Biografie

Renzo Piano

Der italienische Architekt ist ein international anerkannter und ausgezeichneter Planer. Seine Arbeit wird durch ein übergreifendes Engagement geprägt, in dem er Technik, Kunst, Handwerk, Natur und sozialen Anspruch vereinigt. Renzo Piano verfolgt dabei in Anlehnung an die Ideen von Antonio Sant'Elias einen offen konstruierten Baustil. Seit seinem Entwurf des Centre Pompidou in Paris zählt Piano zu den international etabliertesten Architekten. Sein Schaffen ist wegweisend in der modernen Architektur...

Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.
Renzo Piano wurde als Sohn eines Bauunternehmers am 14. September 1937 in Genua geboren.

Nach seiner Schulzeit und dem Abitur studierte Piano an den Universitäten Mailand und Florenz Architektur. 1964 beendete er die Ausbildung am Politecnico von Mailand mit dem Diplom. Bereits während seiner Studienzeit arbeitete er im Architekturbüro von Franco Albini mit sowie im elterlichen Bauunternehmen, um seine praktischen Fertigkeiten am Bau zu vervollkommnen. Danach ergab sich eine Zusammenarbeit mit dem berühmten US-amerikanischen Planer Louis Isadore Kahn in Philadelphia sowie mit dem Londoner Mathematiker und Ingenieur Z. S. Makowski.

In den Jahren 1965 und 1970 unternahm Piano mehrere Studienreisen und übte verschiedene Forschungstätigkeiten aus. Seit 1964 realisiert Piano Bauprojekte, worunter bisher unter anderem Stadtsanierungen, Industriebauten, Großprojekte für Wohnungen sowie Messebauten fielen. Anfang der 1970er Jahre entstand die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem britischen Architekten Richard Rogers. Es folgte die Gründung des Büros "Piano & Rogers".

In dieser Zeit lernte er auch den französischen Architekten und Gestalter Jean Prouvé kennen. Daraus ergab sich eine enge freundschaftliche Beziehung, die Renzo Piano stark beeinflusste. Der italienische Planer wirkte zusammen mit seinem Partner Rogers an dem bekannten Projekt des Kulturzentrums "Centre Pompidou" in Paris mit. Seit dieser Mitarbeit zählt Piano zu den international renommiertesten Architekten. 1977 begann die Zusammenarbeit mit dem britischen Stararchitekten Peter Rice, woraus sich das gemeinschaftliche Büro "Piano & Rice" entwickelte – bis zum Tod von Peter Rice im Jahr 1993.

Piano hatte verschiedene Gastprofessuren inne wie zum Beispiel an den Universitäten Oslo, New York, Philadelphia oder London. Seit 1978 präsentiert er seine architektonischen Ideen auf zahlreichen Ausstellungen wie zum Beispiel auf der Pariser Schau "Renzo Piano, un regard construit". Piano leitet Planungsbüros in Genua, Paris und Berlin. Sie alle arbeiten unter der Bezeichnung "Renzo Piano Building Workshop" (RPBW). Der Name ist Programm, in seinen Büros findet eine Synergie von rund 100 Mitarbeitern statt, die sich aus Architekten, Ingenieuren und anderen Fachleuten zusammensetzen.

In seinem Schaffen vereinigte er stets Tradition und Moderne. Und noch einem Grundsatz folgte der Architekt in seinen Entwürfen: dem fachübergreifenden Planen, so wie es die klassischen Baumeister Italiens bereits realisierten. Pianos Bauwerke wurden bekannt dafür, dass sie zahlreichen fachlichen Ansprüchen gerecht werden. In seinen Bauten vereinigt er Kunst, Handwerk, Technik, Natur und soziale Komponenten. Piano ist ein international vielfach ausgezeichneter Architekt. Seit 1990 wurden im insgesamt 26 Ehrungen, Preise und Ernennungen zuteil. Dazu zählen unter anderem der Art Prize der Akademie der Künste in Berlin (1995), der Praemium Imperiale in Tokio (1995), der Erasmus Prize (1995), Premio Capo Circeo (1996) und der Telecom Prize (1996).

Weiter folgten der Diploma European Award for Steel Structures for the Elevated Helioport Structure at Lingotto (1997), The Pritzker Architecture Prize (1998), die Auszeichnung als Architect of Nationale Academy of San Luca (1999), die Erhebung zum Officier des Ordre National de la Légion d`Honneur (2000), der Leone d`Oro to the career (2000), der Spirit of Nature Wood Architecture Award (2000), der Premio Leonardo (2000) und der Wexner Preis vom Wexner Center for Arts in Columbus, Ohio (2001).

Zu Pianos weiteren Projekten zählen unter anderem: der Windkanal von Ferrari in Maranello, Italien (1995); das Einkaufszentrum in Nola, Italien (1996); ein Büro- und Wohnhochhaus in Sydney, Australien (1997); ein Bürohochhaus in Rotterdam, Niederlande (1998); das Hermes-Geschäftshaus in Tokio, Japan (1998); die Sole 24 ORE - Headquarters in Mailand, Italien (1998); ein Büro- und Einkaufszentrum in Legnano, Italien (1998); das Harvard University Art Museums in Cambridge, USA (1999); das High Museum of Art in Atlanta, USA (1999); das Art Institute of Chicago, USA (1999); das Museum Paul Klee in Bern, Schweiz (1999); außerdem der KPN Telecom Office Tower in Rotterdam (1997-2000); der „Braço de Prata“ in Lissabon, Portugal (2000) und der London Bridge Tower (2000).


Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.

NameRenzo Piano

Geboren am14.09.1937

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortGenua (I).