Biografie

Margaret Thatcher

NameMargaret Thatcher

Geboren am13.10.1925

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortGrantham, Lincolnshire (GB).

Verstorben am08.04.2013

TodesortLondon (GB).

Margaret Thatcher

Als erste Premierministerin von Großbritannien bestimmte sie für mehr als ein Jahrzehnt (1979-1990) die Politik des Königreiches, nachdem sie sich schon als Oppositionsführerin durch ihren energischen Einsatz größte innerpolitische Anerkennung erworben hatte. Margaret Thatcher erhöhte durch ihren entschlossenen Einsatz im Falkland-Konflikt ihr Ansehen als unbeugsame Kämpferin, was ihr den Beinamen "Eiserne Lady" bescherte. Die von ihr initiierte neoliberale und konservative Regierungspolitik ging als "Thatcherismus" in die politische Geschichte ein. Thatcher zeichnete sich vor allem durch eine restriktive Wirtschafts- und Sozialpolitik aus, die auf eine Bekämpfung der Inflation und auf einen Abbau des Sozialstaats ausgerichtet war sowie auf monetaristischen Grundsätzen basierte. Trotz zahlreicher Streiks und Demonstrationen im Inneren wurde sie mehrfach in ihrem Amt bestätigt...

Die Europäische Union (EU):
Mitgliedsstaaten und Regierungschefs
Margaret Hilda Thatcher, geb. Roberts, wurde am 13. Oktober 1925 in Grantham/England als Tochter eines Kolonialwarenhändlers, methodistischem Laienpredigers und des Bürgermeisters von Grantham und dessen Ehefrau, einer Hausschneiderin, geboren.

Aufgewachsen ist sie in bürgerlichen Verhältnissen bei ihren Eltern. 1946 machte sie ihren Abschuss in Chemie an dem Somerville College Oxford mit einem B.A. 1949 fügte sie den Abschluss B.Sc. und 1950 den M.A. hinzu. Im Anschluss wurde sie erste Präsidentin der konservativen Vereinigung der Studenten in Oxford. Von 1947 bis 1951 nahm sie Forschungstätigkeiten innerhalb der chemischen Industrie wahr. 1951 heiratete Roberts Denis Thatcher. Aus dieser Ehe gingen die Zwillinge Mark und Carol hervor. Noch im selben Jahr begann sie ihr Jura-Studium. 1954 erhielt sie ihre Zulassung zur Anwältin mit Spezifikation in Steuerrecht. Bereits 1950 und 1951 stellte sie sich im Wahlkreis Finchley / Nord-London für ein Unterhaus-Mandat. Dieses gewann sie jedoch erst 1959. Daraufhin blieb sie bis 1992 Abgeordnete im Parlament.

Von 1961 bis 1964 besetzte Thatcher unter der konservativen Regierung von Harold Macmillans (1894-1986) den Posten der parlamentarischen Sekretärin im Renten- und Versicherungsministerium. Im Anschluss wurde sie bis 1970 Sprecherin der konservativen Oppositionspartei im Unterhaus. Von 1970 bis 1974 war sie Ministerin für Erziehung und Wissenschaft, und dabei die einzige Frau im Kabinett von Premierminister Edward Heath. Ab 1974 wurde sie umwelt- und später finanzpolitische Sprecherin ihrer Partei. Am 11. Februar 1975 wurde Thatcher die Führung der Opposition im Unterhaus und der Vorsitz der konservativen Partei übertragen. Nach dem Rücktritt der Labour-Regierung unter James Callaghan erlangte die konservative Partei neue Stärke. Mit absoluter Mehrheit wurde Thatcher die erste Premierministerin Großbritanniens. 1982 stand die britische Außenpolitik im Zeichen des Falkland Krieges. Im argentinisch-britischen Konflikt um die Falkland-Inseln setzte Thatcher das Militär ein, um das Gebiet zurückzugewinnen.

Mitte Juni kapitulierten die argentinischen Truppen. Durch ihren entschlossenen Einsatz im Falkland-Konflikt gewann Thatcher innenpolitisch großes Ansehen, was ihr den Beinamen "Eiserne Lady" einbrachte. Trotz wirtschaftlicher Probleme in Großbritannien wurde Thatcher 1983 bei den Wahlen im Unterhaus in ihrem Amt bestätigt. Innenpolitisch verfolgte Thatcher auch weiterhin ihre monetaristische Wirtschaftspolitik. Sie reduzierte die staatlichen Ausgaben, trieb die Privatisierung staatlicher Betriebe voran und schränkte zugleich den Einfluss der Gewerkschaften ein. Dabei kam es zu innenpolitischen Konflikten, wie zum Beispiel einem ausgedehnten Streik der Drucker. Ebenso 1983 wurde sie Mitglied der Royal Society (FRS). Ab März 1984 kam es zum Streik der Bergarbeiter und von Juli bis September 1984 zum Streik der Hafen- und Dockarbeiter. Im Oktober 1984 führte die Terrorzelle der IRA Anschläge gegen Thatcher und weitere führende Mitglieder des Unterhauses aus, denen vier Menschen zum Opfer fielen.

