Biografie

Annie Leibovitz

Die US-amerikanische Fotografin zählt zu den einflussreichsten Portraitistinnen unserer Zeit. Ihren Durchbruch feierte sie noch als Teenager, als sie Fotografin des damals noch politisch orientierten Musik-Magazins "Rolling Stone" wurde, dessen Cheffotografin sie von 1973 bis 1981 stellte. In den folgenden Jahren avancierte die medienscheue Annie Leibovitz durch die Portraitierung zahlreicher Musiklegenden zur internationalen Starfotografin. Neben inszenierten Porträts und Aktaufnahmen, wie von Demi Moore, Whoopie Goldberg oder Königin Elisabeth II., arbeitete Leibovitz zunehmend auch in der Reportage und Werbung. Zu ihren bekanntesten Fotografien gehören die Akt-Bilder von John Lennon mit Yoko Ono (Dezember, 1980), wenige Stunden vor Lennons Ermordung...
Annie Lou Leibovitz wurde am 2. Oktober 1949 in Westport, Connecticut, als Tochter von Samuel Leibovitz, Leutnant der US-Air Force, und Marylin Heit Leibovitz, einer Tanzlehrerin geboren.

Aufgewachsen ist sie in einer Großfamilie in Maryland. Nach Abschluss der High School zog sie nach San Francisco, um am Art Institute Kunst zu studieren. Auch fand sie hier ihre Leidenschaft zur Fotografie. Sie erwarb ihre erste Profikamera und besuchte neben ihrem Studium Fotografiekurse. Bereits in frühen Arbeiten, die ab Ende der 1960er Jahre entstanden, gelang es der Fotografin eindrucksvoll neue Sichtweisen entstehen zu lassen. Diese rührten aus spontan wirkenden Begegnungen oder Haltungen von Menschen, die sie in einer für ihr Gesamtwerk typischen neuen Bildkunst bannen konnte. Ihren Durchbruch feiere Leibovitz noch als Teenager 1969. Noch als neunzehnjährige Studentin begann sie für das Magazin "Rolling Stone" zu arbeiten, dessen künstlerisches Profil sie als Hausfotografin dann mehr als zehn Jahre lang entscheidend prägte.

In den Jahren 1973 bis 1981 stellte sie die Cheffotografin des damals noch politisch orientierten Musik-Magazins "Rolling Stone". 1975 begleitete sie als Fotografin die Rolling Stones auf ihrer Konzerttournee. International bekannt wurde Leibovitz, als sie in New York John Lennon und dessen Frau Yoko Ono fotografierte, unmittelbar vor Lennons Ermordung am 8. Dezember 1980 vor dessen Haus. In den folgenden Jahren bereiste sie die gesamten USA. Zahlreiche Portraitierungen von Jazz- und Rockmusikern folgten. Dazu zählen unter anderem Persönlichkeiten wie B.B. King, Johnny Cash oder Willie Nelson. Ebenso machte sich Annie Leibovitz einen Namen als Modefotografin. Zu ihren Auftraggebern zählten die renommiertesten Agenturen und Magazine wie "Vogue" oder "Vanity Fair". Viel beachtet wurden ihre Kampagnen für American Express (1987) und die Modefirma Gap (1988).

Weiter begleitete sie für Dokumentationen Künstler wie Alice Cooper auf ihren Tourneen und hielt die Musiker in Momenten "off stage" fest. 1989 wurde Annie Leibovitz mit dem "Infinity Award" für angewandte Fotografie des "International Center of Photography" ausgezeichnet. 1996 gab Leibovitz einen Band mit Sportlerporträts heraus. Der bildjournalistische Stil ihrer Aufnahmen prägte die Medien unserer Zeit nachhaltig. In den zahlreichen Bildbänden, die sie veröffentlichte, finden sich auch Bilder von amerikanischen und europäischen Prominenten des Films und der Musikszene. Die aufwändigen Inszenierungen von Leibovitz Aufnahmen von Stars und Künstlern wie David Byrne, Jeff Koons oder Clint Eastwood gewannen dabei zunehmend an Bedeutung.

Heute lebt die Künstlerin in New York. Privat war sie ab 1988 mit der Journalistin Susan Sontag liiert, die 2004 verstarb. 2013 wurde sie mit dem "Prinz-von-Asturien-Preis" in der Sparte Kommunikation und Humanwissenschaften ausgezeichnet.

NameAnnie Leibovitz

Geboren am02.10.1949

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortWestport, Conn. (USA).