Biografie

Yoko Ono

Die japanisch-amerikanische Künstlerin, Filmemacherin, Komponistin experimenteller Musik und Sängerin gilt als eine der populärsten Vertreterinnen der Fluxus-Bewegung. Die Tochter eines japanischen Bankiers wuchs in Japan und in den USA auf. In den 1960er Jahren nahm Yoko Ono in New York maßgeblichen Einfluss auf die experimentelle Kunstszene. In Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann und "Beatles"-Mitglied John Lennon avancierte die Action- und Avantgarde-Künstlerin auch zur Poplegende. Nach dem Tod Lennons im Jahr 1980 behauptete sich Ono als anerkannte Vertreterin der internationalen Kunst- und Musikszene, die außerdem als eine der reichsten Frauen der USA gilt. Immer wieder hatte sich Yoko Ono in öffentlichen Aktionen für Frieden und Menschenrechte eingesetzt...
Yoko Ono wurde am 18. Februar 1933 in Tokio (Japan) als Tochter eines Bankiers geboren.

Ono wuchs in luxuriösen Verhältnissen in der japanischen Hauptstadt auf, hielt sich aber von 1935 bis 1937 und von 1940 bis 1942 am Arbeitsort des Vaters in den USA auf. Ono besuchte die ausgesuchtesten Eliteschulen Japans. Zu Beginn der 1950er Jahren begann sie ein Studium der Philosophie, Kunst und Komposition an einem New Yorker College, das sie jedoch 1959 abbrach. Zwischenzeitlich hatte Ono 1956 den japanischen Pianisten Toshi Ichiyanagi geheiratet, von dem sie sich 1962 wieder trennte. Danach ging sie eine Beziehung mit dem Filmproduzenten Anthony Cox ein, mit dem sie eine Tochter hatte. Nach Abbruch der Studien begann Ono in der Musikszene New Yorks aktiv zu werden, wo sie mit eigenen Kompositionen neben John Cage auftrat.

Mit diesem unternahm sie auch 1952 eine Tournee durch Japan. In ihrer Kunst kombinierte Ono frühzeitig die Musikdarbietung mit anderen Kunstformen. Als Action-Künstlerin und Experimental-Filmerin beeinflusste sie mit zahlreichen Happenings maßgeblich die experimentelle Kunstszene der 1960er Jahre. So trug sie 1966 mit dem Film "Bottoms", der 365 nackte Hintern zur Schau stellte, zum Protest gegen den Vietnam-Krieg bei. Nachdem Ono 1966 in London das "Beatles"-Mitglied John Lennon kennengelernt hatte, versuchte das Paar sich auch in gemeinsamen Musikprojekten, die jedoch zunächst ohne Erfolg blieben. 1969 heirateten die beiden. Mitte desselben Jahres erschien die Solo-Single "Give Peace A Chance", die sich sofort zum Hit der internationalen Friedens- und Studentenbewegung entwickelte.

Im Jahr 1975 wurde Onos und Lennons Sohn Sean Taro Ono geboren, der aus der Verbindung mit Lennon stammte. Letzterer zog sich nach dem Zerfall der Beatles aus der Musikbranche zurück. Ein letztes Comeback ergab sich 1980 mit der gemeinsamen Platte "Double Fantasy", bevor Lennon noch im selben Jahr einem Attentat zum Opfer fiel. Als Witwe Lennons hatte Ono in der Folge einen schweren Stand in der Musikszene, da ihr die Schuld an der Auflösung der Beatles und Bereicherung am Ruf und Vermögen ihres verstorbenen Lebenspartners vorgeworfen wurden. 1995 kam es durch die gemeinsame Aufnahme "Der Himmel über Hiroshima ist immer blau" zu einer Aussöhnung zwischen Ono und dem ehemaligen Beatles-Mitglied Paul McCartney. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre machte Ono durch neue künstlerische Initiativen wieder international auf sich aufmerksam.

Mit der Band ihres Sohnes Sean produzierte sie 1996 das Experimentalalbum "Rising". 1998 veranstaltete das Museum of Modern Art in Oxford eine Ono-Retrospektive. 2000 stellte die Künstlerin in Berlin-Mitte ihr Objekt "Freight Train" zur Erinnerung an das vergangene Jahrtausend der Gewalt aus. Nachdem zu Jahresbeginn 2003 bei Amsterdam noch unveröffentlichtes Tonmaterial der Beatles aufgefunden worden war, traten die ehemaligen Mitglieder der Band Paul McCartney und Ringo Starr, Ono und die Erben von George Harrison in Verhandlungen über eine mögliche Veröffentlichung der Aufnahmen. Im Herbst 2004 führte die 71-jährige Künstlerin die US-Charts mit einem neuen Song an, in dem sie sich für die Gleichberechtigung homosexueller Menschen einsetzte: Mit "Every Man Has A Man Who Loves Him" protestierte Ono gegen den Entschluss der US-Administration unter George W Bush, gleichgeschlechtliche Ehen in den ganzen USA verbieten zu lassen.

Im Jahr 2009 erschien mit "Between My Head and the Sky" ihr 26. Studio-Album.
1968: Unfinished Music No.1: Two Virgins (mit J. Lennon)
1969: Unfinished Music No.2: Life with the Lions (mit J. Lennon)
1969: Wedding Album (mit John Lennon)
1969: Live Peace in Toronto 1969 (mit John Lennon)
1970: Yoko Ono/Plastic Ono Band (mit Plastic Ono Band)
1971: Fly
1972: Some Time in New York City (mit John Lennon)
1973: Approximately Infinite Universe
1973: Feeling the Space
1973: Welcome: The Many Sides of Yoko Ono (Kompilation)
1974: A Story (Veröffentlicht 1997)
1980: Double Fantasy (mit John Lennon)
1981: Season of Glass
1982: It’s Alright (I See Rainbows)
1984: Milk and Honey (mit John Lennon)
1984: Every Man Has a Woman (Tribute-Album)
1985: Starpeace
1992: Onobox (6-CD-Box)
1992: Walking on Thin Ice (Kompilation)
1995: Rising
1995: New York Rock (Musical mit Songs von Yoko Ono)
1996: Rising Mixes
2001: Blueprint for a Sunrise
2007: Yes, I’m a Witch (Remix-Album)
2007: Open Your Box (Remix-Album)
2009: Between My Head and the Sky (mit Plastic Ono Band)
1966: Film No. 1 (Match)
1966: Film No. 4 (Bottoms)
1968: Two Virgins
1968: Film No. 5 (Smile)
1969: Rape
1970: Fly
1970: Apotheosis
1971: Freedom
1971: Imagine
1988: Imagine John Lennon
1999: Moonshot – The Spirit of '69
2000: Gimme Some Truth
2000: The Beatles Revolution
2001: The Real Yoko Ono
2001: Kiss My Grits – The Herstory of Women in Punk and Hardrock

NameYoko Ono

Geboren am18.02.1933

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortTokio (J).