Biografie

Axel Schulz

Der deutsche Boxer war der erfolgreichste Schwergewichtler in den neunziger Jahren. 1988 wurde Axel Schulz Amateurmeister in der DDR. Nach dem Wechsel ins Profilager wurde er 1992 deutscher Meister im Schwergewicht. Zu seinen Erfolgsbilanzen zählen drei Weltmeisterschaftskämpfe. Ein erfolgreiches Comeback scheiterte 2006 am US-amerikaner Brian Minto. In seiner Karriere erzielte er in 33 Profi-Kämpfen 26 Siege, 5 Niederlage bei 1 Unentschieden. Nach Beendigung seiner sportlichen Laufbahn wurde Axel Schulz als Schauspieler und Entertainer tätig. So wirkte er beispielsweise in Filmen wie "Ein starkes Team", "Tatort", "Küstenwache", "Klinikum Berlin Mitte" oder "Motorrad-Cops" mit. Aber auch in Kinofilmen wie dem Kinderfilm "Mozart" oder "Auf Herz und Nieren" war der ehemalige Boxer schon zu sehen. Er arbeitet ebenso als Kommentator bei Boxsportsendungen...
Axel Schulz wurde am 9. November 1968 im brandenburgischen Bad Saarow geboren.

Schulz begann mit dem Boxsport im Jahr 1979 als Elfjähriger. Drei Jahre später startete er für den Verein ASK Vorwärts Frankfurt/Oder. Im Jahr 1981 nahm er an den Jugendmeisterschaften in der DDR teil. Dort gewann der erst Dreizehnjährige erstmals den Titel. In der Folgezeit dominierte er den ostdeutschen Jugendboxsport. Bis zum Jahr 1985 holte sich Axel Schulz den DDR-Titel insgesamt fünfmal in Folge. Im Jahr darauf, 1986, trat er bei den Europameisterschaften 1986 in Dänemark an. In der Klasse Halbschwergewicht gewann Schulz den europäischen Juniorentitel. Axel Schulz wurde in diesem Klassement der beste Boxer Europas. Ab dem Jahr 1988 trainierte er bei dem bekannten Meistermacher Manfred Wolke. Im gleichen Jahr nahm er an den DDR-Meisterschaften im Schwergewicht der Senioren teil.

Auch in dieser Klasse gelang ihm auf Anhieb der Titelgewinn. 1989 beteiligte sich Schulz an den Europameisterschaften im Schwergewicht in Athen. Hier gelang ihm der erste internationale Erfolg in diesem Klassement. Er beendete die Veranstaltung mit der Silbermedaille. Im gleichen Jahr startete er bei den Schwergewichts-Weltmeisterschaften in Moskau. Axel Schulz erlangte die Bronzemedaille. 1990, nach dem Fall der Mauer, wechselte der Boxer ins Profilager. Als Amateur hatte er 98 Kämpfe bestritten, insgesamt 78 davon beendete er als Sieger. Seinen ersten Kampf als Profi führte er im gleichen Jahr gegen den ugandischen Boxer George Ajio, den er nach Punkten für sich entscheiden konnte. 1992 trat er gegen Bernd Friedrich in den Ring. Der Kampf in Kassel endete mit einem Sieg für Schulz und bedeutete den deutschen Meistertitel im Schwergewicht.

Im gleichen Jahr fand die Begegnung zwischen Axel Schulz und dem Briten Henry Akinwande statt. Es ging um den Titel des Europameisters 1992. Die Ringrichter plädierten auf Unentschieden. Ein Rückkampf fand im Jahr darauf statt, den Axel Schulz nach Punkten verlor. Zwei Jahre später, 1994, fand der Kampf zwischen Axel Schulz und dem US-amerikanischen Schwergewichtsmeister, dem 46-jährigen George Foreman, statt. Schulz verlor den Kampf nach einen umstrittenen Urteil der Kampfrichter, die Foreman zum Gewinner nach Punkten und somit auch zum neuen Schwergewichtsmeister machten. Gleichfalls im Jahr 1995 kämpfte Axel Schulz gegen den Südafrikaner François Botha um den freien Weltmeistertitel im Schwergewicht. Beide Boxer lieferten sich einen schwachen Kampf, doch Schulz musste wiederum eine Niederlage einstecken.

Kurz darauf wurde Botha die Einnahme von Dopingmitteln nachgewiesen. Der Kampf wurde annulliert. 1996 bestritt Axel Schulz einen weiteren WM-Kampf gegen den US-amerikanischen Boxer Michael Moorer. Moorer war ehemaliger IBF-Schwergewichts-Weltmeister und hatte seinen Titel im Jahr 1994 gegen George Foreman verloren. Auch in dieser Ringbegegnung konnte Schulz nicht überzeugen und verpasste abermals die Chance, Box-Weltmeister zu werden. Trotz seiner Niederlagen existierten hohe Publikumserwartungen an Axel Schulz, weitere Weltmeisterschaftskämpfe zu bestreiten. In der Folgezeit trat er im Jahr 1997 gegen den US-Amerikaner Jorge Valdes an, gegen der er gewinnen konnte. Es folgte im gleichen Jahr die Begegnung mit dem irischen Boxer Kevin McBride, den Schulz gleichfalls für sich entscheiden konnte.

Im Jahr darauf boxte er gegen den Briten Julius Francis und siegte erneut. Auch einen Sieg gegen den US-Amerikaner Richard Mason konnte der deutsche Schwergewichtsboxer verbuchen. Dann folgte der Kampf gegen den amtierenden Europameister, den Ukrainer Wladimir Klitschko, gegen den Axel Schulz eine klare KO-Niederlage hinnehmen musste. Nach dieser Begegnung beendete Schulz seine aktive Box-Laufbahn. Zu seiner Kampfbilanz als Profiboxer im Schwergewicht zählen 25 Siege, fünf Niederlagen und ein Unentschieden in insgesamt 31 Kämpfen. Nach Beendigung seiner sportlichen Laufbahn wurde Axel Schulz als Schauspieler und Entertainer tätig. So wirkte er beispielsweise in Filmen wie "Ein starkes Team", "Tatort", "Küstenwache", "Klinikum Berlin Mitte" oder "Motorrad-Cops" mit.

Aber auch in Kinofilmen wie dem Kinderfilm "Mozart" oder "Auf Herz und Nieren" war der ehemalige Boxer schon zu sehen. Er arbeitet ebenso als Kommentator bei Boxsportsendungen. Im Jahr 2000 wurde sein Kochbuch "Axel Schulz – Kochen mit Biss" herausgegeben. Ende 2005 wurde Schulz das Angebot zu einem Comeback unterbreitet, für das der Boxer dann in Amerika trainiert. Seinen Comeback-Kampf gegen den US-amerikaner Brian Minto am 25. November 2006 im Gerry-Weber-Stadion in Halle (Westfalen) verlor er in der sechsten Runde nach 1:30 Minuten durch technischen KO.

Axel Schulz ist seit März 2006 mit seiner Frau Patricia verheiratet, die im August 2006 die gemeinsame Tochter Paulina zur Welt brachte. Die Familie lebt in Cape Coral, Florida.


Bedeutende Vertreter des Boxsports

NameAxel Schulz

Geboren am09.11.1968

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortBad Saarow