Biografie

Anne Will

Die Politologin und Historikerin avancierte in den 1990er Jahren zu einer der bekanntesten TV-Moderatorinnen. Ende 1992 wurde sie einem größeren Zuschauerkreis bekannt, als sie für den SFB die Talkshow "Mal ehrlich" und den "Sportpalast" moderierte. Von 1996 bis 1998 war sie Gastgeberin in der Medien-Show "Parlazzo" des WDR. Nachdem Anne Will ab 1999 in die traditionelle Männerdomäne der "Sportschau" eingebrochen war, moderierte sie von 2001 bis 2007 im Wechsel mit Ulrich Wickert die Nachrichtensendung "Tagesthemen" in der ARD. Ab September 2007 führte sie in der Nachfolge von Sabine Christiansen durch den Polittalk "Anne Will"...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Anne Will wurde am 18. März 1966 in Köln geboren.

Ihr Vater war als Architekt tätig. Nach dem Schulbesuch nahm sie 1985 ein Studium der Politik, Anglistik und Geschichte an den Universitäten Köln und Berlin auf. 1990 schloss sie die Studien mit dem Magister in Köln ab. Noch während des Studiums nahm Will journalistische Volontariatstätigkeiten auf. Für die Tageszeitungen "Kölnische Rundschau" und "Berliner Volksblatt" schrieb sie als freie Mitarbeiterin. Es folgte 1990/91 ein Volontariat beim Rundfunk des "Sender Freies Berlin". Gegen Jahresende 1992 wechselte Will zum dritten Berliner Fernsehkanal "SFB1", für den sie den "Sportpalast" und den Polittalk "Mal ehrlich" moderierte. 1996 folgte der Eintritt beim WDR, wo Will bis Jahresende 1998 durch die Talkshow "Parlazzo" eine breitere Popularität errang.

Im Jahr 1999 konnte sie als erste Frau die Moderation der angesehenen "Sportschau" der ARD übernehmen. In dieser Funktion wurde sie vor allem anlässlich der Live-Übertragungen von der Olympiade in Sydney einem größeren Fernsehpublikum bekannt. Im Frühjahr 2001 erfolgte schließlich der Sprung zur Moderatorin der "Tagesthemen", nachdem sich Gabi Bauer aus privaten Gründen aus der wichtigsten Nachrichtensendung der ARD zurückgezogen hatte. Darauf hatte sich die Journalistin in der Moderation der "Tagesthemen", in der sie sich mit dem Redaktionsleiter Ulrich Wickert bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2006 abwechselte, bewährt. Ab März 2005 war die Tagesthemen-Moderatorin auch im Rundfunk zu hören, wo sie für NDR Kultur durch die Sendung "Klassik à la carte" führte.

Neben vielen Show-Größen nahm auch Anne Will am 2. Juli 2005 an dem von Sir Bob Geldof initiierten Live 8 Festival teil. Will wurde Mitte September 2005 mit dem "Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis" des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) ausgezeichnet. Weiter wurde sie mit dem "Deutschen Fernsehpreis" 2006 in der Kategorie "Beste Moderation Information" ausgezeichnet. Ihre letzte Sendung "Tagesthemen" moderierte sie am 24. Juni 2007; danach wurde sie von Caren Miosga abgelöst. Im Anschluss wurde sie als Nachfolgerin von Sabine Christiansen für deren politische Talkshow berufen, die unter dem Namen "Anne Will" am 16. September 2007 das erste Mal ausgestrahlt wurde. Sie wird von der "Will Media GmbH" produziert, deren Geschäftsführer Anne Will und Mark Nowak sind.

Im selben Jahr, 2007, wurde Anne Will mit dem "Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis" ausgezeichnet.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur

NameAnne Will

Geboren am18.03.1966

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortKöln (D).