausmachen. Grundthema seines künstlerischen Schaffens ist das Verhältnis von Mensch und Raum, das sein dekoratives wie komplexes Werk bis heute wie einen roten Faden durchzieht. Gurskys Bilder dokumentieren Strukturen, die auf menschliche Eingriffe zurückgehen, sowie Menschen in Räumen und Umgebung. Mit dem Wechsel zur großformatigen Fotografie geht auch ein Themenwechsel einher: Seine Werke zeigen nicht mehr behaglich-anheimelnde Motive aus Freizeit und Alltag oder kraftvolle Beziehungen zwischen Natur, Technik und Mensch, sondern aktuelle Massenerscheinungen.

In seinen neueren Werke abstrahiert Andreas Gursky mit Nachdruck fotografierte Gegenstände, indem er Relationen von Farbe und Fläche verstärkt herausarbeitet. Die Technik der fotografischen Distanzierung soll beim Betrachter den Eindruck gewollter Sachlichkeit hervorrufen. Mit dieser Haltung lichtet der Fotokünstler unter anderem Industrieanlagen, Börsenräume oder zeitgenössischen Landschaftsräume ab. Stets ist in solchen Aufnahmen die Präsenz menschlicher Gesellschaft latent vorhanden, aber nie analysiert oder bewertet der Künstler die dargestellten Motive darin. Zu seinen weiteren Motiven zählen ebenso Boxkämpfe, Supermärkte, Rennplätze oder Konzerte. Für den Erfolg seiner Bilder betreibt er oft einen spektakulären Aufwand, indem er Hubschrauber einsetzt oder Baukräne erklimmt.

Der renommierte Fotograf erzielt mit seinen Fotos, für die sich auch Finanzinvestoren interessieren, mittlerweile siebenstellige Verkaufssummen und gehört damit zu den teuersten Vertreter seiner Zunft. So wurde das Supermarktfoto "99 cent, II" 2006 für ca. 2,4 Millionen Dollar bei Phillips de Pury in New York versteigert Andreas Gursky wurde unter anderem mit folgenden Auszeichnungen bedacht: 1991 mit dem Renata-Preis, 1998 mit dem Fotografie-Preis der Citibank Private Bank, 2003 mit dem Wilhelm-Loth-Preis von Darmstadt, 2008 mit dem Kaiserring der Stadt Goslar und 2009 mit dem Kulturpreis "Berliner Bär". Gursky lebt und arbeitet in Düsseldorf.

NameAndreas Gursky

Geboren am15.01.1955

GeburtsortLeipzig (D).