Biografie

Ulrich Hartmann

Der Jurist und Industriemanager war für knapp drei Jahrzehnte für die "VEBA AG" in leitenden Positionen tätig. Dabei stellte er von 1993 bis 2000 deren Vorstandsvorsitzenden. Von Mitte 2000 an leitete Ulrich Hartmann bis 2003 zusammen mit Wilhelm Simson als Vorstandsvorsitzender die Geschicke der E.ON AG. Weiter wurde Hartmann Aufsichtsrat mehrerer Unternehmen wie der Daimler AG und der Henkel AG sowie Aufsichtsratsvorsitzender der IKB Deutsche Industriebank, RAG AG und Münchener Rück. Davor war er von 1985 bis 1989 Finanzvorstand der PreussenElektra AG; seit 1989 war Hartmann Finanzvorstand der VEBA AG...
Ulrich Hartmann wurde am 7. August 1938 in Berlin als Sohn eines Staats- und Wirtschaftsfunktionärs geboren.

Mit 11 Jahren zog er mit seiner Familie nach Bonn, wo sein Vater Alfred Hartmann von 1949 bis 1959 als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium tätig war. Danach war er bis 1966 Vorstandssprecher der "Vereinigten Elektrizitäts- und Bergwerks AG" (VEBA AG), für die später auch sein Sohn arbeiten sollte. Nach dem Abitur absolvierte der junge Hartmann von 1958 bis 1967 ein Jura-Studium an den Universitäten München, Berlin und Bonn. Noch 1967 trat Hartmann in die "Treuarbeit AG" in Düsseldorf ein, für die er bis 1971 als Wirtschaftsprüfer arbeitete. Im Anschluss daran war er 1971/72 als Vorstandsassistent der "Deutschen Leasing AG" tätig. Ulrich Hartmann heiratete; er wurde Vater zweier Kinder. 1973 trat Hartmann in die "VEBA Kraftwerke Ruhr AG" in Gelsenkirchen ein, für die er bis 1975 als Justitiar arbeitete.

Danach leitete er bis 1980 das Vorstandsbüro und den Bereich Öffentlichkeitsarbeit in der Düsseldorfer VEBA-Zentrale. 1980 wurde er Mitglied des Vorstandes der VEBA-Beteiligungsgesellschaft "Nordwestdeutsche Kraftwerke AG" (NWK) in Hamburg, wo er die Ressorts Finanz-, Rechnungswesen, Recht und Steuern leitete. Nachdem 1985 die NWK mit der "PreussenElektra" fusioniert hatte, leitete Hartmann von 1985 bis 1989 im Vorstand der "PreussenElektra AG" die Bereiche Finanz-, Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Steuern. 1989 trat Hartmann auch in den Vorstand der VEBA AG ein, wo er ab 1990 u. a. die Ressorts Finanzen und Steuern leitete. Infolge des Unfalltodes des bisherigen VEBA-Chefs Klaus Piltz wurde Hartmann im April 1993 zum neuen Vorstandsvorsitzenden erhoben.

Unter Hartmanns Management wurde durch Rationalisierungsmaßnahmen der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns konsolidiert, dessen Geschäftsradius von der Strom- und Chemie-Branche über Handel und Dienstleistungen bis hin zur Telekommunikation reicht. Mitte Juni 2000 wechselte Hartmann zur E.ON AG, als deren Vorstandsvorsitzender er zusammen mit Wilhelm Simson tätig war. Im Mai 2003 wurde Wulf H. Bernotat zu seinem Nachfolger im Amt des Vorstandsvorsitzes bestellt. Daneben wurde Hartmann Aufsichtsrat mehrerer Unternehmen wie der Daimler AG und der Henkel AG. Er stand auch dem Aufsichtsrat der "RAG AG" und der "Münchener Rück" vor.

Seit Mitte der 1990er Jahre zeigt er sich auch im "Initiativkreis Ruhrgebiet" engagiert. Weiter wurde er in Deutschland als Honorarkonsul Norwegens tätig.

Ulrich Hartmann starb am 13. Januar 2014.
Der Deutsche Aktienindex DAX

NameUlrich Hartmann

Geboren am07.08.1938

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am13.01.2014

Todesort--