Biografie

Wolfgang Reitzle

Der diplomierte und promovierte Ingenieur und Industriemanager absolvierte ab Mitte der 1970er Jahre eine langjährige Karriere bei der BMW AG, die er als verantwortlicher Leiter für "Entwicklung" zu wirtschaftlichem Erfolg führte. Seit 1999 engagiert sich Wolfgang Reitzle als Vizepräsident bei der Ford Motor Company. Im Frühjahr 2002 wurde Reitzle zum künftigen Vorstandschef des Linde-Konzerns nominiert, als welcher er seit Januar 2003 fungiert. 2005 wurde Reitzle, Lehrbeauftragter an der TU München seit 1985, Honorarprofessor für Unternehmensführung an der Technischen Universität München (TUM)...
Wolfgang Reitzle wurde am 7. März 1949 im bayerischen Neu-Ulm geboren.

Nach dem Schulbesuch in Ulm, den er 1967 mit dem Abitur abschloss, begann Reitzle ein Maschinenbaustudium in München, das er vier Jahre später als Diplom-Ingenieur beendete. Im Anschluss erhielt er eine wissenschaftliche Assistentenstelle am Institut für Werkstoff- und Verarbeitungswissenschaften der TU München, die er bis zu seiner Promotion im Sommer 1974 ausübte. Als Zweitstudium absolvierte Reitzle überdies von 1972 bis 1975 einen Studiengang in Wirtschaftswissenschaften, den er mit Diplom abschloss. Anfang 1976 begann Reitzle für die Bayerischen Motorenwerke (BMW) AG zu arbeiten. Über verschiedene Funktionen stieg er dort 1981 zum Leiter im Bereich "Motorenbau, Teilefertigung und Gießerei" auf.

Reitzle wurde 1983 zum kommissarischen Leiter des Ressorts "Forschung und Entwicklung" bei BMW berufen. Ein Jahr später leitete er die "Technische Zentralplanung" und 1985 ernannte man ihn zum Generalbevollmächtigten von BMW. Als Leiter des Ressorts "Entwicklung" wurde Reitzle im Februar 1986 zum stellvertretenden, im Juli 1987 schließlich zum ordentlichen Vorstandsmitglied erhoben. Unter dem Management des Entwicklungschefs entwickelte sich BMW zu einem Automobilhersteller von weltweiter Bedeutung, dessen Produktionsvolumen 1992 erstmals höher als das von Mercedes ausfiel. 1993 wurde Reitzle allerdings beim Wechsel des Vorstandsvorsitzenden übergangen, dessen Funktion auf Bernd Pischetsrieder überging.

Reitzle übernahm nun zusätzlich die Leitung des Ressorts "Einkauf". 1995 wechselte Reitzle in den Board der Rover Group, dem er bis 1997 vorstand. 1999 ließ sich der Manager von allen Funktionen im BMW-Vorstand entbinden. Ab März 1999 nahm Wolfgang Reitzle die Funktion des Vize-Präsidenten der Premier Automotive Group der Ford Motor Company wahr. Im April 2002 wurde er vom Wiesbadener Linde-Konzern abgeworben, der ihn in der Nachfolge von Gerhard Full zum künftigen Vorstandsvorsitzenden nominierte. Reitzle übernahm die neue Funktion zum Jahresbeginn 2003. Im August 2004 konnte der Vorstandsvorsitzende der Linde AG eine erfolgreiche Bilanz für die das erste Halbjahr vorlegen, in dem der Gewinn des Konzerns gesteigert werden konnte.

Im Oktober desselben Jahres stieß der Konzern Linde Kältetechnik an die Carrier Corporation ab, wo das Unternehmen im Frühjahr 2005 von einem massiven Stellenabbau bedroht wurde. 2005 wurde Reitzle, Lehrbeauftragter an der TU München seit 1985, Honorarprofessor für Unternehmensführung an der Technischen Universität München (TUM).

Wolfgang Reitzle ist seit 2001 mit der Moderatorin Nina Ruge verheiratet. Aus erster Ehe ist er Vater zweier Kinder.


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Menschen und Marken

NameWolfgang Reitzle

Geboren am07.03.1949

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNeu-Ulm (D).