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Harald Schmidt
Der Schauspieler und Kabarettist zählt seit Ende der 1980er Jahre zu den populärsten Entertainern der deutschen Fernsehkultur. Nach seinem Debüt bei den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten, etablierte Harald Schmidt mit der selbstproduzierten und nach ihm benannten Late-Night-Show beim privaten Anbieter SAT.1 ein vielbeachtetes Sendeformat: Die erfolgreiche "Harald-Schmidt-Show" (1995-2003) galt dank des souveränen Stils ihres Talk-Masters als vorbildhaftes Modell für analoge Sendungen, nicht nur im Privat-, sondern auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, zu dem Schmidt 2004 zurückkehrte. Seit 2007 führt er die Moderation seiner Sendung zusammen mit Oliver Pocher unter dem Titel "Schmidt & Pocher"...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Schmidt
Biografie
Harald Schmidt wurde am 18. August 1957 in Neu-Ulm geboren.

Er wuchs in bürgerlichen Verhältnissen bei seinen Eltern in Nürtingen auf. Nach dem Abitur zeigte Schmidt schon frühzeitig Interesse am Show-Geschäft. Er legte zunächst eine Prüfung für Kirchenmusik an der Musikschule in Rottenburg ab. Dann studierte er von 1978 bis 1981 Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Im Anschluss daran erhielt Schmidt sein erstes Engagement an den Städtischen Bühnen in Augsburg. Von dort wechselte er 1984 zum "Kom(m)ödchen" nach Düsseldorf, wo er bis 1989 als Kabarett-Autor tätig war. 1985 startete er das Soloprogramm "Ich hab schon wieder überzogen". 1986 wurde Schmidt beim Kabarett-Wettbewerb von ARD, ORF und SRG als bester deutscher Nachwuchskabarettist mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet.

Die Fernsehzuschauer lernten Harald Schmidt 1988 durch seine erste TV-Show "MAZ ab" im WDR kennen. Aufgrund ihres Erfolgs wurde die Sendung bereits im folgenden Jahr vom dritten Programm in das Hauptabendprogramm der ARD verlegt. Für den WDR moderierte Schmidt in der Folge bis 1993 auch die Sendung "Psst...", die dann ebenfalls auf die ARD verlegt wurde. Ab Dezember 1990 stand er gemeinsam mit Herbert Feuerstein in "Schmidteinander" vor der Kamera, was ihm den endgültigen Durchbruch in der bundesdeutschen Fernsehkultur bescherte.

Im Jahr 1992 wechselte Schmidt, als Nachfolger von Kurt Felix, zur Samstagabend-Show "Verstehen Sie Spaß", die er bis 1995 moderierte. Außerdem wurde der erfolgreiche Talk-Master 1992 für die Gala "Weihnachten mit Harald Schmidt" mit dem "Adolf Grimme-Preis" in Bronze ausgezeichnet. Ein Jahr später veröffentlichte Schmidt, der nun die Anerkennung als "bester Entertainer des Jahres" erhielt, sein Buch "Tränen im Aquarium".

Im Jahr 1994 erhielt Schmidt die "Goldene Kamera". 1995 entstand sein erster Spielfilm, der unter dem Titel "Nicht mit Leo" in die deutschen Kinos kam. 1995 wechselte Schmidt zum privaten Fernsehanbieter SAT.1, für den er nach US-amerikanischem Vorbild die erste Late-Night-Show der deutschen Fernsehkultur generierte. Seit Dezember desselben Jahres wurde die Sendung fünfmal wöchentlich unter dem Titel "Die Harald-Schmidt-Show" ausgestrahlt.

Im täglichen Rhythmus brannte der Entertainer hier, unter der musikalischen Begleitung der von Helmut Zerlett geführten Band, ein unermüdliches Feuerwerk von Sketchen, humoristischen Darstellungen und politischen Satiren ab. 1999 wirkte Schmidt bei "Late Show" in einem weiteren Kinofilm mit. Nach zahlreichen weiteren Preisen erhielt er 2000 und 2001 den Deutschen Fernsehpreis als "bester Unterhaltungsmoderator". 2002 erhielt der Talk-Master zum zweiten Mal den Adolf Grimme Preis.

Im Jahr 2003 erhielt Schmidt für seine Show-Ausgabe vom 28. Mai 2002 den Deutsch-Französischen Journalistenpreis 2003 der Kategorie Fernsehen verliehen: Die betreffende Sendung war als "Le show en francais" in französischer Sprache ausgestrahlt worden, was nun als Beitrag zum deutsch-französischen Kulturaustausch anerkannt wurde. Im September 2003 wurde die "Harald Schmidt Show" als beste Comedy-Sendung mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Zwei Monate später wurde ihr Moderator mit dem Hans-Bausch-Medienpreis geehrt.

Anfang Dezember 2003 wurde bekannt, dass Schmidt nach acht Jahren seine Talk-Sendung 2004 nicht fortsetzen wolle. Den Sendeplatz des beliebten Entertainers übernahm im Mai 2004 die Komikerin Anke Engelke. Zum 20-jährigen Jubiläum des Senders SAT.1 moderierte Schmidt am 8. Januar 2004 die Sendung "20 Jahre SAT1". Unklar blieb, inwieweit sich die Aufgabe des erfolgreichen Moderators aus den Personaländerungen motivierte, die von dem neuen Hauptgesellschafter der ProSiebenSat.1 Media AG, Haim Saban veranlasst worden waren.

Zum Jahresende 2004 kehrte der Talkmaster und Entertainer zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen zurück, wo er am 23. Dezember in der ARD erstmals wieder auf Sendung ging. Im Vorfeld kam es zu einer öffentlichen Debatte über den millionenschweren Vertrag des TV-Entertainers, bei dem seitens der ARD die öffentlich-rechtlichen Kontrollvorschriften nicht ausreichend beachtet worden sein sollen. Das Comeback des Entertainers, das in der Erstsendung zu Weihnachten 2004 eine Spitzenquote von über 5 Millionen Zuschauer verzeichnete, wurde von den Medien entsprechend gefeiert, wobei jedoch auch kritische Stimmen nicht fehlten.

Seine regelmäßige ARD-Show "Harald Schmidt" mit zweimaliger wöchentlicher Ausstrahlung begann der Entertainer am 19. Januar 2005. Die Show wurde vertraglich mindestens bis Juli 2006 vorgesehen. Gemeinsam mit Waldemar Hartmann führte Harald Schmidt durch eine Begleitsendung der ARD zu den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin. Unter den Kampfnahmen Harry & Waldi zerpflückten die Beiden die Geschehnisse im Olympiadorf, ohne dabei die essenziellen Fakten zu vernachlässigen.

Einen weiteren Erfolg feierte Schmidt mit der Moderation der Bambi-Verleihung im Jahr 2006. Gemeinsam mit dem Model Eva Padberg führte er durch den Abend in Stuttgart. Seit dem 25. Oktober 2007 führt Harald Schmidt gemeinsam mit dem Entertainer Oliver Pocher durch die neue Sendung "Schmidt & Pocher", bei der beide Moderatoren in einer Doppelspitze durch das Programm führen.

Harald Schmidt lebt in fester Beziehung und ist Vater dreier Kinder.


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Biografie
Filmografie
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Auszeichnungen
Nachname: Schmidt
Vorname: Harald
Geburtsdatum: 1957-08-18
Geburtsort: Neu-Ulm (D).
Sternzeichen: Löwe 23.07 - 23.08
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