Biografie

Ludwig Wilding

Der deutsche Objektkünstler avancierte bereits in den frühen 1960er Jahren zum Wegbereiter einer neuen optischen Ästhetik in der Reduktion. Als Professor an der Hamburger Hochschule für bildende Künste von 1969 bis 1992 profilierte sich Ludwig Wilding als konsequenter Wegbereiter der Op-Art in Deutschland. Seine analytischen Erkundungen von Gesetzen, Systemen und Strukturen waren nicht Selbstzweck, sondern vielmehr Ausgangspunkt für die Kunst. Im Mittelpunkt des Werkes von Wilding stand die Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Populär wurden vor allem seine stereoskopischen Multiple (ab 1965) und seine kinetischen Objekte...
Ludwig Wilding wurde am 19. Mai 1927 in Grünstadt in der Pfalz geboren.

Nach Abschluss der Hochschule erhielt Wilding seine erste künstlerische Ausbildung von 1949 bis 1950 beim Studium der Kunstgeschichte und der Philosophie an der Universität Mainz (Propaedeutikum). Von 1950 bis 1952 folgte das Studium der Angewandten Kunst an der Gewerbeschule Mainz. Frühe Werke waren Handzeichnungen und Zinkografien die strukturellkonstruktive Tendenz erkennen ließen. 1952 wechselte er an die Kunstakademie Stuttgart, wo er Schüler von Professor Willi Baumeister wurde. Von 1955 bis 1967 war er indes auch als Designer in der Industrie tätig.

Im Jahr 1955 entstanden erste Überlagerungs-Strukturen. 1962 folgten erste Objekte mit Scheinbewegungen. Wilding wurde 1961 Mitglied der internationalen Gruppe "Nouvelle Tendence". 1967 wurde er an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg tätig. 1969 wurde Wilding an der Hamburger Hochschule der bildenden Künste zum Professor berufen, wo er bis 1992 tätig war. Seit 1976 lebte und arbeitete der Künstler in Buchholz in der niedersächsischen Nordheide. Ludwig Wilding profilierte sich als konsequenter Vertreter der Op-Art in Deutschland. Wilding, der in den 1960er Jahren ein Wegbereiter einer neuen Ästhetik der Reduktion gewesen ist, war nun international vertreten. Es folgten bedeutende Ausstellungen wie im Musée des Arts Décoratifs, Paris und dem Museum of Modern Art, New York sowie in Mailand und Tokio.

Populär wurden vor allem seine stereoskopischen Multiple und seine kinetischen Objekte. Analytische Erkundungen von Gesetzen, Systemen und Strukturen in seinem Werk wurde nicht Selbstzweck, sondern vielmehr Ausgangspunkt für künstlerische Phantasie und Sensibilität. Ab 1980 schuf er 3-D Fotografien und 3-D Filme. 1984 folgten räumliche Collagen. 1996 entstanden geometrische Formveränderungen und 1997 Reflexionsobjekte. 1999 gründete er die Gruppe AOS (Art of Seeing). Ab 2004 schuf er erste farbige Wechselobjekte und Strukturbilder.

Ludwig Wilding starb am 4. Januar 2010 in Buchholz in der Nordheide.

NameLudwig Wilding

Geboren am19.05.1927

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortGrünstadt/Pfalz (D).

Verstorben am04.01.2010

TodesortBuchholz, Nordheide (D).