Biografie

Anke Engelke

Die Moderatorin, Schauspielerin und Entertainerin zählt seit den 1990er Jahren zu den erfolgreichsten Gestalterinnen des komödiantischen Fernsehens. Ihren Durchbruch feierte Anke Engelke als Nachrichtensprecherin der Unterhaltungssendung "Wochenshow". Nach zahlreichen Auszeichnungen avancierte sie zur deutschen "Comedy-Queen". Engelke rief mit "Ladykracher" ihre eigene Comedy-Produktion ins Leben, ehe sie in der Nachfolge des langjährigen Sat.1-Entertainers Harald Schmidt vom Frühjahr bis Herbst 2004 mit "Anke Late Night" die erste Late-Night-Talkerin im deutschen Fernsehen stellte. Populär wurde sie für ihre zahlreichen Adaptionen und Persiflagen. Zu ihren erfolgreichsten Filmen zählen "Der Wixxer", "Vom Suchen und Finden der Liebe" und "Ladyland"...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Anke Christina Engelke wurde am 21. Dezember 1965 im kanadischen Montreal geboren.

Dort wuchs sie dreisprachig auf. Im Jahr 1971 zog sie mit ihrer Familie nach Köln. Sie besuchte das dortige Freiherr-von-Stein-Gymnasium, in dessen Chor sie sang, wodurch sie für den Rundfunk entdeckt wurde. Ab 1978 moderierte Engelke die RTL-Radio-Kindersendung "Moment mal" und später das ZDF "Ferienprogramm". Mitte der 1980er Jahre kehrte sie zum Radio zurück, wo sie bei SWF 3 eine Nachtsendung moderierte. Nach diversen Musikprojekten, bei denen sie unter anderem mit ihrer Schwester Susanne als Sängerin auftrat, kehrte Engelke 1993 erneut zum Radio zurück. Sie moderierte für SWF 3 die Radio-Sendung "Na und?!" und gab erstmals eine Kostprobe ihres komödiantischen Talents in der "Gagtory" im SWF 3.

Im Jahr 1994 heiratete Engelke den Keyboarder Andreas Grimm, den sie bei ihren Musikprojekten kennen gelernt hatte. Im September 1996 kam ihr erstes Kind zu Welt. Der Durchbruch gelang Engelke im selben Jahr, als der Fernsehsender Sat.1 für die Comedy-Sendung "Wochenshow" mit Ingolf Lück eine Nachrichtensprecherin suchte. 1999 gründete sie zusammen mit ihren Mann die Produktionsfirma "Ladykracher", die als erste Sendung die nur mäßig erfolgreiche Comedy-Show "Anke" ins Leben rief. Nebenbei war sie auch als Bühnen-Schauspielerin tätig, wie an der Seite von Peter Millowitsch, dem Sohn von Willy Millowitsch. Regisseur Detlev Buck holte sich die beliebte Komödiantin für seinen Film "Liebesluder" ins Drehteam.

Zuvor war Engelke schon für Guildo Horns Streifen "Waschen, legen, föhnen" im Gespräch gewesen. Die Ehe Engelkes war inzwischen zerbrochen und sie machte Schlagzeilen mit einer Beziehung zu Viva-Moderator Niels Ruf, der regelmäßig mit seiner Sendung "Kamikazee" schockte. Als 2001 der Zeichentrick-Film "Tarzan & Jane" in die Kinos kam, machte sich Engelke auch als Synchronsprecherin einen Namen. Ihre Stimme lieh sie der Dschungel-Frau "Jane". Auch die Eisbärenmutter in "Der kleine Eisbär" bekam ihre Stimme. Nachdem Engelke Ende 2001 die "Wochenshow" verlassen hatte, begann sie mit der Arbeit an ihrer neuen Show "Ladykracher", die im Januar 2002 auf Sendung ging. Bereits nach der ersten Staffel war "Ladykracher" Kult.

Ab dem 27. September folgte die zweite Staffel bei Sat.1. 2003 wurde Engelke gemeinsam mit Oliver Dittrich für ihre Comedy-Serie "Blind Date" mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet. Nach dem überraschenden Ausscheiden des Entertainers Harald Schmidt von SAT.1, schloss Engelke einen Vertrag mit dem Privatsender ab: Ab dem 17.Mai 2004 trat Engelke als Late-Night-Talkerin die Nachfolge von Harald Schmidt bei SAT.1 an. "Anke Late-Night" war eine bunte Mischung aus Comedy, tagesaktuellen Themen und hochgradigen Gästen. Im Mai 2004 feierte Engelke ihr Kinodebüt in "Der Wixxer".

