Biografie

Yves Montand

Der französische Schauspieler und Sänger italienischer Herkunft wurde im Kreis um Edith Piaf einer der beliebtesten Chansonniers Frankreichs. Mit seinem melodisch-melancholischen Gesang repräsentierte Yves Montand das Lebensgefühl der französischen Hauptstadt der 1950er und 1960er Jahre. Seinen internationalen Durchbruch feierte er in Filmen wie "Lohn der Angst", "Machen wir's mit Liebe" und "Wahl der Waffen", in denen er mit den renommiertesten Kollegen seiner Zeit zusammenarbeitete. Viele seiner Filme betrachtete er als politische Stellungnahme. Daneben engagierte sich Montand über Jahre für die Kommunistische Partei Frankreichs (KPF), mit der er jedoch 1982 nach dem Aufkommen der freien Gewerkschaft "Solidarnosc" in Polen brach…
Yves Montand wurde am 13. Oktober 1921 in Monsummano Terme in der Toskana als Sohn eines Italieners und einer französischen Mutter geboren.

Im Jahr 1924 siedelte die Familie nach Marseille über, wo der Vater einen Handwerksbetrieb eröffnete. 1928 erhielt auch er die französische Staatsbürgerschaft. Bereits in jungen Jahren verdiente er sich als Sänger in diversen Clubs der Stadt sein Geld. Nach dem Ende des Vichy-Regimes siedelte er nach Paris über. Dort wurde er von Edith Piaf entdeckt und später gefördert. 1945 erhielt Yves Montand im Pariser Théâtre de L´Etoile seine erste eigene abendfüllende Show, die ihn in Frankreich populär machte. Kurz darauf wurde er für den Film entdeckt und 1946 entstand mit ihm die Kinoproduktion "Pforten der Nacht". Von 1951 bis 1985 war Montand mit Simone Signoret verheiratet.

Der internationale Durchbruch als Schauspieler gelang ihm 1952 mit dem Streifen "Lohn der Angst", der darauf zum Klassiker avancierte. 1950 gehörte Yves Montand zu den Unterzeichnern des Stockholmer-Appells gegen die Stationierung von Atomwaffen in Europa. Auch nahm er fortan in seinen Arbeiten zu politischen Themen Stellung. Dabei galt sein Einsatz der Kommunistischen Partei Frankreichs (KPF). In dem Film "Der Krieg ist vorbei" sprach er sich gegen das Franco-Regime in Spanien aus. Politisch motiviert waren auch seine Rollen in den Filmen "Z", "Das Geständnis" (1970) und "Der unsichtbare Aufstand" (1972). Montands kommunistenfreundliche Auffassung fand mit dem Einmarsch der Armeen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei ein Ende.

Weitere große Film-Erfolge waren 1960 "Machen wir's mit Liebe" an der Seite von Marilyn Monroe sowie die Liebes-Komödie "Die schönen Wilden" mit Cathérine Deneuve aus dem Jahr 1975. Mit dem Film "Wahl der Waffen" entstand 1981 gemeinsam mit Cathérine Deneuve eine der letzten international beachteten Arbeiten mit Yves Montand. Der Schauspieler galt weiterhin als kämpferischer und kritischer Typ, der auch mit persönlicher Überzeugung hinter seinen Filmrollen stand. 1983 entstand unter der Regie von Claude Sautet der Film "Garçon!". Die Produktion von "IP5 - Insel der Dickhäuter" wurde seine letzte Rolle. 1992 erschien der Film postum in den Kinos.

Yves Montand starb am 9. November 1991 in Paris.
1946: Chanson der Liebe (Étoile sans lumière)
1946: Les portes de la nuit
1953: Lohn der Angst (Le salaire de la peur)
1955: Die Helden sind müde (Les héros sont fatigués)
1956: Frauen und Wölfe (Uomini e Lupi)
1957: Hexenjagd (Les Sorcières de Salem)
1960: Machen wir's in Liebe (Let's Make Love)
1961: Lieben Sie Brahms? (Goodbye Again)
1962: Meine Geisha (My Geisha)
1966: Der Krieg ist vorbei (La Guerre est finie)
1966: Grand Prix
1968: Z
1968: Pack den Tiger schnell am Schwanz
1968: On a Clear Day You Can See Forever
1970: Das Geständnis (L´aveu)
1970: Vier im roten Kreis (Le cercle rouge)
1971: Die dummen Streiche der Reichen (La folie des grandeurs)
1972: Tout va bien
1972: César und Rosalie (César et Rosalie)
1972: Der unsichtbare Aufstand (Etat de siège)
1972: Le fils
1973: Bonne Chance (Le hasard et la violence)
1974: Vincent, François, Paul und die anderen
1975: Die schönen Wilden (Le sauvage)
1976: Police Python 357
1977: Lohn der Giganten (La menace)
1977: Le grand escogriffe
1978: Les routes du sud
1979: Die Liebe einer Frau (Clair de femme)
1979: I wie Ikarus (I comme Icare)
1981: Wahl der Waffen (Le choix des armes)
1983: Garçon! Kollege kommt gleich! (Garçon!)
1986: Jean Florette (Jean de Florette)
1986: Manons Rache (Manon des sources)
1991: Rückkehr eines Toten ("Netchajev est de retour")
1992: IP5 – Insel der Dickhäuter

NameIvo Livi

AliasYves Montand

Geboren am13.10.1921

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortMonsummano Terme (I).

Verstorben am09.11.1991

TodesortParis (F).