Biografie

Wulf Bernotat

Der promovierte Jurist und Manager stellt seit von 2003 bis 2010 den Vorstandsvorsitzenden des Energieversorgers "E.ON AG". Davor vollzog Wulf H. Bernotat eine steile Karriere innerhalb des "Shell"-Konzerns (1976-1996), den er in führenden Positionen im In- und Ausland vertrat. 1998 berief man Bernotat zum Vorstandsvorsitzenden der "Stinnes AG" in Mülheim an der Ruhr. Zugleich war er bis Juni 2000 Vorstandsmitglied der "VEBA AG" in Düsseldorf. Bernotat gehört weiter dem Aufsichtsrat der "Metro AG", der "RAG" und der "Allianz" an. Im Mai 2006 wurde er in den Aufsichtsrat der "Bertelsmann AG" gewählt; 2010 in den Aufsichtsrat der "Deutschen Telekom"...

Der Deutsche Aktienindex DAX
Wulf H. Bernotat wurde am 14. September 1948 in Göttingen geboren.

Nach Schulbesuch und Abitur nahm Bernotat 1969 an der Universität seiner Heimatstadt ein Jura-Studium auf, das er 1974 und 1976 mit den beiden Staatsexamen und der Promotion abschloss. 1976 trat Bernotat in die "Shell AG" in Hamburg ein, um in deren Rechtsabteilung bis 1981 als Justitiar tätig zu sein. 1981 wechselte Bernotat zur Shell-Niederlassung in London, wo er bis 1984 als Business Development Manager für den osteuropäischen Raum, insbesondere für Russland, Polen, Rumänien und Bulgarien, arbeitete.

Im Anschluss daran leitete Bernotat bis 1986 für die "Shell AG" in Hamburg das Handelsgeschäft Schmier- und Kraftstoffe in Deutschland. 1986/87 war er dort für die Strategische Planung, 1987/88 für den Marketing-Bereich Erdgas verantwortlich. Von 1988 bis 1989 leitete Wulf H. Bernotat das Vertriebszentrum Luftfahrt- und Behördengeschäft der "Shell AG". Der Manager wechselte daraufhin 1989 zur Shell-Niederlassung in Lissabon, um dort bis 1992 als General-Manager des Konzerns für Portugal tätig zu sein.

Von 1992 bis 1995 war er erneut in London als Koordinator für die Shell-Geschäfte in der südlichen Hemisphäre und in Afrika zuständig. Von 1995 bis 1996 arbeitete Bernotat im Vorstand der "Shell France" in Paris. 1996 trat er in die "VEBA OEL AG" in Gelsenkirchen ein, in deren Vorstand er die Bereiche Marketing und Vertrieb leitete. Im November 1998 berief man Bernotat zum Vorstandsvorsitzenden der "Stinnes AG" in Mülheim an der Ruhr. Zugleich war er bis Juni 2000 Vorstandsmitglied der "VEBA AG" in Düsseldorf.

Die Stinnes AG formte Bernotat zu einem reinen Logistikunternehmen, dessen Börsengang er 1999 vorbereitete, bis das Unternehmen 2002 an die Deutsche Bahn AG verkauft wurde. Im Mai 2003 wurde Bernotat in der Nachfolge von Ulrich Hartmann und Wilhelm Simson zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Energieversorgers der "E.ON AG" berufen. Zur Übernahme der Ruhrgas AG 2003 wurde die Chemiesparte Degussa verkauft. Durch den schnellen Weiterverkauf der Messtechnikaktivitäten Ruhrgas Industries 2005 verschaffte Bernotat dem Unternehmen weitere Liquidität.

Zwischenzeitlich beteiligte sich E.on systematisch in Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Tschechien, Polen und der Slowakei. Durch die Übernahme der Ruhrgas wurde E.ON am größten halbstaatlichen russischen Gasunternehmen Gazprom beteiligt (6,5%). Bernotat gehörte dem Aufsichtsrat der Metro AG, der RAG und der Allianz an. Im Mai 2006 wurde er in den Aufsichtsrat der Bertelsmann AG; und mit Wirkung vom 1. Januar 2010 wurde er in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom gewählt. Am 30. April 2010 trat er vom Amt des Vorstandsvorsitzenden der E.ON AG zurück. Johannes Teyssen wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2010 sein Nachfolger.

Wulf H. Bernotat ist verheiratet und Vater zweier Kinder.


Der Deutsche Aktienindex DAX

NameWulf Bernotat

Geboren am14.09.1948

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortGöttingen (D).