Biografie

Soraya von Persien

Die deutsch-iranische Diplomatentochter erlangte als Kaiserin von Persien (1951-1958) internationale Aufmerksamkeit. Als solche war sie in den 1950er Jahren zentrales Thema der Regenbogenpresse, die sie die "Deutsche auf dem Pfauenthron" nannte. Schah Mohammed Reza Pahlavi trennte sich jedoch nach 7jähriger Ehe wegen deren Kinderlosigkeit von Soraya Esfandiary Bakhtiary. Doch auch noch lange Zeit danach stand die schöne Soraya im Mittelpunkt des Medieninteresses. Sie reiste durch die Welt und begann in Frankreich eine Karriere als Filmschauspielerin. Öffentliche Auftritte scheute sie indes. Auch verkehrte sie nur äußerst selten im internationalen Jetset. Privates Glück blieb ihr auch in späteren Jahren verwehrt, worauf sie an Selbstzweifel und Depressionen litt...
Soraya Esfandiary Bakhtiary wurde als Tochter von Fürst Khalil Esfandiary Bakhtiary, dem iranischen Botschafter in Deutschland, und seiner deutschen Frau Eva Carl am 22. Juli 1932 im persischen Isfahan geboren.

Soraya, deren Namen "Siebenstern" bedeutet, wuchs in vermögenden Familienverhältnissen auf. Der Vater war ein Angehöriger der Stammesfürsten-Familie der Bakhtiary-Nomaden. Der iranische Arzt nahm von 1951 bis 1961 die Funktion des kaiserlich-persischen Botschafters in Bonn wahr. Soraya verbrachte ihre Schulzeit in Schweizer und britischen Internaten. Der Schah von Persien verliebte sich in ein Foto der Schülerin, das zufällig in seine Hände gelangt war. Mohammed Reza Pahlavi war gerade von seiner ersten Frau Fawzia, der Schwester des ägyptischen Königs Faruk I., geschieden worden, weil sie ihm keinen männlichen Thronfolger hatte schenken können.

Der Herrscher lud Soraya zu sich nach Persien ein, wo sich die beiden ineinander verliebten. Im Oktober 1950 fand die Verlobung statt und ein Jahr später, am 12. Februar 1951, heiratete das Paar vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Sie trug damit den Titel Her Majesty (Malekeh) The Queen of Iran. Soraya, in der sich Reichtum und Schönheit vereinigten, wurde von der Presse als Märchenprinzessin und "Deutsche auf dem Pfauenthron" gefeiert. Als Kaiserin von Persien stand sie fortan im Mittelpunkt der Medien, die über jeden ihrer Schritte berichteten. 1955 wurde sie mit der Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Das Eheglück blieb jedoch von der Kinderlosigkeit der Verbindung überschattet. Nach ersten Trennungsgerüchten, die bereits 1954 entstanden waren, wurde die Ehe nach sieben Jahre am 6. April 1958 geschieden. Ihren späteren eigenen Angaben gemäß habe Soraya selbst um die Trennung gebeten, um im Interesse der Thronfolge den Weg für eine andere Verbindung freizumachen. Allerdings bedeutete es für die ehemalige Kaiserin eine Ironie des Schicksals und der Geschichte, dass der weitere politische Werdegang des Landes gerade eine solche Thronfolge obsolet werden ließ. Zu Sorayas Nachfolgerin an der Seite Rezas rückte im Jahr 1959 Farah Diba aus dem persischen Aserbaidschan auf.

Farah Diba schenkte dem Schah den so lange ersehnten männlichen Thronfolger. Auch nach der Trennung stand die schöne Soraya als Her Imperial Highness Princess Soraya of Iran im Blitzgewitter der Boulevard-Fotografen. Mit der Bekanntgabe der Trennung war auch ein Besuch bei ihren Eltern in Deutschland verbunden. Hier wurde ihr Leben von der Presse bis in Details systematisch beobachtet und analysiert. Gegen diese öffentliche Behandlung ihrer Person legte die persische Regierung massive Beschwerden ein. Die Bundesregierung erwog eine Strafrechtsnovelle, die eine derartige Berichterstattung zum Schutz der Persönlichkeit unterbinden sollte. Die sogenannte "Lex Soraya" passierte aber nie den Bundestag.

Nachdem sich die Wogen um ihre Ehe gelegt hatten, versuchte Soraya eine Schauspielkarriere in Frankreich aufzubauen. So war sie in dem Film "Three Faces of a Woman" zu sehen. Indes lernte sie die zweite große Liebe ihres Lebens kennen, den Schweizer Bankier Edmond Artar. Auf die Verbindung mit Artar folgte eine Beziehung zu Vocomte de Barbot. Beide Partner verübten Selbstmord. Das dramatische Ende ihrer Liebhaber lieferte den internationalen Medien, unter deren Beobachtung die Ex-Kaiserin nach wie vor stand, immer wieder neuen Stoff. Anfang der 1970er Jahre verliebte sie sich in den italienischen Regisseur Franco Indovina der 1972 bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam.

Als ab den 1980er Jahren das journalistische Interesse an ihrer Person nachließ, lebte sie eher zurückgezogen in ihren luxuriösen Anwesen. Soraya unterhielt Wohnsitze in Paris und dem spanischen Marbella. Öffentliche Auftritte scheute sie nun. Auch verkehrte sie äußerst selten im internationalen Jetset. In ihren späten Jahren litt Soraya an Selbstzweifeln und Depressionen.

Soraya Esfandiary Bakhtiary starb am 25. Oktober 2001 in ihrer Pariser Wohnung.

NameSoraya Esfandiary Bakhtiary

AliasSoraya von Persien

Geboren am22.07.1932

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortIsfahan (Persien/Iran)

Verstorben am25.10.2001

TodesortParis (F).