Biografie

Ulrich Wickert

Der Moderator und Schriftsteller Ulrich Wickert stellte 15 Jahre das Aushängeschild der ARD-Nachrichten-Sendung "Tagesthemen". 2006 verabschiedete sich Wickert von dieser Position, in der er als Anchorman des Landes aus dem Studio des Hamburger NDR den Nachrichten der ARD ein spielerisches und kompetentes Gesicht gegeben hatte. Durch seine zahlreichen Buchveröffentlichungen und seine Artikel in Zeitschriften, machte er sich ebenfalls einen Namen als politisch engagierter Publizist. Im November 2005 wurde er wegen seiner Verdienste um die deutsch-französischen Beziehungen zum Offizier der Ehrenlegion ernannt...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Ulrich Wickert wurde am 2. Dezember 1942 in Tokio (Japan) geboren.

Er ging in Heidelberg und Paris zur Schule und machte 1961 sein Abitur an der Urspring-Schule in Schelklingen. Im Anschluss daran entschied sich Wickert für ein Studium der Politischen- und der Rechtswissenschaften, welches er in Bonn absolvierte. Von 1962 bis 1963 studierte er mit einem Fulbright-Stipendium auch in den USA. 1968 machte Wickert sein juristisches Staatsexamen, um anschließend als freier Hörfunkautor zu arbeiten.

Bereits kurz darauf kam er als Mitarbeiter und Redakteur zur ARD. Von 1969 bis 1977 war Ulrich Wickert Mitarbeiter und Redakteur des politischen Fernsehmagazins "Monitor". Ab 1977 war er im Ausland für die ARD tätig: Er ging zuerst als Korrespondent nach Washington, von wo er ein Jahr später nach Paris wechselte. Wickert, der sich anscheinend überall zuhause fühlte, kam 1981 zurück in die USA, wo er ARD-Studioleiter in New York wurde. Drei Jahre später übernahm er die gleiche Aufgabe in Paris. Seit 1991 fungierte der Kosmopolit als Erster Moderator der ARD-Sendung "Tagesthemen" in Hamburg.

Durch seine exponierte Mitwirkung an der bedeutendsten deutschen Nachrichtensendung avancierte Wickert zu einem der bekanntesten Gesichter der deutschen Fernsehkultur. Der Moderator hat jedoch auch zahlreiche Hörfunk- und Fernsehdokumentationen geschaffen und viele Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden veröffentlicht. Nicht zu vergessen sind auch mehrere Buchveröffentlichungen. 1981 verfasste Wickert mit "Freiheit, die ich fürchte – der Staat entmachtet seine Bürger" eine kritische politische Analyse der Bundesrepublik Deutschland. 1986 folgte sein Auslandsbericht "New York – Tokio – Paris" und 1989 das Buch "Frankreich, die wunderbare Illusion".

Für viele weitere Bücher erhielt der Journalist und Publizist eine Reihe von Ehrungen und Auszeichnungen. 1990 wurde "Champagner-Clans. Deutsche Geschichten um eine französische Erfindung" mit dem Deutsch-Französischen Journalistenpreis ausgezeichnet. 2000 ehrte man Wickert für seine Verdienste um die deutsch-französische Zusammenarbeit mit dem Adenauer-DeGaulle-Preis. Aber auch Preise wie den "Horizont-Award" als "Medien-Mann des Jahres" (1992), den Deutschen Fernsehpreis "Telestar" (1992) und die "Goldene Kamera" (1994) gewann der Moderator.

Bei einer repräsentativen Umfrage der Zeitschrift "TV Today" über die populärsten Nachrichtenmoderatoren, platzierte das deutsche Fernsehpublikum Wickert im Juli 2003 auf Platz 3 der Beliebtheitsskala, wo er der "Tagesschau"-Sprecherin Eva Herman und dem RTL-Moderator Peter Kloeppel den Vortritt lassen musste. Ende September 2004 wurde Wickert zum ersten Honorar-Professor der Hochschule Magdeburg-Stendal ernannt. Dort hielt er ab dem Wintersemester 2004/05 Vorlesungen im Studiengang Journalistik und Medienmanagement. Zum Wintersemester 2004/05 wurde er Honorarprofessor für Journalistik/ Medienmanagement an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Nach einer repräsentativen Umfrage in der bundesdeutschen Bevölkerung belegte Wickert im Herbst 2004 unter den beliebtesten deutschen Nachrichten-Moderatoren den vierten Platz. Ende August 2005 präsentierte er der Öffentlichkeit den Kriminalroman "Die Wüstenkönigin". Im November 2005 wurde er wegen seiner Verdienste um die deutsch-französischen Beziehungen zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. Nach 15 Jahren beendete Ulrich Wickert am 31. August 2006 seine Tätigkeit bei den "Tagesthemen". Sein Nachfolger wird der Journalist Tom Buhrow. Seit dem 17. August 2006 moderiert Wickert die Literatur-Sendung "Wickerts Bücher" für die ARD.

Ulrich Wickert ist seit dem 1. März 2003 in dritter Ehe mit der Verlagsmanagerin Julia Jäkel verheiratet.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
1981 "Freiheit, die ich fürchte. Der Staat entmachtet seine Bürger"

1986 "New York - Tokio – Paris"

1989 "Frankreich: Die wunderbare Illusion"

1993 "Und Gott schuf Paris"

1994 "Das Wetter"

1994 "Der Ehrliche ist der Dumme. Über den Verlust der Werte"

1995 "Das Buch der Tugenden"

1996 "Über den letzten Stand der Dinge"

1997 "Deutschland auf Bewährung. Der schwierige Weg in die Zukunft. Ein Essay"

1999 "Vom Glück, Franzose zu sein"

2000 "Donner-Wetter. Allerletzte Meldungen vom Tage"

2000 "Ihr seid die Macht! Politik für die nächste Generation"

2001 "Zeit zu handeln. Den Werten einen Wert geben"

2003 "Der Richter aus Paris. Eine fast wahre Geschichte"

2004 "Die Zeichen unserer Zeit"

2004 "Alles über Paris"

2005 "Die Wüstenkönigin. Der Richter in Angola"

NameUlrich Wickert

Geboren am02.12.1942

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortTokio (J).