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Sophia Loren wurde als Sofia Villani Scicolone am 20. September 1934 in Rom als uneheliche Tochter des Handwerkers Ricardo Scicolone geboren.
Der Vater löste die Verlobung zur Mutter Romilda Villani, die mit ihren Ambitionen auf eine Filmkarriere gescheitert war, adoptierte aber Sophia und ihre Schwester. Sophia wuchs im neapolitanischen Arbeitervorort Pozzuoli in ärmlichen Verhältnissen bei ihrer Mutter auf, die jedoch schon frühzeitig versuchte, sie beim Film unterzubringen.
Im Jahr 1950 wurde Sophia bei einem Schönheitswettbewerb zur zweiten Kandidatin gekürt. Dies brachte ihr erste kleinere Rollen in Werbefilmen ein. Unter dem Pseudonym Sophia Lazzaro stand sie außerdem für die Fotoromane Modell, die in den 1950er Jahren ein enormes Publikum in Italien fanden. Auch übernahm sie 1950 eine kleine Rolle in der amerikanischen Produktion "Quo vadis", die in Italien gedreht wurde.
Nach ihrer Entdeckung durch den Filmproduzenten Carlo Ponti eröffneten sich ihr Filmrollen bei den bedeutendsten italienischen Regisseuren. Vittorio De Sica verhalf ihr schließlich 1954 unter dem Namen Sophia Loren zum Karrieredurchbruch: In dem Episodenfilm "L`oro di Napoli" überzeugte die Schauspielerin durch die vollkommene Darstellung einer volkstümlichen Pizzabäckerin.
Im Jahr 1957 stand sie erstmals für einen Hollywood-Film vor der Kamera. Nach "The Pride and the Passion" zeugten "Legend of the Lost" (1957), "Houseboat" und "The Key" (1958) von ihrem inzwischen internationalen Erfolg. Für "The Black Orchid" erhielt Loren 1959 auf der Biennale von Venedig den Preis der besten Darstellerin.
Ihren größten internationalen Erfolg feierte Loren durch ihre Interpretation der "Mamma Cesira" in Vittorio De Sicas "La ciociara" (zu deutsch: "... und dennoch leben sie"), für den sie nicht nur die höchsten italienischen Schauspielerpreise erhielt, sondern auch in Cannes prämiert und 1961 in Hollywood mit dem "Oscar" ausgezeichnet wurde.
Lauren und Ponti heirateten am 17. September 1957, nachdem sich Ponti in Mexiko von seiner ersten Frau hatte scheiden lassen. Allerdings wurde die Scheidung vom italienischen Staat nicht anerkannt. 1962 wurde die Ehe annulliert. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau legalisierten Loren und Ponti am 9. April 1966 ihre Ehe. Gemeinsam wurde sie Eltern von zwei Söhnen.
Neben ihrem Zusammenspiel mit Hollywood-Stars wie Cary Grant, Clark Gable, John Wayne, Anthony Quinn u.a. bildete sie vor allem mit dem italienischen Schauspieler Marcello Mastroianni ein explosives Darstellerpaar. Ihr perfekt aufeinander abgestimmtes Spiel brachte ihnen vor allem unter der Regie Vittorio De Sicas in "Ieri, oggi e domani" (1963), "Matrimonio all`italiana" (1964) und "I girasoli" (1969) große Erfolge ein.
Mit "Il viaggio" gewann Loren 1974 den Preis als beste Schauspielerin in San Sebastian. 1977 brillierte sie mit Mastroianni in Ettore Scolas "Una giornata particolare". 1980 kam Sophia Loren in die Schlagzeilen, als sie zu 30 Tagen Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Die Strafe trat sie in Caserta im Mai 1982 an.
Schließlich trat die Diva auch für Fernsehfilme vor die Kamera, 1986 als "Madre coraggio", 1988 als "Mamma Lucia" und 1990 in Lina Wertmüllers "Sabato, domenica e lunedi". Zum "Golden Globe" (USA 1977) und zur "Goldenen Maske" (Italien 1987) trat 1991 der "Oscar" für ihr Lebenswerk hinzu.
Im Jahr 1995 stand sie für die Kinoproduktion "Pret-a-porter" vor der Kamera. Im März 1997 wurde Sophia Loren zusammen mit ihrem Ehemann, der 2006 verstarb, vom italienischen Staatspräsidenten zum "Ritter der Republik" erhoben. Noch 1998 erhielt ihr Lebenswerk eine erneute Auszeichnung in Venedig. Unter der Regie von Michelangelo Antonioni spielte sie 1999 in "Tanto per stare insieme".
Am 11. Februar 2006 trug sie im Rahmen der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Turin mit anderen Berühmtheiten die Olympische Flagge ins Turiner Olympiastadion. Für Aufsehen sorgte Sophia Loren, als sie sich im selben Jahr für erotische Bilder im Pirelli-Kalender ablichten ließ. |
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