Biografie

Erwin Teufel

Der Politiker engagierte sich seit seinem 16. Lebensjahr bei der CDU in Baden-Württemberg, wo er in der Landes- und Parteipolitik eine steile Karriere vollzog. Erwin Teufel stellte von 1978 bis 1991 den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Stuttgarter Landtag, in dem er von 1972 bis 2005 ununterbrochen vertreten war. Als Regierungs- und CDU-Chef im "Ländle" sorgte Teufel in den Jahren 1991 bis 2005 für wirtschaftliche Prosperität in Zeiten allgemeiner Krise und Konjunkturschwäche. Nach seinem Rückzug aus der Politik widmet sich der bisher dienstälteste deutsche Ministerpräsident in einem Seniorenstudium philosophischen Fragen...

Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland
Erwin Teufel wurde am 4. September 1939 in Zimmern bei Rottweil als Sohn einer Bauernfamilie geboren.

Mit 16 Jahren trat Teufel der Jugendorganisation der CDU "Junge Union" bei. Nach der Schule mit Abitur machte er an der Verwaltungsfachschule in Haigerloch eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt. Als jüngster deutscher Bürgermeister wurde Teufel 1964 zum Bürgermeister der Gemeinde Spaichingen gewählt. 1972 zog er für den Wahlkreis Villingen-Schwenningen in den Landtag Baden-Württembergs ein, in dem er bis 2006 vertreten war. Es folgten mehrere politische Führungsämter in Stuttgarter Ministerien, bevor Teufel 1978 zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion berufen wurde.

Dieses Amt nahm er bis 1991 wahr. Im Zuge des Rücktritts des langjährigen "Landesvaters" Lothar Späth trat Teufel im Januar 1991 dessen Nachfolge an. Im Oktober 1991 wurde er zum Landesvorsitzenden der CDU gewählt. 1992 ging der baden-württembergische Ministerpräsident nach den Landtagswahlen eine Große Koalition mit der SPD ein. In den Jahren 1992 bis 1998 amtierte Teufel auch als stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU. 1996/97 war er Präsident des Bundesrats. Teufel konnte der CDU bei den Wahlen von 1996 wieder zu ihrer alten Stärke verhelfen und bildete im Anschluss eine Regierungskoalition mit der FDP, die auch aus den Wahlen von 2001 siegreich hervorging.

Neben seinen Funktionen in der Partei- und Landespolitik war Teufel auch in der europäischen Politik engagiert: Als deutscher Vertreter saß er 2002/03 im Europäischen Konvent, der die europäische Verfassung vorbereitete. Als Mitglied des Zentralkomitees deutscher Katholiken setzt er sich auch für die Belange seiner Kirche ein. Als baden-württembergischer Landeschef machte sich Teufel durch Wirtschaftsreformen, Fusionen im Energie-, Banken- und Rundfunkbereich sowie den Bau der neuen Messe Stuttgart einen Namen. Auch setzte er 2004 eine Verwaltungsreform im "Ländle" durch.

Infolge innerparteilicher Auseinandersetzungen in der baden-württembergischen CDU gab der dienstälteste Ministerpräsident Deutschlands im Herbst 2004 seinen Rücktritt zum 19. April 2005 als Regierungs- und CDU-Chef in Baden-Württemberg bekannt. Zu seinem Nachfolger wurde Günther Oettinger bestimmt, der das Amt des baden-württembergischen Ministerpräsidenten planmäßig im April 2005 antrat. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik nahm Teufel ein Philosophiestudium in Bayern auf. Außerdem engagiert er sich weiterhin im Kuratorium der "Stiftung Weltethos", die der katholische Theologe Hans Küng in Tübingen ins Leben gerufen hat.

Erwin Teufel ist mit seiner Frau Edeltraud verheiratet, mit der er vier erwachsene Kinder hat.


Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland

NameErwin Teufel

Geboren am04.09.1939

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortZimmern, Rottweil (D).