Biografie

Man Ray

NameEmanuel Radinsky

AliasMan Ray

Geboren am27.08.1890

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortPhiladelphia (USA).

Verstorben am18.11.1976

TodesortParis (F).

Man Ray

Der amerikanische Maler und Fotograf Emanuel Radinsky, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Man Ray, gilt als einer der kreativsten Künstler des 20 Jahrhunderts. In der Malerei orientierte er sich an den Strömungen des Dadaismus und Surrealismus. Man Ray übte die unterschiedlichsten Medien, wie Plastik, Collage, Druckgraphik, Film oder Poetik aus. Als Fotograf erreichte er Weltruhm und beeinflusste zeitgenössische wie nachfolgende Generationen von Fotografen. Seine Werke sind geprägt von einer bemerkenswerten ironischen Doppeldeutigkeit und Assoziationsvielfalt...
Man Ray wurde mit bürgerlichem Namen Emanuel Radinsky als Sohn eines jüdischen Schneiders am 27. August 1890 in Philadelphia, USA, geboren.

Emanuel Radinsky stammt aus einer russischen Familie, die in die Vereinigten Staaten emigrierte. Im Jahr 1897 zog er mit seiner Familie nach Brooklyn. Dort besuchte er die Schule. 1906 erhielt er ein College-Stipendium für ein Architekturstudium, doch er lehnte die Ausbildungsmöglichkeit ab. Er war in New York als Radierer und später in einem Büro tätig. Zur gleichen Zeit absolvierte er Abendkurse an der National Academy of Design. Anschließend war er in einer Werbeagentur beschäftigt und er betätigte sich für einen Verlag als Landkartenzeichner. In der Zeit von 1911 bis 1913 bildete er sich in Zeichenkursen im Ferrer Center weiter. Man Ray lernte in der Galerie "291" von Alfred Stieglitz die europäischen Avantgardisten und die Photographie kennen. 1914 heiratete er die Dichterin Adon Lacroix aus Belgien.

Im Jahr darauf organisierte er seine erste Einzelausstellung in der Daniel Gallery. In dieser Zeit begegnete ihm der französischen Künstler Marcel Duchamp, der auf ihn einen großen Eindruck hinterließ. In New York lernte er gleichfalls den französischen Maler Francis Picabia kennen. Man Ray, Picabia und Duchamp riefen die Dada-Bewegung in New York ins Leben. 1918 entstanden die ersten "Aerographien". Man Ray malte dabei mit einer Spritzpistole auf Photopapier. 1920 befand er sich neben Marcel Duchamp und Katherine Dreier unter den Mitbegründern der "Société Anonyme". Im Jahr darauf verließ er die Vereinigten Staaten und siedelte nach Paris über. Dort schloss er sich den Dadaisten an und wurde bald einer ihrer führendsten Köpfe.

In Paris fertigte er Portraits berühmter zeitgenössischer Persönlichkeiten an, vor allen Dingen der Surrealisten. Man Ray führte Experimente in der Photographie durch und entwickelte die sogenannte "Rayographie". Dabei handelt es sich um eine Methode, um ohne Kamera zu photographieren. Mit diesem Verfahren gelang es ihm, abstrakte Formen auf Photopapier zu bringen. Um das Jahr 1924 leitete sich der Surrealismus aus dem Dadaismus ab, und Ray Man trieb diese Entwicklung maßgeblich voran. In der Folge beteiligte er sich an den Ausstellungen der Surrealisten. Man Rays Modell wurde als "Kiki von Montparnass" bekannt. Sie regte ihn beispielsweise zu dem Rückenakt im Jahr 1924 entstandenen Titel "Le Violon d`Ingres" an, der zwei aufgemalte Schallöffnungen einer Violine zeigt.

Im Jahr 1926 fotografierte er für Zeitschriften, unter anderem die Haute-Couture-Sektion der Arts-Deco-Ausstellung. In den beiden Jahren 1932 und 1933 entstand das Werk mit dem Titel "A l`heure de l`observatoire – Les amoureux", das eine riesige Lippe über eine Landschaft schwebend am Himmel zeigt. 1934 entstand ein Schachbrett aus einer Fotomontage von Surrealisten; das Werk nannte Man Ray "L`echiquier surrealiste". 1938 fertigte er das berühmt gewordene "Imaginäre Portrait von D.A.F. Sade" an. Man Ray betätigte sich auch als Filmemacher. So entstand im Jahr 1928 der Streifen "L`Etoil de Mer" im avantgardistischen Stil sowie weitere Filme. Eines seiner berühmtesten Kunstobjekte trägt der Titel "Cadeau", ein Bügeleisen mit Nägeln auf der Unterseite.

Im Jahr 1940 verließ Man Ray Paris wieder. Er zog zunächst nach New York und siedelte dann nach Hollywood über. Dort hielt er Vorträge und übte eine Lehrtätigkeit aus. 1948 heiratete in Beverly Hills Juliet Browner. Die Hochzeit wurde zusammen mit der Hochzeit des deutsch-amerikanischen Malers Max Ernst gefeiert. 1951 ließ er sich abermals in Paris nieder. Dort in der französischen Kunstmetropole feierte er größere Erfolge als Künstler als in den Vereinigten Staaten. 1961 wurde er mit einer Goldmedaille auf der Biennale in Venedig ausgezeichnet. Zwei Jahre später kam seine Autobiographie mit dem Titel "Self Portrait" auf den Markt. In der deutschen Ausgabe lag sie erst im Jahr 1983 vor. Man Ray war nicht nur ein sehr vielseitiger Künstler, sondern auch sehr experimentierfreudig.

Sein Gesamtwerk lässt sich nicht in bestimmte Kategorien einordnen. Es zeichnet sich besonders durch seine ironische Doppeldeutigkeit und Assoziationsfreudigkeit aus. Immer spielen dabei auch irrationale Elemente eine Rolle. Zu seinen weiteren Tätigkeiten zählte die Beschäftigung als Modefotograf bei dem Pariser Modemacher Poiret.

Man Ray starb am 18. November 1976 in Paris.

NameEmanuel Radinsky

AliasMan Ray

Geboren am27.08.1890

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortPhiladelphia (USA).

Verstorben am18.11.1976

TodesortParis (F).

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