Thatcher selbst blieb unverletzt. Am 19. Dezember unterzeichnete sie den Hongkong-Vertrag, der das Ende der Kronkolonie besiegelte und deren Rückgabe an China für 1997 festschrieb. Am 20. Januar 1986 gaben Thatcher und der französische Staatschef François Mitterand im nordfranzösischen Lille bekannt, dass mit dem Bau eines Eisenbahntunnels unter dem Ärmelkanal begonnen würde, der fortan beide Länder direkt miteinander verbinden solle. Außenpolitisch unterstützte Thatcher den amerikanischen Angriff auf Libyen und blieb, entgegen der Commonwealth- und der EG-Staaten, bei ihrer Anti-Sanktionspolitik gegenüber Südafrika. Bei vorgezogenen Neuwahlen im Juni 1987 konnte sich Thatcher erneut klar im Amt behaupten. Die Einführung einer Steuerreform 1988 und einer Reform des Schul- und Gesundheitswesens führten zu Protesten in der Bevölkerung. Allgemeine Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation, der erneuten Inflation und dem Abbau der sozialen Leistungen, führten innenpolitisch und innerparteilich zu Konflikten.

Eine fortscheitende europäische Integration Englands wies Thatcher in einer Rede in Brügge im September 1988 klar zurück. 1989 kam es zur Regierungskrise wegen der Entlassung des Außenministers Geoffrey Howe und des Rücktritts des Schatzkanzlers Nigel Lawson. Nach dem Fall der Berliner-Mauer im November 1989 setzte sich Thatcher bei den Siegermächten Frankreich, USA und der Sowjetunion für den Erhalt des "Status Quo" und gegen einen raschen Vollzug der deutschen Wiedervereinigung ein. Thatcher verlangte eine KSZE-Konferenz, eine Grenzgarantie für Polen und eine längere Übergangsperiode. Dazu nahm sie auch im März 1990 an den Zwei-Plus-Vier Gesprächen über die deutsche Einheit teil. Zu Beginn der Golfkrise setzte Thatcher neben den USA und Frankreich Truppen zur Befreiung Kuwaits ein. Thatcher bemängelte indes die fehlende Einsatzbereitschaft anderer Nato-Partner. In Bezug auf die Sozial- und Europapolitik entstanden innerhalb der konservativen Partei Konflikte und Spaltungstendenzen.

Im November 1990 erklärte Thatcher ihren Rücktritt als Parteivorsitzende und Premierministerin. Ihr Nachfolger im Amt wurde John Major. Thatcher erhielt den Preis der New Yorker Noel-Stiftung sowie den britischen Order of Merit. Im Januar 1991 übernahm sie den Vorsitz der "Brügge-Guppe", einer Vereinigung britischer Abgeordneter, die gegen ein Fortschreiten des europäischen Integrationsprozesses eintritt. Im selben Jahr wurde Thatcher Ehrenbürgerin von Westminster und erhielt den südafrikanischen "Orden der Guten Hoffnung Erster Klasse". Mit der Verleihung des Titels "Baroness of Kesteven" wurde sie im Juni 1992 in den nichterblichen Adel erhoben, wodurch sie auch einen Sitz im Oberhaus erhielt. Öffentlich übte Thatcher fortdauernde Kritik an der Europapolitik ihres Nachfolgers John Major und bezeichnete dabei Maastricht als "Vision von gestern". 1993 veröffentlichte sie den ersten Band ihrer Memoiren unter dem Titel: "The Downing Street Years". Der zweite Band ihrer Memoiren mit dem Titel "The Path to Power" erschien 1995.

Kurz darauf wurde sie in den "Hosenbandorden" aufgenommen. Im November 1999 nahm Thatcher in Prag an Gesprächen mit Staats- und Regierungschefs teil, die zehn Jahre nach dem Umsturz im Ostblock mit internationalem politischem Einfluss beteiligt waren. Margaret Thatcher, George Bush, Michail Gorbatschow, Helmut Kohl, Ronald Reagan und die Frau des verstorbenen französischen Staatschefs, Danielle Mitterand, erhielten in diesem Rahmen von Vaclav Havel den "Orden des weißen Löwen". Anlässlich ihres 80. Geburtstages wurde die ehemalige "Eiserne Lady", die aufgrund mehrerer Schlaganfälle inzwischen gesundheitlich schwer angeschlagen war, im Oktober 2005 eine offizielle Feierlichkeit unter Anwesenheit der Königin Elizabeth II. und des Premierministers Tony Blair zuteil.

Margaret Thatcher starb am 8. April 2013 in Londom im von Alter 87 Jahren.


Die Europäische Union (EU):
Mitgliedsstaaten und Regierungschefs

NameMargaret Thatcher

Geboren am13.10.1925

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortGrantham, Lincolnshire (GB).

Verstorben am08.04.2013

TodesortLondon (GB).

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