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Jehudi Menuhin
Der US-amerikanische Humanist und Philanthrop Baron Jehudi Menuhin of Stoke d´Abernon zählt als Geiger, Dirigent, Autor und Pädagoge zu den herausragendsten Musikpersönlichkeiten seines Jahrhunderts. Er kämpfte als Pionier für die Menschenrechte in der UdSSR und in China. Trotz des Holocaust war er der erste jüdische Künstler von Weltruhm, der nach Ende des Zweiten Weltkrieges wieder Konzerte in Deutschland gab...
Menuhin
Biografie
Jehudi Menuhin wurde am 22. April 1916 in New York als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren.

Der Vater war Mathematiker und Nachkomme chassidischer Rabbiner aus dem weißrussischen Ghetto von Gomel. Von seiner Mutter erhielt er den Vornahmen Jehudi, der die frühe Bezeichnung für den jüdisch glaubenden Menschen steht.

Jehudi galt als hochbegabtes Wunderkind. Er war Schüler von Enescu und Busch. Bereits im Alter von 7 Jahren debütierte der junge Menuhin vor 9000 Besuchern vor dem San Francisco Symphony Orchestra.

In Deutschland sorge Jehudi 1929 für Aufsehen. Im Alter von 13 Jahren gab er sein erstes "drei B" Konzert in Berlin unter der Leitung von Bruno Walter. Das Violinenkonzert mit Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms begeisterte die Stadt und wurde legendär.

Ab Anfang der 1930er Jahre begann Jehudi in London mit ersten Tonaufnahmen seiner Arbeiten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 mied Jehudi Menuhin Hitler-Deutschland und später Europa.

Im Jahr 1935 begab sich Menuhin auf seine erste Welttournee, bei der er über ein Jahr unterwegs war und dabei in 63 Städten 110 Konzerte gab. Während dieser Zeit hatte er das Glück nicht von Nazi-Deutschland verfolgt zu werden.

Bereits 1945 kehrte er nach Berlin zurück und gab unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler erste Konzerte in der zerstörten Stadt. Seit Kriegsende war er auch in zahlreichen internationalen Organisationen humanitär tätig und wurde von 1956 bis 1996 Leiter des jährlichen Musikfestivals in Gstaad.

Im Jahr 1963 gründete er die Jehudi Menuhin School of Music in Surrey, England. 1979 wurde Menuhin mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Seit dieser Zeit war er zunehmend als Dirigent aktiv.

Im Jahr 1982 wurde er Präsident des Royal Philharmonic Orchestra London. 1984 wurde Menuhin mit dem Werner von Siemens-Musikpreis bedacht.

Ab Mitte er 1980er Jahre setzte sich Menuhin auch für zeitgenössische Komponisten ein und spielte ihre Werke. Einige dieser Arbeiten wurden eigens für den Vortrag durch Menuhin geschrieben.

Dabei widmete er sich auch modernen Stücken aus dem Jazz. Überraschend war sein Musikverständnis für äußereuropäische Komponisten, so gab er auch Konzerte mit indischen Stücken.

Seit 1985 war Jehudi Menuhin britischer Staatsbürger. Im Jahr 1993 erfolgte durch Queen Elizabeth II. die Ernennung von Jehudi Menuhin zum Baron of Stoke d'Abernon.

Zuletzt lebte Menuhin in London. Er war bis ins hohe Alter beruflich und sozial engagiert.

Nach zahlreichen internationalen Ehrungen verstarb Jehudi Menuhin mit 82 Jahren am 12. März 1999 in Berlin an einer Lungenentzündung.
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Biografie
Nachname: Menuhin
Vorname: Jehudi
Geburtsdatum: 1916-04-22
Geburtsort: New York (USA).
Todesdatum: 1999-03-12
Todesort: Berlin (D).
Sternzeichen: Stier 21.04 - 21.05
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