Dort spielte sie neben Comedy-Kollegen, wie Bastian Pastewka, Oliver Kalkofe und Olli Dittrich. Nachdem sich die Zuschauerquoten für Engelkes "Late Night Show" im Sommer 2004 immer schlechter entwickelt hatten, kündigte die Sat.1-Geschäftsführung Anfang Oktober die Absetzung der Sendung an. Am 21. Oktober 2004 wurde "Anke Late Night" das letzte Mal ausgestrahlt. Für das folgende Jahr kündigten sich indes bereits zwei neue TV-Auftritte der Moderatorin an: Mitte Januar 2005 moderierte Engelke für Pro7 die Verleihung der "Golden-Globe-Awards" live aus Los Angeles; im Februar 2005 war sie außerdem als Kommentatorin der "Oscar"-Verleihung zu sehen.

Am 27. Januar 2005 kam der Helmut Dietl-Film "Vom Suchen und Finden der Liebe" in die Kinos, in dem Anke Engelke durch eine Bettszene mit Harald Schmidt für Aufsehen sorgte. Gemeinsam mit Hugo Egon Balder übernahm sie die Moderation des "Deutschen Fernsehpreises" im Oktober 2005. Eine große Aufgabe übernahm Anke Engelke 2007 mit der Synchronisation der "Marge Simpson" aus der Kult-Comic-Serie "Die Simpsons". Die im Juli 2006 verstorbene Elisabeth Volkmann gab der Figur über viele Jahre ihre unverwechselbare Stimme. Im Juli 2005 wurde Anke Engelke zum zweiten Mal Mutter. Der Vater ihres Sohnes ist Claus Fischer, der Ex-Bandleader der Sendung "Anke Late Night" und "TV total", den sie am 21. Dezember 2005 heiratete.

Im Jahr 2006 stand sie für die Produktionen "Ladyland" und "Vollidiot" vor der Kamera. 2005 erhielt sie die "Rose d'Or" in der Kategorie FRAPA Scripted Format-Preis für "Ladykracher". 2006 wurde Engelke für "Ladykracher" mit dem "Deutscher Comedypreis" in der Kategorie "Beste Komödie" bedacht. 2009 wurde sie Mutter eines zweiten Sohnes.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
1979 - Manuel (Chris) & Pony
1981 - Wiegenlied für Erwachsene (Anke & Alexis Weissenberg)
1992 - Franck Band – Dufte
1992 - Fred Kellner & die famosen Soulsisters – Live von der Bühne
1992 - Fred Kellner & die famosen Soulsisters – I'm A Soulband
1995 - Advenced Chemistry – dir fehlt der Funk
1999 - Die Wochenshow
2000 - Fred Kellner & die famosen Soulsisters – Say Fred , Say Kellner
2000 - Nina Hagen – Return of the Mother
2000 - Marco Rima – Hank Hover
2001 - Franck Band – Lieber Gott
2001 - Owie lacht
2003 - Popshopers – Cosmotopia
2003 - Popshopers – Shopping Guide
2003 - Sackjeseech Party
2003 - Zimmer frei 2
2003 - Solo Album (versteckter Track)
2003 - Frank Band – Live im Backstage/Fulda
2004 - Doris Dubinsky & Right Said Fred - The Wizard
2005 - James' Tierleben
Als Schauspielerin

1997 - Tatort – Tod im All
2000 - LiebesLuder
2001/05 - Blind Date
2001 - Usadel International Kurzfilm
2003 - Operation Dance Sensation
2003 - Just get Married Kurzfilm
2004 - Germanikus
2004 - Der Wixxer
2005 - Vom Suchen und Finden der Liebe
2006 - Ladyland
2006 - Vollidiot


Als Syncronstimme

1999 - Tarzan (Jane)
2002 - Der kleine Eisbär (Eisbärenmutter)
2004 - Findet Nemo (Dory)
2005 - Der kleine Eisbär 2 (Eisbärenmutter)
2006 - Urmel aus dem Eis (Wutz)
2006 - Oh, wie schön ist Panama (Fisch)
2007 - ... Die Simpsons (Serie) (Marge Simpson)

NameAnke Engelke

Geboren am21.12.1965

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMontreal (CAN).