Biografie

Caroline von (Hannover)

Die monegassische Prinzessin ist das erstgeborene Kind von Fürst Rainier III. von Monaco und Fürstin Gracia Patricia. Nach dem Unfalltod ihrer Mutter, der ehemaligen Filmschauspielerin Grace Kelly (1982), übernahm sie bereits in jungen Jahren die protokollarischen Pflichten der Landesfürstin des Stadtstaates Monte Carlo. 1999 heiratete sie in dritter Ehe Prinz Ernst August von Hannover. Aus dieser öffentlichen Funktion heraus führte Caroline von Hannover, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Prinzessin von Monaco vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einen längeren Kampf gegen die Boulevardpresse, dessen Sieg 2004 erhebliche Einschränkungen für die sogenannte Yellow-Press zum Schutz der Privatsphäre mit sich brachte...

Die europäischen Königs- und Fürstenhäuser
Die Europäische Union
Caroline Louise Marguerite Prinzessin von Hannover, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Prinzessin von Monaco, geborene Grimaldi, wurde am 23. Januar 1957 in Monte Carlo (Monaco) als erstes Kind des Fürsten Rainier III. von Monaco und der vormaligen Filmschauspielerin Grace Kelly geboren.

Nach dem Besuch von Schulen in Monaco, Großbritannien und Frankreich legte Caroline 1976 ihr englisches und französisches Abitur ab. Ab 1977 studierte Caroline an der Pariser Sorbonne Politische Wissenschaften, Psychologie und Philosophie. 1978 heiratete Caroline den Industriellen Philippe Junot, von dem sie sich nach nur zwei Jahren wieder scheiden ließ. Diese Ehe blieb kinderlos und wurde auf Betreiben Carolines von Papst Johannes Paul II. 1992 annulliert. Am 14. September 1982 verunglückte bei einem Autounfall Carolines Mutter Gracia Patricia tödlich, worauf die älteste Prinzessin die Rolle der Landesmutter übernahm. Mit dieser Funktion gewann Caroline auch die Schirmherrschaft der "Stiftung Prinzessin Gracia", in der auch ihre Schwester Stéphanie von Monaco vertreten ist. Auch wurde sie Vorsitzende des 1968 von ihrer Mutter gegründeten "Garden Clubs".

Im Jahr 1983 heiratete Caroline den italienischen Unternehmer Stefano Casiraghi, mit dem sie zusammen in Monaco lebte. Aus dieser Ehe gingen 1984 Sohn André Albert, 1986 Tochter Charlotte Marie und 1987 Sohn Pierre hervor. 1990 verunglückte Casiraghi bei einem Off-Shore-Rennen tödlich. 1993 wurde Caroline zur ersten Vorsitzenden der Kinderhilfsorganisation "Association Mondiale des Amis de l´Enfance" (AMADE) erhoben, die 1963 durch ihre Mutter ins Leben gerufen worden war. In ihrer Verteidigung gegen die verleumderischen Veröffentlichungen der Boulevardpresse erzielte die Prinzessin 1994 einen ersten Erfolg: Der Karlsruher Bundesgerichtshof gab Carolines Klage gegen den Burda-Verlag statt, der für unzulässige Veröffentlichungen über das Privatleben der Prinzessin in verschiedenen deutschen Illustrierten verantwortlich war.

Im Jahr 1996 wurde Caroline nach einer weiteren Klage gegen denselben Verlag das bisher höchste Schmerzensgeld in der deutschen Pressegeschichte gerichtlich zugesprochen. 1997 unterlag sie jedoch mit ihrer Klage gegen die "Bunte", die mehrere Fotos von ihr publiziert hatte. 1999 heiratete Caroline den deutschen Prinzen Ernst August von Hannover, wodurch ihr der Titel einer "Königlichen Hoheit Prinzessin Caroline von Hannover" verliehen wurde. Aus der Verbindung ging mit Alexandra Charlotte Ulrike Maryam Virginia Prinzessin von Hannover am 20. Juli 1999 ein weiteres Kind hervor. Ähnlich wie die Prinzessin lag auch ihr Gatte seit längerem in Konflikt mit der Presse, von der er wegen seines massiven Vorgehens gegen Reporter und Fotografen als "Prügel-Prinz" tituliert wurde.

Den bisherigen Höhepunkt des Pressekriegs markierten die Veröffentlichungen über das Fehlverhalten des Prinzen auf der "Expo 2000" in Hannover. Im Juli 2003 strengte die Prinzessin eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Bundesrepublik Deutschland an: Nach der unerlaubten Veröffentlichung von Fotos durch deutsche Boulevardblätter wollte Caroline prüfen lassen, ob das Privatleben durch die deutsche Gesetzgebung ausreichend geschützt sei. Caroline von Hannover wurde am 3. Dezember 2003 in Paris zur Unesco-Botschafterin ernannt. Im Juni 2004 erhielt Caroline in einem spektakulären Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte eine positive Entscheidung auf ihre Klage: Die Straßburger Richter erklärten eine Berichterstattung über Personen des öffentlichen Lebens künftig nur noch dann für zulässig, wenn es bei der Text- oder Bildnachricht um ihre öffentliche Funktion gehe. Das Privatleben wurde, soweit es nicht die offizielle Funktion der betreffenden Person berührt, für tabu erklärt.

Der Urteilsspruch löste eine Welle des Protestes seitens deutscher Medienvertreter aus. Die Bundesregierung ließ jedoch die Einspruchsfrist verstreichen, ohne gegen das Urteil Bedenken anzumelden. Stattdessen beschied auch der Bundesgerichtshof Anfang Oktober 2004 eine Klage Prinzessin Carolines wegen der unerlaubten Veröffentlichung von Fotos ihrer Tochter Alexandra in der deutschen Regenbogenpresse positiv: Alexandra wurde ein Rekord-Schmerzensgeld von 76.000 Euro zuerkannt. Nachdem somit die Schadenersatzansprüche der Prinzessin von deutscher Seite offiziell anerkannt waren, wurden Caroline durch einen Vergleich Ende Juli 2005 105.000 Euro aus der deutschen Staatskasse zur Begleichung der Gerichtskosten und weitere 10.000 Euro als Schmerzensgeld zuerkannt.

Als große Verehrerin des Balletts gründete Prinzessin Caroline das Monaco Dance Forum, welches den "Nijinsky Preis" an die besten Tänzer und Choreografen Europas vergibt. 2006 wurde John Neumeier für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Caroline und Ernst August leben abwechselnd in Monaco und Hannover.


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NameCaroline de Grimaldi

AliasCaroline von (Hannover)

Geboren am23.01.1957

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortMonte Carlo (MC).