Biografie

Farah Diba Pahlavi

Die ehemalige persische Kaiserin erlangte als dritte Frau des Schahs von Persien, Mohammed Reza Pahlavi, internationale Anerkennung als weltgewandte und emanzipierte Monarchin. Farah Diba war zugleich die erste und letzte Kaiserin, seitdem mit der islamischen Revolution 1979 die Monarchie abgeschafft wurde. Während iranische Oppositionelle im Ausland gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran protestierten, setzte sich die Kaiserin im Inland für die Befreiung der persischen Frauen aus mittelalterlichen Traditionen ein. Seit dem Sturz des Schah-Regimes lebt sie im Exil, von wo sie heute u.a. für das UNESCO-Programm "Kinder in Not" tätig ist...
Farah Diba wurde am 15. Oktober 1938 in Iranisch-Aserbaidschan geboren.

Der persische Schah, Mohammed Reza Pahlavi, hielt um die Hand der 21-Jährigen an, nachdem seine beiden vorangegangenen Ehen, u.a. mit Soraya Esfandiari Bachtiar, kinderlos geblieben waren. 1959 wurde die Hochzeit des Paares unter Aufmerksamkeit der internationalen Medien vollzogen. Farah Diba stand fortan als neue Kaiserin von Persien im Zentrum deren Interesses. Nur ein Jahr nach der Hochzeit wurde der lange ersehnte männlich Nachwuchs geboren, was nicht nur die Ehe, sondern auch die Thronfolge rettete.

Das Kaiserpaar bekam noch einen weiteren Sohn und eine Tochter, die aber früh verstarb. Neben ihren Mutterpflichten bewies die Kaiserin auch kulturelle Initiative: Farah gründete unter anderem ein Museum für moderne Kunst in der Hauptstadt Teheran. 1967 begleitete sie den Schah auf seinem Staatsbesuch in der Bundesrepublik und West-Berlin, wo sie sich massiven Protesten der Öffentlichkeit gegen die diktatorische Unterdrückung des persischen Volkes, das an Krankheiten, hoher Kindersterblichkeit, Hunger und Armut litt, gegenüber sahen.

Der Deutschlandbesuch des Herrscherpaares bildete den Auftakt der bundesdeutschen Studentenbewegung: Bei entsprechenden Demonstrationen in Berlin kam am 2. Juni 1967 der Student Benno Ohnesorg durch Schüsse eines Polizisten ums Leben. Dieses tragische Ereignis erregte international Aufsehen. Noch im selben Jahr publizierte die Studentin und spätere Terroristin Ulrike Meinhof einen offenen Brief an Farah Diba, in der Meinhof die Kaiserin auf die katastrophalen Zustände und das Elend in ihrem Land aufmerksam machte. Mit diesem Schreiben reagierte die engagierte Studentin auf einen Artikel in der Zeitschrift "Neue Revue", in dem die persische Regentin ihr Land von einer schöneren Seite gezeichnet hatte.

Die Pahlavi-Dynastie erlebte ihren Höhepunkt im Jahre 1971. Trotz der damals gefeierten wirtschaftlichen Fortschritte gab es innerhalb Persiens zunehmend Kritik an der Politik des Schah, da diese Fortschritte nicht allen zugute kamen und sich deshalb die wirtschaftlichen und sozialen Widersprüche zunehmend verschärften. So wurden indes die Proteste der islamischen Traditionalisten gegen den prowestlichen Herrscher immer lauter und heftiger. Sie steigerten sich bis zur Revolution von 1979, in der der Schah, seine Frau Farah Diba und ihre Kinder das Land verlassen mussten. Ein Jahr später starb Mohammed Reza Pahlavi in Kairo an Krebs.

Farah Diba lebt seither abwechselnd in Kairo, Frankreich und in den USA im Exil. Sie engagiert sich für das UNESCO-Kinderbildungsprogramm "Kinder in Not". Im Rahmen dieser Tätigkeit besuchte sie im November 2001 und im Juli 2002 Deutschland, um einer UNESCO-Gala in Neuss und einer Aufführung des Erfolgsmusicals "Elisabeth" in Essen beizuwohnen. Noch immer hofft die ehemalige Kaiserin von Persien, die sich heute Pahlavi nennt, auf die Rückkehr in den Iran. Eine solche Hoffnung verknüpft sie vor allem mit der Person und Funktion ihres ältesten Sohnes Reza als legitimen Schah-Nachfolger. 2006 veröffentlichte sie ihre Autobiografie mit dem Titel "Erinnerungen".

NameFarah Diba Pahlavi

AliasFarah von Persien

Geboren am15.10.1938

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortAserbaidschan (Persien/Iran)