Biografie

Anna Magnani

Die römische Schauspielerin stieg im italienischen Nachkriegskino zur bedeutendsten Charakterdarstellerin auf. Ihre aus der Lebenswelt der römischen Unterschichten inspirierten temperamentvollen Frauenrollen schienen Anna Magnani derart auf den Leib geschrieben, dass sie ihr internationalen Ruhm und Anerkennung bis nach Hollywood einbrachten. Im neorealistischen Kino Italiens glänzte sie etwa in der Rolle der von Pier Paolo Pasolini geschaffenen "Mamma Roma" (1962). Zahlreiche Auszeichnungen wie etwa die Prämierung ihrer Titelrolle in Luchino Visconti "Bellissima" (1951) zeugen von ihrer Schauspielkunst. Nachdem die römische Diva 1971 auch für einige Fernsehfilme gearbeitet hatte, wirkte sie im Jahr darauf noch an einer von Federico Fellini inszenierten Hommage an ihre Heimatstadt mit: "Roma" blieb der ihr letzter Filmauftritt...
Anna Magnani wurde am 7. März 1908 als uneheliche Tochter von Marina Magnani in Rom geboren.

Nachdem ihre Mutter ins ägyptische Alexandria übergesiedelt war, wuchs Anna bei ihrer Großmutter in der italienischen Hauptstadt auf. Dort besuchte sie eine katholische Schwesternschule und trat 1923 ins Gymnasium ein. Außerdem besuchte sie bereits in jenen jungen Jahren eine Akademie für Schauspielkunst. Im Theater debütierte sie auf der Manzoni-Bühne von Mailand. Daran schlossen sich eine Tournee nach Südamerika und Auftritte an verschiedenen Theatern an. Nachdem sie den Regisseur Goffredo Alessandrini geheiratet hatte, arbeitete Magnani Mitte der 1930er Jahre am römischen Eliseo-Theater, wo sie an mehreren Revuen mitwirkte.

Von 1938 bis 1939 feierte sie ihre ersten Erfolge an römischen Theatern. In den Kriegsjahren von 1940 bis 1944 trat sie mit dem neapolitanischen Komiker Totò in zahlreichen erfolgreichen Revuen auf. 1942 wurde aus einer vorübergehenden Beziehung mit dem Schauspieler Massimo Serato ihr Sohn Luca geboren. Die erste Filmrolle Magnanis datiert von 1934, doch spielte sie anfangs vorwiegend unbedeutende Nebenrollen. Einen ersten Filmerfolg erzielte sie erst 1941 in der Rolle einer vulgären Soubrette in Vittorio De Sicas "Teresa Venerdì". 1945 gelang Magnani der nationale und internationale Durchbruch als die bedeutendste italienische Filmschauspielerin des Nachkriegskinos: In Roberto Rosselini legendärem “Roma città aperta” (“Rom - offene Stadt”) überraschte sie durch ihr unvorstellbares dramatisches Temperament.

Mit Rossellini verband Magnani in der Nachkriegszeit auch eine lange Liebesbeziehung, die sehr stürmisch verlief. Im neorealistischen Kino Italiens entwickelte sich die Schauspielerin durch die ihr auf den Leib geschriebenen Frauenrollen aus der Lebenswelt des römischen Proletariats und Kleinbürgertums zur anerkannten Charakterdarstellerin. Als solche glänzte sie etwa in der Rolle der von Pier Paolo Pasolini geschaffenen "Mamma Roma" (1962) vor der Kamera. Zahlreiche Auszeichnungen wie etwa die Prämierung ihrer Titelrolle in Luchino Visconti "Bellissima" (1951) zeugen von ihrer Schauspielkunst. In den 1950er Jahren arbeitete Magnani auch in Hollywood, wo sie 1955 für ihre schauspielerische Leistung in "The Rose Tattoo" - als erste italienische Schauspielerin - den Oskar erhielt.

Auf den Berliner Filmfestspielen errang sie 1958 den Schauspielerpreis für ihre Darstellung in "Wild is the Wind". Mitte der 1960er Jahre wurde auch ihre Schauspielkunst im Theater, dem sie sich nach wie vor widmete, mit der "Silbernen Maske" prämiert. Nachdem die römische Diva 1971 auch für einige Fernsehfilme gearbeitet hatte, wirkte sie im Jahr darauf noch an einer von Federico Fellini inszenierten Hommage an ihre Heimatstadt mit: "Roma" blieb der ihr letzter Filmauftritt.

Anna Magnani verstarb am 20. September 1973 in Rom.
1934 - "La cieca di Sorrento" (R: NMalasomma).

1934 - "Tempo massimo" (R: MMattoli).

1935 - "Quei due" (R: GRighelli).

1936 - "Cavalleria" (R: GAlessandrini).

1936 - "Trenta secondi d`amore" (R: MBonnard).

1938 - "La principessa Tarakanova" (R: FOzep u. MSoldati).

1940 - "Una lampada alla finestra" (R: GTalamo).

1941 - "La fuggitiva" (R: PBallerini).

1941 - "Teresa Venerdì" (R: V. DeSica).

1942 - "Finalmente soli" (R: GGentilomo).

1943 - "Campo de` Fiori" (R: MBonnard).

1944 - "Il fiore sotto gli occhi" (R: GBrignone).

1945 - "Roma città apert"a (R: RRossellini).

1945 - "Abbasso la miseria!" (R: GRighelli).

1946 - "Abbasso la ricchezza!" (R: GRighelli).

1950 - "Vulcano" (R: WDieterle).

1951 - "Bellissima" (R: LVisconti).

1952 - "La Carrosse d`or" (R: JRenoir).

1955 - "The Rose Tattoo" (R: DanielMann).

1957 - "Wild is the Wind" (R: GCukor).

1959 - "Nella città l`inferno" (R: RCastellani).

1960 - "Risate di gioia" (R: MMonicelli).

1962 - "Mamma Roma" (R: PPPasolini).

1964 - "Le Magot de Josepha" (R: CAutant-Lara).

1969 - "The Secret of Santa Vittoria" (R: SKramer).

1971 - "... Correva l`anno di grazia 1870" (R: AGiannetti).

1972 - "Roma" (R: FFellini).

NameAnna Magnani

Geboren am07.03.1908

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortRom (I).

Verstorben am26.09.1973

TodesortRom (I).