Biografie

Charles Émile Picard

NameCharles Émile Picard

Geboren am24.07.1856

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortParis (F).

Verstorben am11.12.1941

TodesortParis (F).

Charles Émile Picard

Der französische Fabrikantensohn und promovierte Mathematiker trug zur Fortentwicklung nicht nur der mathematischen Disziplinen, sondern auch ihrer Anwendung in der Physik und im Ingenieurwesen bei. Charles Émile Picard brachte als Professor der Pariser Sorbonne vor allem auf dem Gebiet der algebraischen Geometrie, der Analyse und der Mechanik Erkenntnisse hervor, die weltweit Beachtung und Anerkennung fanden...
Charles Émile Picard wurde am 24. Juli 1856 in Paris als Sohn eines Textilfabrikanten geboren.

In der Schule entwickelte er bereits ein breites Panorama von Interessen, wobei er besonders der Literatur, den Sprachen und der Geschichte zuneigte, aber auch einen großen Hang zum Sport zeigte. Nach der Schule studierte Picard Mathematik. 1877 erlangte er bereits den Doktor in Naturwissenschaften. 1881 wurde er auf einen Lehrstuhl für Mathematik an der Pariser Sorbonne berufen. Picard machte sich in der Folge vor allem auf dem Gebiet der algebraischen Geometrie verdient.

Im Jahr 1885 begann er sich mit Differential- und Integralrechnung zu befassen. Bei der Erforschung von Differentialgleichungen entwickelte er seine berühmtesten Ergebnisse. Auf dem Gebiet komplexer Analyen legte Picard das zweibändige Werk "Théorie des fonctions algébriques de deux variables indépendantes" (1897, 1906) vor. Zu einem Klassiker unter den mathematischen Lehrbüchern entwickelte sich sein "Traité d’analyse" (1891-1896).

Neben seiner vielfältiger Forschungstätigkeit in allen mathematischen Disziplinen war Picard auch im politischen und gesellschaftlichen Bereich engagiert. So saß er etlichen Regierungskommissionen vor. Der Akademie der Wissenschaften, in die er 1924 aufgenommen wurde, diente er als Sekretär. Überdies bewies Picard ein ausgeprägtes interdisziplinäres Forschungsinteresse. So wandte er mathematische Methoden bei der Behandlung physikalischer Probleme wie Elastizität, Hitze und Elektrizität an.

Er trug zur Aufklärung der Ausbreitung elektrischer Wellen bei. In den Jahren 1894-1937 bildete er als Professor für Ingenieurwesen ganze Generationen französischer Ingenieure aus. Picards Mathematik beeinflusste unter seinen Nachfolgern ganz besonders Henri-Léon Lebesgue, Émile Borel und Otto von Blumenthal. 1932 wurde er mit dem Goldenen Kreuz der Ehrenlegion geehrt. Von der schwedischen Akademie der Wissenschaften erhielt er 1937 die Mittag-Leffler-Goldmedaille.

Émile Picard starb am 11. Dezember 1941 unter deutscher Besatzung in Paris.

NameCharles Émile Picard

Geboren am24.07.1856

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortParis (F).

Verstorben am11.12.1941

TodesortParis (F).

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